2011 Borneo wir kommen!

mir viere
Am 26.3.2011 geht unser Trip nach Borneo los. Mit dabei Heike, Marion, Pierre und ich. Fliegen gegen Mittag mit Malaysia Airlines nach Kuala Lumpur und weiter nach Kota Kinabalu (KK) auf Borneo und werden da bei den Affen hinabsegeln. Eine Woche vor Abflug habe ich mir die Rüsselseuche eingefangen – zum piepen.

Nicht boese sein englische Tastatur – es fehlen hier ein paar Buchstaben

27.03.
Wir sind angekommen – ganz relaxt aber geschafft. Von Leipzig bis auf Borneo haben wir 22h gebraucht (waere Pierre bloss schneller gefahren).
Ich dachte ich waere in Frankfurt schon da gewesen. Mir war unheimlich heiss geworden. Der Zoll hat mich auseinander gepflueckt. Es tat an meinem Klamotten alles piepsen, einschliesslich der Schuhe. Die anderen 3 grinsten nur.
Die Gepaeckausgabe in Kuala Lumpur muss eine Reise wert sein. Im Untergrund mussten wir einen Zug besteigen, welcher uns dann zum Gepaeck fuhr.
Hier ist es bewoelkt bei ca 28 Grad und 300% Luftfeuchte (gefuehlte).
Wir sind natuerlich im Beverly Hotel eingescheckt – naja.
Waren noch fix auf dem Markt. Pierre und Heike sind noch etwas durch das Einkaufcenter geschlendert und wir beide waren an der Waterfront in einem Fischrestaurant (Danke Ari fuer den Tipp). Im Restaurant riesige Fischbecken und Aquarien voll mit dem ganzen Merresgetier. Haben uns ein halbes Kilo Schrimps genehmigt. Muessen jetzt mal ins Bett huepfen, denn sind ganz schoen fertig.

28.3.

Gegen 9.00 Uhr notgedrungen aufgestanden. Haengen noch etwas im Jetlag.
Marion hat es nun mit der Grippe voll erwischt – haelt sich aber tapfer.
Wollten heute ein altes Fischerdorf mit den Mangrovenwaelder besuchen. Also zum Busbahnhof. In eine Minibus einestiegen und kurz darauf spaeter von einem privaten Taxifahrer abgeworben und wieder umgestiegen. Ab geht die Kiste – als Auto kann man es nicht bezeichnen. Da ist alles festgebunden. Von der Stossstange bis zur Motorhaube. Die Tueren gehen nur von aussen zu oeffnen. Die Klimaanlage besteht aus Fenstern, welche sich noch etwas oeffnen lassen. Unser Fahrer geht zwischen drin tanken. 50 Cent der Liter und er hat sich die Bude vollgehauen (5 Liter).
Zu dem Dorf sind wir nicht gekommen, da die Strasse nicht befahrbar war.
Na macht nichts umgekehrt, auf einer Haengebruecke uns ausgetobt und uns eine Riesenananas geteilt. Diese war liebevoll von Hand geschnitzt und verdammt lecker. Der Kutscher hat uns dann zum Glueck zurueck ins Hotel gefahren. Insgesamt ca. 50km fuer insgesamt 2 Euro pro Person.
Nach einer kleiner Ruhe waren wir noch schoen Essen in einem Pub mit persoenlicher Begruessung vom Inhaber. Alle sehr nett hier.

29.3.

Sind wieder online – kurze Zusammenfassung

Haben uns in die Berge in ca. 2000m Hoehe fahren lassen und sind in einem Hotel mit super Ausblick untergekommen.
Haben gleich nachher uns fleischfressende Pflanzen im Dschungel angesehen. Pierre in Flip Flops hat auf dem lehmigen Untergrund fuer tolle Abwechslung gesorgt. Und dann gleich weiter zum canopy catwalk. Man lauft da zwischen den Baumwipfeln auf Haengebruecken lang in ca. 40m Hoehe.
Tiere leider nicht gesehen, aber es war sehr wackelig und schoen.
Am Abend setzte Regen ein ( der Regenwald heisst Regenwald, weil es da im Busch regnet) und eine Stunde spaeter deutlich mehr. Das ging die ganze Nacht so. Es ist aber Nachts zum schlafen in den Bergen trotzdem angenehm – Temperaturen 18 Grad.

30.03.

Sind heute Vormittag in eine Teeplantage gefahren und diese uns mal angeschaut. Der Tee sieht aus wie unsere Lingusterhecke und schmeckt auch so. Die Fabrikbesichtung war interessant
Habe noch einen Tee geschluerft (alles biomaessig ohne Alkohol) und schon ging es weiter.

Highliht heute war eine Fischmassage. Was soll das sein?
Also wird erst mal bezahlt und eine Tuete Fischfutter in Empfang genommen. Marion skrupellos Schuhe aus und ihre Flossen in den Fluss gehangen. Aber da waren noch andere beflosste Wesen, welche sich um Marion Beine scharrten. Sie schrie auf und wir lachten. Das sollte uns gleich vergehen. Diese Viecher umschwirtten unsere Beine und knabberten und bissen an diesen. Die Fische waren bis 30cm gross. Fangversuche blieben ohne Erfolg, das sie sich gleich meine fetten Finger schnappen wollten. War eine sehr schoenes Erlebnis.

Am fruehen Nachmittag noch einmal zu Poring Springs und was im Restaurant mit ganz toller Atmosphaere geknabbert. Da wir in dieser Anlage am Vortag nicht alles geschafft haben, ging heute die Besichtigung weiter. Die Schmetterlingsfarm war schoen, aber ohne Schmetterlinge, da der Kunde oben wieder die Schleussen geoeffnet hat.
Wir haben es aber geschafft einen Schmetterling abzulichten.
Bei diesem Wetter kamen uns die heissen Schwefelquellen ganz recht. Waren aber nur mit den Fuessen drin, da es Tage gedauert haette diese steinernen Bottiche mit Wasser zu fuellen.

31.03.

Marion geht es wieder viel besser.
Sind gegen 9.00 Uhr aufgebrochen und mit dem VIP Bus Richtung Sandakan in einer Dschungelloge gelandet. An meine Mama – ich muss nicht im Zelt schlafen. Fantastische weitlaeufige Anlage mitten im Regenwald. Passt alles. Erster Streifzug zu den Orang Utancenter gemacht. Wegen 3 Affen Geld bezahlt. Vielleicht sollten wir doch mal duschen gehen. Und wie wir 4 so lang schlendern kommen von hinten ein paar Auslaender gerannt und schrieen Monkeys und Camera. Da kam auch ein Affe auf uns zugestuerzt. Kurze Ueberlegung von meine Seite (die anderen drei haben sich erst mal duenn gemacht). Was tun. Der Affe kam im Affenzahn auf mich zu. Ich mich breitbeinig in den Weg gestellt und mit ihm kommuniziert. Mein UUHH Uh UUHHH hat er vertanden und ist vorsichtig an mir vorbei geschlichen. Nun war Marion dran. Er steuerte auf sie zu und nahm gefuehlvoll die Wasserflasche aus Marions Hose, drehte den Verschluss auf und trank auf uns. Unsere Freunde haben zum Glueck alles bildlich fesgtehalten.
Auf den Heimweg noch 4 Kokusnusse gekauft etwas abgetrunken und mit Rum gefuellt. Meiner war etwas stark – hatte einen Affen.

1.4.

Heute war Ruhetag – fast

Weil es so schoen war sind wir heute noch mal zu den Affen gelaufen.
Waren da ganz alleine und habe auch einige freilebende Tiere in den Baeumen gesehen. Bis der Kumpel von gestern mich wieder entdeckt hatte.
Dieser Orang Utan kam gleich auf mich zugeschossen. Also ich mich breitbeinig hingestellt und meine Faeuste auf meiner Brust wirbeln lassen. Das hilft – er legte sich vor mich hin. Ach schoen – wollte schon immer mal ein Alpha Maennchen sein. Heike und Marion waren sehr unruhig. Das Adrenalin kochte hoch. Es kamen auch noch ein paar Resusaffen an. Das sind die, welche die Penatencreme nicht kennen und einen roten Hintern haben.

Ab morgen werden wir wahrscheinlich nicht mehr erreichbar sein.
Fahren fuer 3 Naechte in eine River Logde und im Anschluss Richtung Semporna schnorcheln.

Auferstanden wie der Phoenix aus der Asche.
Danke Veronika und Holm fuer eure Zeilen.

2.4.- 3.4.

Nach zaehen telefonischen Verhandlungen von Pierre war unsere 3 taegige Dschungeltour gebongt. Wurden frueh morgens in ein Taxi verfrachtet und zum Hafen in Sandakan gekutscht.
Das Hafengelaende bestand aus vielen zusammengefuegten Holzhuetten, welche bis in das Meer gebaut wurden. Also wir zarten Gestalten uns da durchgeschlaengelt und ab auf das 180 PS starke Speedboot. Und schon ging es mit Vollgas ab ueber das Meer und ungebremst in den Kinabatangan Fluss nach Sukau. Die Fahrzeit betrug 3,5 Stunden mit einer geilen einstuendigen Pause am Flussufer. Das erste mal eine kleine Wanderung durch den Regenwald auf befestigten Holzstegen gemacht.
Im Fluss ein Krokodil gesichtet. Die Haende blieben fortan im Bottich. Lieber ein mal feige sein, als ein ganzes Leben nicht pobeln koennen. Weiter gings zur Lodge. Da tauchte ein Schwarm Hornbills auf, der auch unseren Guide in Begeisterung versetzte. Diese Voegel kommen nur in Borneo vor und 24 Stueck auf einen Haufen – wow.

Am Abend gleich mit dem Boot einen Trip auf eine kleinen Seitenarm des Flusse unternommen. Hier krauchts und fleuchts uberall. Schlangen , Warane, Affen und Affen gesehen. Besonders ausgefallen waren die ebenfalls nur in Borneo beheimateten Nasenaffen.
Das Dinner war extravagant – wir mussten alle Roecke tragen. Pierre kariert und ich gebluemt – sahen aus wie 2 Lotusblueten.
Am Morgen noch vor dem Aufstehen ein kurzer Bootstrip. 5 Meter neben der Lodge hingen 2 Schlangen im Geaest. Bei Marion stieg der Blutdruck sprunghaft an, da diese direkt ueber ihr hingen. Nischt wie weg hier.

Nach dem Fruehstueck einen anspruchsvollen Spaziergang zum Stadtzentrum gemacht. Sukau besteht aus 3 Holzhuetten, 2 Hunden und einer Katze. Dem entsprechend war das Shoppingcenter aufgebaut. Holzhuette mit ein paar Konserven.
Am Abend ging es zu unserer letzten Bootstour im Regenwald. Da haben wir Affen gesehen, an welche ich mich immer frueh 07.15 Uhr erinnere – die heissen Ma-kaken.

4.4.-7.9

Sehr lange Fahrt mit einem schwer erkaempften Pickup Richtung Semporna am Meer gehabt.
Schnell noch eine Dönnerananas (Wortkreation von Pierre – läuft alles zu den Mundwinkeln raus) verschlungen und ab aufs Speedboot. Diesmal schlaffe 300 PS.
Und ab auf die Insel Pom Pom. Eine Traumwelt – die machen da das Meer tuerkisfarben fuer die Urlauber.
Sind 2 x mal mit auf andere Postkarten-Inseln genommen wurden. Eine Traumwelt – ich glaube ich werde Berufsurlauber.
Das Highlight ist das Schwimmen und Schnorchlen mit den Schildkroeten. Das Fotografieren unter Wasser ist nicht einfach. Da gibt es Wellen, die dies fast unmoeglich machen. Mein Salzbedarf ist fuer das ganze Jahr gedeckt.

7.9. Sind frueh sehr zeitig von Pom Pom mit dem Boot Richtung Festland aufgebrochen. War starker Wellengang auf dem Meer und sind glatschnass gestrandet. Schnell noch die offene Rechnung beglichen und ab mit dem Pickup Richtung Flughafen nach Tawau.
Etwas im Flieger abgenickt und in Kuala Lumpur gelandet. Hose war immer noch nass.
Eine Wahnsinns Stadt. Da ist die Skyline von Frankfurt ein Fliegenschiss. Unsere 2 Mitreisenden hatten uns hier mit einen super Hotelzimmer ueberascht. Es ist eine Suite von mindestens 100 Quatradtmetern. Alleine die Dusche hatte stolze 3 Quatratmeter. Nur die Kueche war etwas spartanisch eingerichtet – es gab nicht mal einen Geschirrspueler. Wir hatten auch den direkten Blick auf die Twin Towers. Die sehen vor allem Nachts gigantisch aus.
Sind vormittags auf den KL Tower rauf (natuerlich mit Lift). Bombenaussicht über die Stadt.
Die Einkaufzentren sind auch von anderen Ausmassen als bei uns (Gott sei Dank). Sind zur Zeit im Times Square Center. Das ist das einzige Einkaufcenter auf der Welt, wo innen eine Achterbahn faehrt.
In ca. 5 Stunden sitzen wir Richtung Frankfurt im Flieger.

Nachtrag

War ein herrlicher Urlaub, welcher vor allen von der Natur geprägt war. Borneo ist ein teures Pflaster – aber wie Heike immer sagt „was solls, man kommt hier nur einmal her“. Wir hoffen, dass das Land von den massiven Anbau der Ölpalmen wieder Abstand nimmt, da diese auch auf Kosten des Regenwaldes angebaut werden.
Orang Utan Hilfe – Bitte unterstützt uns!!!

Die Menschen waren alle sehr freundlich. Ausnahme war hier Semporna, da gibt
es es einige Philippiner, wo wir den Eindruck hatten das wir stören.

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