2010 Marion und Jens im Land der Elche und Trolle

wir beide2

Am Freitag dem 6. August ist es soweit. Womo holen und bestücken und gegen 20.00 Uhr geht es Richtung Norden und werden da mit der Fähre nach Gedser übersetzen und im Anschluss von Kopenhagen nach Oslo geht es mit derm nächsten Dampfer weiter. Marion ist schon ganz hippelig und packt Sachen und ich oxidiere derweil als Hochleistungs-Chiller im Bett rum.

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6.8.

Sind fast pünktlich mit 1,5h Verspätung gestartet.
Marion hatte Angst, dass wir alles im Kühlschrank unter bekommen.
So schlimm war es gar nicht. Möchte wissen, was wir nach einer Woche
knabbern sollen.
Sind gegen 23.30 Uhr auf den Parkplatz eines Golfplatzes bei Kemnitz
(ist richtig geschrieben) gelandet, haben uns schnell noch ein Schnäpsel genehmigt und sind in unsere 4m gegangen.
War aber so aufgedreht, dass ich erst gegen 4.00 Uhr zur Ruhe kam.
Da fingen die Kunden an, den Golfplatz zu mähen – Kacke.

7.8.

Hat alles perfekt geklappt. Fähre von Rostock nach Gedser hatte eine halbe Stunde Verspätung, da auf dem Wasser im Überseehafen eine Fete Namens Hanse Seals statt fand.
Da haben uralte von Holzwürmern durchsetzte Pötte unsere Fähre mehr oder weniger aufgehalten. Sind dann durch Dänemark gedüst. Marion bis halb Kopenhagen. Waren da auf so einer Einkaufsstraße die einzigen mit einem Womo. War echt geil.
Die Fähre erinnert eher an ein Kreuzfahrtschiff. Überall Partystimmung und es gibt sogar einen Poolbereich. Beim ablegen spielte eine Blaskapelle – wie bei der Titanic. Warten jetzt auf die Eisberge. Habe Marion noch einen schönen Sonnenuntergang geboten – ja so bin ich.

8.8.

Super Nacht auf den Dampfer gehabt und kein Eisberg war auf Kollisionskurs.
Eine gigantische Einfahrt in den Oslofjord bei strahlendem Sonnenschein erlebt.
Solche Temperaturen sind hier neu für mich. Haben für unser Nachtquartier auf einer Höhe von ca. 800m neben einer kleinen Kirche mit Friedhof Stellung bezogen. Fantastische Aussicht in das Tal.
Waren auch schon baden – bis zur Kniekehle Unterkante.
Das Wasser war so kalt I———I. Für die die kein Lineal haben, dass sind 3cm und für diejenigen die nicht wissen von was ich rede 16 Grad.
Bei Ankunft blankes Entsetzten – Kühlschrank ausgefallen. Müssen jetzt ruckartig alles vertilgen und dann hungern. Habe echt Angst um mein Gewicht.

Offene Zugänge zum Netz sind äußerst selten und wenn dann gibt es keinen Parkplatz in der Nähe. Also müsst ihr euch auf Lebenszeichen von uns gedulden.
Wein schmeckt. Wir nehmen an, dass alle Zöllner entlassen sind.

9.8.

Hatten eine absolut ruhige Nacht und unsere Nachbarn auf den Friedhof waren auch ruhig.
Haben gegen 9.00 Uhr bei einem grandiosen Ausblick unser Frühstück eingenommen.
Dann kam ein Bagger und hat Gräber ausgehoben.
Sind dann an einem übelst schönen Fluß vorbeigekommen. Beim Stopp entdeckten wir mit Gras bewachsene Hütten. Eine Tür war angelehnt. Marion klopft, aber keiner ruft herein. Geht auch nicht, denn das Kackhaus war leer.
Unsere Fahrt ging weiter über eine geile Hochebene. Ca. 1500m hoch und alles Schotterpiste.
Da fallen einem die die Dritten raus.
Wahnsinns Seen und sehr schöne Aussichten. Während der Weiterfahrt viele Pilze gesehen, aber keinen Parkplatz. Dann Parkplatz gefunden, aber keine Pilze.
Etwas weiter unten bauen alle Bauern Gras an.
Haben jetzt unser Nachtquartier 500m tiefer an einem See gefunden. Sind ungefähr auf der Höhe von Lillehammer.

10.8.

Sehr schöner Morgen am See. Nebel zog langsam auf.
Habe eine neue Freundin. Sie heißt Influenza. Rafting ist deshalb ins Wasser gefallen. Und das buchstäblich – es hat 2h geschifft. Zum Glück wechseln wir uns mit dem Fahren ab. Schreibe nicht weiter – keine Lust.
Mir geht es etwas besser nach einer heißen Zitrone, einem Grog und einem Schnaps.
Vielleicht merke ich das durch den Alkohol auch nicht mehr.
Haben unseren nördlichsten Punkt erreicht. Etwas oberhalb vom Trollstigen.
Campen hier an einem Fluss. Der Regen hatte zum Abendbrot aufgehört.
Bis um 22.00 Uhr haben wir am Fluss bei einem Lagerfeuer gesessen und die Landschaft bestaunt, welche sich im Minutentakt änderte. Der Fluss macht ein übelstes Getöns.
Hoffentlich dreht da die Nacht einer die Pegel runter.

11.08.10
Nacht vom Feinsten gehabt. Wetter i.O.
Haben heute den Trollstigen „bezwungen“. Ist eben das Highlight Norwegens.
Öfters als sonst wurde ein Fotostop eingelegt. Ich glaube Marion hat ein neues Hobby – Foto.
Sind am Geiranger auf den Campingplatz gelandet und haben mal kurz mit Peggy und Alex geskypt und dreckige Wäsche gewaschen. Hier ein Bild vom Geiranger (die Wäsche haben wir nicht fotografiert).

Geiranger

12.08.10
Wieder bei fantastischem Wetter munter geworden. Traumschiffe bei der Einfahrt in den Fjord beobachtet. Haben uns ein Boot mit 15 PS gemietet und sind über den Geiranger gedonnert.
Angel mitgehabt – warum blos? Haben uns den spektakulären Wasserfall „Die sieben Schwestern“, welcher im August zu einem kümmerlicheren Teil verkommen ist, vom Boot angesehen. Habe die Wellen etwas unterschätzt. Sind gesprungen, so das auch Franz Klammer seine Freude gehabt hatte. Bloß Marion nicht, ihr tat alles weh. Jetzt muss ich mich gewaltig strecken, um das wieder gut zu machen.
Im Anschluss ging es auf 1500m Höhe zu dem Dalasnibba. Ein Aussichtspunkt der es in sich hat. Unbefestigte Straße ohne Leitplanken – UUUhhaaaaa Spiel mir das Lied vom Tod.
Aber eben halt ein grandioser Ausblick auf den Geiranger mit samt seiner kleinen Luxusbötte.

Sind im Anschluss gleich auf diesem Fjell geblieben. Mitten in den Bergen an einem Gletschersee. Haben schon Holz gesammelt. Werden irgendwie das Gefühl nicht los, das es die Nacht saukalt wird.

13.08

„Immer wenn du denkst es kann nicht schöner werden, dann kommt es noch besser“ M.L.

Aber zurück zum Anfang. Auf den Fjell war eine himmlische Ruhe und am Morgen eine sibirische Kälte. Haben zu 1. mal drinnen gefrühstückt (mit Heizung). War kurz draußen da haben die Mücken ein dickes etwas über das Fjell bewegen sehen und haben sich auf mich gestürzt. Die Mücken die Schweine.
Dann rückte der Briksdalsbreen in unsere Sichtweite – siehe Zitat von Marion.
Jetzt haben wir zum ersten mal nicht nur unser Auto bewegt, sondern uns selber.
Sind zu dem Gletscher ca. 1,5 h gelaufen. Der Schreck saß bei mir tief. Er war bei meinen letzten Besuch ca. 300 m stärker d.h. weitläufiger im Tal. Ist alles den Bach runter gegangen. Die Leute die direkt am Gletscher waren sind schnell zurück gekommen. Waren in ca. 150 m Entfernung, als zwei Eislawinen sich lautstark lösten. Der Fotobeweis ist vorhanden.
Wenn das abtauen so weiter geht, wird das für unsere Enkel mal eine Tagestour
Interessant sind auch die verschiedenen Nationalitäten auf dem Gletscher.
Zum ersten sind da die Deutschen, welche versuchen das Auto möglichst mit hoch auf den Gletscher zu nehmen. Nicht das sie lauffaul sind. Wohl doch eher aus Angst vor den Polen, die auch da sind. Dann gibt es noch die bis an die Zähne mit Kamera, Teleobjektiven und Videokameras aufgerüsteten Japaner. Da wissen selbst die Norweger nicht, wozu die Beine haben. Die lassen sich jeden Zentimeter mit den Gletschermobilen fahren und steigen nicht mal zum fotografieren aus. Und da gibt es noch unsere Freunde aus der ehemaligen Sowjetunion.
Da erkennt man vor allem die hochgestylten, mit Pumps beschuhten Frauen mit ausgefallen Make Up. Am Geruch habe ich sie nicht erkannt, denn ich habe noch Schnupfen.
Sind im Anschluss Richtung Süden weiter gefahren und haben auf eine Seitenweg noch einen geilen Gletscher gesehen. Stellplatz eine Wiese und ich schaue erst mal ob ich versinke.
Alles ok. Marion kommt angedüst. Ich soll das Fahrzeug noch ein wenig umparken – kein Thema, habe das Fahrzeug im Modder festgefahren. Nach einer halbe Stunde schlugen alle 1. Hilfemaßnahmen fehl. Was nun ? Wie aus heiterem Himmel kamen Deutsche des Weges. Marion hat sich sofort auf der Straße breitgemacht und sie gestoppt. Die haben uns dann zum nächsten Gehöft mitgenommen, wo wir einen Traktor von einem Grasbauern gechartert haben. Die Aktion hat uns 200ml Chantré und jede Menge Angstschweiß gekostet.

14.08.10

Sind heute Morgen bei Regen in Richtung Flam aufgebrochen. Hatten aber Glück, denn nach 1h kam die Sonne raus. Haben insgesamt über 50km Tunnel bewältigt. Der längste schlaffe 24km lang und der spekulärste – dazu später.
Waren noch schnell die Chemietoilette entsorgen. Marion wollte 2 Sachen auf einmal machen, den Wasserhahn zudrehen und den Schlauch halten. Das ging mächtig in die Hose – äh in meine. War glatschnass.
In Flam angekommen sind wir der Empfehlung unseres Reiseführers (Buch) gefolgt und sind mit der Falmbahn in die Berge auf ca. 866m Höhe gefahren. Na wir hatten uns für 40€ die Person mehr versprochen. Das einzige waren wieder die Japaner mit ihrem Dauergrinsen, welche für Unterhaltung gesorgt haben. Kaum war die Bahn in einen Tunnel gekommen, schauten sich sie sich alle ihre Bilder auf der Kamera an. Wenn aber Licht zu sehen war, sprangen sie im Kollektiv auf und stürmten mit ihrem Fotogeräten zu den Fenstern und gaben Dauerfeuer. Wie die Guppys. Ich glaube, wenn dehnen so eine Kiste mal abhanden kommt, machen sie Harrikiri.

Von den Deutschen die uns gestern geholfen hatten, haben wir den Tipp bekommen eine Schlucht zum Fresvikbreen zu besuchen.
Da war auch der spektakulärste Tunnel ca 3km lang bei ca. 10% Steigung auf unbefestigter einspuriger Straße und das alles ohne Beleuchtung. Wäre fast ausgestiegen und Heim gelaufen, denn wir sind wieder steckengeblieben. Die Räder greifen einfach nicht auf den losen Untergrund. Haben es aber doch hinbekommen und pünktlich bei unserer Ausfahrt aus dem Tunnel, kam uns ein Auto entgegen. Richtig Massel gehabt. Der Stellplatz in der Hochebene ist wieder mal astrein, bis auf die Schafe, welche Marion angegangen sind. Habe den Viechern mit einem Knüppel begreiflich gemacht, dass das mein Weibchen ist.
Haben noch ca. 1,5kg Pfifferlinge gefunden, geputzt, gebraten und gefuttert.

15.08.10

Wenn ihr denkt das geht so weiter, wie in den letzten Tagen, so habt ihr euch geirrt.
Heute ist Sonntag und da müssen wir uns auch mal schonen.
Wir kommen uns wärend der Fahrerei wie Computer Hacker vor. Marion fährt und ich scanne die offenen Netze.
Sind vielleicht 60km gefahren und dann gemütlich durch ein Tal gerollt um im Anschluss wieder im Hochland zu landen.
Haben Position an einem Mini See bezogen und eine kleine Heidewanderung gemacht. Es ist brutal heiß, aber Marion findet es genau richtig. Haben also relaxt und den Abend mit einem Grillerchen beendet.
Muss morgen den Schafen ihre Glocke klauen. Das Gebimmel hat mich um meinen Schönheitsschlaf gebracht.

16.08.10

Heute war Bergen dran. Diese Stadt hat ca. 250 Tage Regen im Jahr
und heute war es selbst Marion zu heiß. Der Planet brannte erbarmungslos.
Haben das legendäre Bryggen besichtigt, welches von der deutschen Hanse vor ein paar Jahrhunderten errichtet wurde. Sind im Anschluss noch auf den Fischmarkt, haben einen Imbiss eingenommen und Lachssteaks zum grillen erstanden.
Auf Wunsch einer Mitreisenden, sind wir dann an einen Küstenstreifen gefahren. Muss ja zu geben, das es nicht ganz schlecht war (bloß nicht zu sehr loben). Mussten allerdings Campingplatz anlaufen mit einer super Aussicht auf das Meer, da es hier keine wilden Stellplätze gibt.

17.08.10

Noch weiter nach Süden abgesetzt. Dabei zum 4. Mal die Maut in Bergen geprellt. Sind ja gespannt, was da noch kommt.
In der Nacht hatte es geregnet und jetzt wieder Sonnenschein. Das passt.
Haben eine fantastischen Stellplatz aus Versehen „erstannten“. Wir hatten bei der Abfahrt
gedacht wir kommen wo anders raus. Glück gehabt. Stehen an einem Fjord mit Blick auf einen kleinen Hafen. Angeln kann man auch. Aber die doofen Fische springen über meine Angel, anstatt an den Haken zu gehen. Sollten vielleicht eine heiße Pfanne aufstellen und warten bis da drin einer landet. Die Lachse führen vor unseren Augen gigantische Sprünge aus – würde sagen in der A Note eine glatte 10.0. In der künstlerischen Note gibt es Punkte Abzug, da ich nicht weiß, was die mir damit vermitteln wollen.

Wieder Regen in der Nacht und am frühen Vormittag. Die Sonne hielt bis 17:00 Uhr.
Jetzt gelegentlich kurzer leichter Regen. Haben wieder ein paar Mautstellen ohne zu bezahlen durchfahren. Wir haben das automatische System nicht geschnallt. Sind von den Fjorden ein wenig wieder nach oben gefahren und campen an einen kleinen Bergsee. Die Strasse ist hier zu Ende. Das heißt es wird eine ganz ruhige Nacht. Marion hat am See gelesen und ich habe im Bett über meine Probleme geräuschvoll nachgedacht.

Wir haben richtig Massel mit dem Wetter. Es regnet meistens nachts. Haben heute rund 100km zurückgelegt. Werden langsam faul. Vielleicht liegt es aber auch an der Gegend. Kaum vom Fjord weg ging es wieder hoch oberhalb der Baumgrenze. Die Straße war markiert mit ca. 3m-4m langen Stangen, wegen der Schneeverwehungen. Wollen gar nicht wissen, was hier im Winter los ist.
In der Hochebene von Bergen umzingelt, wieder einen super Stellplatz an einem Bergsee gefunden. Hier gibt es sehr viele Heidelbeeren. Leider reichen die nicht um mein Feinkostgewölbe zu füllen.
Haben für das Abendbrot schnell noch ein paar Pilze einkassiert. Marion hat die in unserer Kajüte gebraten – leeggggor.
In der Nacht hat es ganz schön geschifft – aber ab 5.00 Uhr war der Spuk vorbei.

20.08.10

Heute Morgen war es für die Jahreszeit zu kalt, würde Hr. Kachelmann sagen.
Deshalb haben wir in unseren 4 Wänden gefrühstückt und sind aufgebrochen.
Wieder Richtung Norden gefahren (Höhe Oslo) und die Landschaft genossen.
Sind dann wieder zu unserem heutigem Endziel eine kleine Straße eingebogen. Zeit für das Mittagessen. Ich sage zu Marion, sie soll hier doch ran fahren. Kaum gestanden ein Aufschrei von Marion. Na sie hat nichts neues entdeckt, nö nur Pilze in der Einmündung. Und es gab wieder Pilze. Da die Dinger keinen Nährwert haben, werden wir schlank wieder kommen.
Und schon wieder träume ich….
Unterwegs durch Zufall die kleinste Stabskirche Norwegens gefunden, diese gleich mit einem uralten Dorf der Telemark besichtigt.
Die Stimmung an Bord sinkt etwas. Alles grau draußen und der Stellplatz ist auch nicht der optimale. Gegen 18.00 Uhr setzt der Regen ein. Leute aber es gibt Pilze. Marion spricht mir ein Pilzsammelverbot aus. Wenn das so weiter geht müssen wir wegen den Dingern im stehen fahren.

21.08.10

Bis 6.00 Uhr heute Morgen hat der Regen erbarmungslos auf unser Dach getrommelt.
Hörte dann auf und mit starten des Motors quälte sich die Sonne heraus.
Schwein gehabt. Sind dann gemächlich durch ein Skiareal gefahren und dann wieder Berg abwärts. Da haben wir eine Bergbahn entdeckt. Wie es sich für Touris gehört, gleich die Rückfahrt mit gebucht und den Berg hochgefahren. Oben entschieden wir uns nach unten zu laufen. Haben dafür 2h Fußmarsch gebraucht. Aber mit Hindernissen. Marion hatte ein ausdrückliches Pilzverbot hinterlassen. Da sie vorn weg marschierte war das kein Problem.
Schon nach 5 min grinsten mich die ersten Rotkappen frech an. Alles mitgenommen was da des Weges stand. Marion musste tragen helfen (diese vorwurfsvollen Blicke). Musste dann mein T-Shirt ausziehen(sah aus wie Adonis), weil wir die Pilze nicht mehr tragen konnten. Nun ist aber endgültig Schluss meinte Marion. Und ich „Ja, ja“. Hatte natürlich weiter gesammelt, wenn sie nicht schaute. Aber sie war wie ein Schießhund.
Sind im Anschluss wieder einen Marionweg gefahren. Sie sucht aus und ich muss die knapp 30km unbefestigten Weg fahren. Und was steht am Straßenrand eine Rotkappe neben der anderen. Aber ich darf ja nicht. Darf nicht mal das Wort Pilz in den Mund nehmen.
Ganz oben war ein riesiger See und am Ende dessen eine Sandbank entdeckt – ok. unser Stellplatz. Auto positioniert und – Mensch ist das ein Wind hier. Habe Angst um meine Frisur. Nö das wird hier nichts. Die Äste am Wegesrand, welche am Auto schabten mit der Axt entfernt und ab ging es wieder Richtung Tal. Dabei gefachsimpelt, dass unser Gefrierteil im Womo fast leer ist. Da gehen ja noch ein paar Pilze rein – oder?
Stellplatz gefunden und sofort die Dinger gepflückt. Marion der weil einen Trink gemacht. Nach dem 2. bin ich schon gewaltig durch den Busch getorkelt. Aber die Teile sind ja zum Glück nicht zu übersehen. 5 Beutel eingefrostet und noch eine gewaltige Portion zum Gulasch. Mensch uns geht es verdammt gut.

22.08.10

Heute Morgen wieder mal im Freien gefrühstückt. Aber ohne Pullover ging es nicht.
Marion hat die Freigabe für einen neuen Beutel Pilze (Frost) gegeben. Nach dem Frühstück Marion rechts und ich während der Fahrt nach links geschaut. Je nachdem wo was stand ist der jenige aus dem Auto gesprungen und hat geschnitten. Dabei ein paar PKW´s aufgehalten, denn es war ja alles einspurig. Aber es ist ja für einen guten Zweck und der Beutel war nach 10min mit nur besten Speisepilzen gefüllt.
Sind im Anschluss nach Heddal gefahren. Dort steht die größte Stabskirche in Norge. Eintritt mussten wir nicht berappen, da kein Eintritt war. Es fand Gottesdienst statt. Na genau dafür haben wir uns ja interessiert und durften so rein. Kaum drin, wollten die mir ein Gesangsbuch verpassen – ehh die Texte von Söhne Mannheims kenne ich doch auch ohne diesem Teil.
Aber irgendwie war das nicht gefragt.
Im Anschluss bei einer Dönerbude uns ins Netz gehackt und den Blog aktualisiert.
Wie nicht anders zu erwarten, haben wir uns danach wieder nach oben abgesetzt. Sind aber nicht weit gekommen. An einem großen See, direkt am Ufer ein Stellplatz. Nach einen Kilometer Bedenkzeit umgedreht und da Stellung bezogen. Marion äußerte, wenn wir das Mittagessen für morgen heute schon auftauen, dann könnten wir … Ich sprang sofort auf und kam mit einer Schüssel Pilze wieder. Werden heute Abend noch etwas am See gogeln.
Wow Elchkacke gesichtet. Nicht das der uns diese Nacht knutscht.

23.08.10

Bei strahlendem Sonnenschein erwacht. Haben an diesem fantastischen Stellplatz bis mittags ausgeharrt und Pigmente gehascht.
Im Anschluss noch in eine Stadt gefahren und ein bissel in den Geschäften gestöbert und Wasser fürs Womo besorgt.
Halten uns nicht mehr allzu weit von Oslo auf. Ach ja zum Abendbrot gab es natürlich Pil…

24.08.10

Heute den ersten Tag erwischt, wo es fast ohne Unterbrechung schüttete. Das sieht hier dann so aus, das richtige Sturzbäche aus den Wäldern kommen. Waren in Honefoss ohne Regen durch die Geschäfte getigert. Nachher fing es aber wieder an. Sind durch einen Regenbogen gefahren, welcher fast ebenerdig war. Am letzten Tag noch einen schönen Stellplatz an ein einem See mit Seerosen gefunden. Kann es aber nicht genießen, da es regnet und ich einen massiven Schüttelfrost habe. Muss bei meinem kleinen Geschäft auch nicht mehr schütteln. Dieser Vorgang ist automatisiert. Das Abendbrot habe ich mir auch noch mal angesehen.
Marion schläft diese Nacht im Alkoven, wegen der Ansteckungsgefahr. Müssen ja Morgen unsere Fähre pünktlich erreichen. Zur Zeit schwitze ich wie Hanne.
Fazit unserer Reise: Es war meine 3.Tour in Norge und zugleich die schönste. Das sage ich jetzt nicht um bei Marion zu Kratzen, nö das ist halt so. Mit den Stellplätzen war bis auf eine Ausnahme, alles perfekt. Hatten eine Wahnsinnstour, mit sehr vielen Höhepunkten und insgesamt 2 Tage Regen. In der Nacht hat uns dies ja nicht gestört. Also Schwein gehabt.
Hätten aber idealerweise 2 Wochen eher fahren müssen, da die Nächte jetzt schon ganz schön kalt werden. Die Menschen hier waren alle sehr nett und helfen einen auch mal schnell aus dem Schlamm-massel.
Wir kommen wieder.
Logenbrüder

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