Bonjour France 2018

Endlich rückt die schönstes Zeit des Jahres wieder näher. Da sich Heike und Pierre letztes Jahr ganz gut benommen hatten (hoffentlich lesen Sie dies nicht), bleibt uns gar nichts anderes übrig als wieder gemeinsam einen hoffentlich schönen Urlaub zu verbringen. Len kommt ins Handgepäck und ab geht es.
Aber so einfach ist es nicht. Nach gefühlten 20 Stornierungen, doch noch die richtigen Hotels gefunden. Wir werden die Normandie und die Bretangne bereisen. Zum Abschluss genießen wir den Wein in und aus Bordeaux.

30.04.

Gestern Mail von Easyjet erhalten. Da wurde uns mitgeteilt, dass Abflug nicht von Schönefeld abgeht sondern von Tegel. Die haben je nicht alle Kekse in der Dose. Für uns war es eine logistische Meisterleistung, unsere 2 Autos und 2 Flughäfen zu händeln. Aber wie sage ich immer „es hat uns bei der Geburt keiner versprochen das unser Leben einfach wird“.

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Nun hat auch Pierre Vollzug gemeldet und unseren Mietwagen eingetütet.
Und es beginnt nun das quälende Warten auf unsere schönsten 14 Tage im Jahr.

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Island die rauhe Insel

Marion und Jens on Tour

Hallo an alle Urlaubsverrückten,

wir, Marion und Jens bieten euch hier einen kleinen Einblick auf unseren abgefahrenen Individualreisen. Es gibt da immer viel zu erzählen über besondere Erlebnisse, welche wir erlebten.

Habe soeben Luftsprünge gemacht, da ich dachte mein alter Blog ist verloren gegangen, was sich jedoch nicht bestätigte.

Also viel Spaß beim Lesen

Sardinien, das haben wir uns verdient!

15.04.2017

Zum Männertag sitzen wir, Heike, Pierre mit Klitze sowie Marion und ich im Flieger auf dem Weg übers Mittelmeer.

Das ko2mmende Wochenende hat  Marion wieder zum packen der Sachen vereinnahmt. Jedes Jahr das gleiche anstrengende Ritual. Dummerweise erlaubt die Airlines auch noch 23kg Gepäck. Da können die Mädels ja noch v i e l mehr unbenötigte Dinge mitnehmen.

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22.05.2017

Marion ist fertig mit dem packen ihrer Reiseutensilien und ich nicht. Aber auch das ist nichts neues. Werden am 25. Mai um 4.00 Uhr Gummi geben, um den Flughafen Tegel zu erreichen. Ich als Optimist gebe die Hoffnung nicht auf, daß ich die Fertigstellung des Airports Berlin/Schönefeld noch erlebe. Da würden sich die Anfahrtszeiten erheblich verkürzen. Der Mensch hofft solange er lebt.

25.05.2017

Das lief ja alles wie am Schnürchen.
Einen Lacher gab es auf den Parkplatz. Der Keeper des Platzes fragte Marion, ob sie Anwältin sei, da sie so aussehen würde. Er hat Post vom Familiengericht bekommen und versteht den Brief nicht. Marion ganz cool „Nein, aber ich kann mir den Brief ja mal anschauen“.
Was soll ich weiter Schreiben. Hat alles super geklappt. Nach dem Flug den Mietwagen gechartert und nach ca. 45 min in unserem Hotel gestrandet. Bei der Hinfahrt haben wir einige landschaftliche Ähnlichkeiten zu Korsika entdeckt. Nur eben alles etwas größer.
Also wie gesagt im Hotel angekommen und Len war eher im Pool, als das Auto hielt. Ihn kann man ganz schwer bändigen, wenn er Wasser sieht.
Das Objekt ist etwas oberhalb vom Mittelmeer und man kann da wunderbar den Sonnenuntergang geniessen.
Traditionsgemäß gehört es dazu, daß wir uns am ersten Abend ganz schnell in unsere 4m verkriechen, da wir ganz schön knülle sind.

26.05.2017

Den Tag haben wir mit einen entspannten Frühstück begonnen. Das heißt wir 4 waren entspannt, denn Len hatte schon wieder die Fährte zum Wasser aufgenommen. Nach 14 Tagen sind ihm wahrscheinlich Schwimmhäute gewachsen. Da waren wir als Kinder g a n z anders.
Nach Klitzes Reinigungsritual sind wir zu einem Leuchtturm im hohen Norden aufgebrochen. Leider stand dieser auf militärischem Sperrgebiet. Also weiter zum Strand, Sonne getankt und baden gegangen. Ja auch ich bekennender Warmduscher war in der Brühe drin. Temperaturen sollen sich um die 21 Grad bewegen.
Haben im Anschluss noch eine Fähre für unseren morgigen Tripp ausgekundschaftet, ein bissel den Ort durchforstet und einen Kaffee zu uns genommen.
Wir hatten uns entschieden heute Abend den Sonnenuntergang zu geniessen und dabei zu grillen.Der Einweggrill hatte es nicht gerafft, daß wir Hunger hatten und unsere Mägen bereits Ballett machten. Nach gefühlten 3h Stunden waren die Würschte fertig. Aber alles gut, denn wir müssen ja nicht arbeiten.

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27.05.2017

Nach einem gepflegtem und ausgiebigen Frühstück zur Insel Maddalena aufgebrochen. Dieses ist nur mit der Fähre möglich, also schifften wir ein. Ging alles raz faz und wir waren auf der kleinen Insel. Nach ein paar Irr- und Feldwegen, eine ganz kleine verlassene Bucht entdeckt. Wir uns naggsch gemacht und rein in die Brühe. Ich glaube kaum das wir in diesem Urlaub eine bessere Badestellen finden werden. Natürlich haben wir diese Gelegenheit gleich für unser Picknick genutzt. Bei Len entfachte in der Bucht der Jagdtrieb und er ging auf Fischfang. Ich habe die Fische nur müde Lächeln gesehen. So wird das nichts mit den Proteinen und Omega 3 Fettsäuren.
Da wir unsere Astralkörper vor der Sonneneinstrahlung etwas schützen mussten, sind wir mit dem Auto über einem Damm auf die nächste Insel gezogen. In einem herrlichen Pinienwald noch eine Trinkpause eingelegt und uns im Anschluss via Fähre Richtung Heimat bewegt.
Am Abend sind wir noch mal in ein Klasse Restaurant gezogen und haben uns kulinarisch verwöhnen lassen.

28.05.2017

Heute war nicht allzuviel passiert. Wollten nur einen „kleinen“ Ausflug machen, welcher dann 5h dauerte. Hatten uns 2 historische Altstädte angeschaut. Die letztere fand ich sehr interessant. Sie war durchsetzt von ganz engen Gassen in welchen kaum ein Lufthauch unsere zarten Körper erreichte. Auf gut Deutsch- die Luft stand und wir hangelten uns von Schatten zu Schatten. So nun Schluss mit der Kultur und ab ins Grüne. Unsere Mädels hatten einen Stausee auf der Karte gesichtet, welcher uns optimal für unser Dinner und einer Abkühlung erschien.
Auf dem Weg dahin sahen wir noch viele alten Korkeichen. Oben haben die noch ihre Rinde dran, aber unten wurden sie entblößt um letztendlich als Verschluss für unsere Weinflaschen zu enden.
Der Einstieg Richtung Stausse war nicht ganz einfach zu finden, aber irgendwie klappt es immer. Xavier Naidoo hat hier den Songtext „Dieser Weg“ geschrieben. Es ging auf der engen, unbefestigten und schmalen Piste ständig bergab. Uns graute etwas, wenn nämlich der Moment kommen sollte und wir den Weg zurück müssten. Um es vorwegzunehmen wir mussten nicht zurück. Das war die gute Nachricht. Die Schlechte – wir konnten nicht baden gehen, da alles abgesperrt war.
Sind deshalb zurück in unser Hotel und oxidierten da in der Sonne rum.

29.05.2017

Heute war wahrscheinlich der Tag mit dem höchsten Alkoholkonsum pro Kopf aller 4 Mitreisenden. Aber dazu später.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, schnappten wir uns unsere Koffer und machten uns auf dem Weg zu unserem 2. Hotel in der Mitte der Ostküste Sardiniens.
Die Route führte uns vorbei an der Ortschaft Posada. Dieses Kaff wurde vor langer Zeit mal auf einen Felsen errichtet. Da haben wir mal einen Halt eingelegt und einen Kaffee getrunken, sowie die herrliche Aussicht genossen.
Nach kurzer Weiterfahrt gelangten wir an die naturbelassenen Sandstrände. Marion und Heike wollten gleich raus und an den überfüllten Strand. Zum Glück hat sich Pierre „Der Herr des Autoschlüssels“, durchgesetzt und ist weitergefahren, und wirklich ein paar Kilometer weiter, gab es auch einsame Strände. Na das war doch mal eine Maßnahme. Feinste Sandstrände und türkis blaues Wasser. In dem direkt angrenzenden Pinienwald, haben wir etwas gemampft. Käse, Wurst, Brot, Tomaten und Gurken haben wir ja ständig mit. Das war ein echtes Highlight an diesem Tag.
Weiter geht es zu unserem heutigen Endziel. Die ständigen Streitereien mit Helga meinem Navi nerven etwas, da sie uns ständig auf die Autobahn ziehen will. Und wie bei Frauen so üblich, gewinnt sie den Kampf.
In Arbatax angekommen, suchten wir etwas verzweifelt unser Hotel. Vielleicht hätten wir die Suche lieber aufgeben sollen, denn die Unterkunft befindet sich direkt an einer stark befahrenen Straße gegenüber von einem Industriegebiet. Die ganzen positiven Bewertungen kamen von Bikern, welches das Hotel nur für eine Nacht nutzen. Die Stimmung sank auf Minus 5. Marion und Heike schmiedeten Pläne, wie wir aus dieser Kacke wieder rauskommen. Also haben wir uns dieses Quartier erst mal schön getrunken und die Mädels checkten andere Hotels, wo wir vielleicht unterkommen konnten. Musste dann aber bei der Suche Abbruch machen, da die Beiden durch erhöhtem Alkoholkonsum so langsam kommunktionsunfähig wurden.
Bin gespannt wie das Morgen ausgeht.

30.05.2017

Pierre hatte sich heute mächtig ins Zeug gelegt, um aus der Hotelnummer herauszukommen. Gelang leider nicht. Das heisst für uns „bloß von hier weg so weit wie möglich“
An der Küste gibt es Höhlen, welche nur vom Meer aus erreichbar sind. Dies war der Grund, warum Boote erfunden wurden. Wir also los und eins gechartert. Ein anderes Pärchen hatte sich uns noch angeschlossen. Pierre ans Lenkrad oder Steuer wie das heisst und ab. Da die Höhlen erst ab 15.00 Uhr wieder offen waren, erstmal versucht einen Strand zu erreichen. Es war ganz schöner Wellengang (die Mädels sprachen von gefühlten 2m) und eine Landung unmöglich. Das Boot drohte zu kentern. Nee das wird nüscht. Weiter hinten an einen etwas überfüllten und sehr heißem Strand gelang es uns endlich wieder festen Untergrund unter den Füßen zu spüren. Bei einer geschätzten Wassertemperatur von 22 Grad wir uns erst mal erfrischt und dann weiter mit dem Boot zu den Höhlen. Und …. diese schließen 15.00 Uhr. Sollten sich hier wirklich 4 Personen verhört haben? Wenigstens unsere Mitfahrerin Sandra war glücklich, denn sie hatte mehrere Delfine gesehen, was jedoch Schaumkronen waren. Kinder DROGEN sind auch keine Lösung.

31.05.2017

Dieser Tag gilt als der mit dem am wenigsten gefahren Kilometern. Das heißt aber nicht, das uns Langeweile quälte.
Unsere Mädels hatten irgendwo im Netz gelesen, daß es in der Nähe einen kleinen Wasserfall (Piscinfi) geben soll, welcher in einem Badegumpen endet. Der Weg dahin sollte angeblich den Adrenalinspiegel steigen lassen und uns den Angstschweiß auf die Stirn treiben. So schlimm war es nicht, zumal der Abhang nur auf der Fahrerseite war. Allerdings hatte es diese Schotterpiste in sich. Mussten auch eine ganze Weile suchen, da die bemalten, zur Orientierung dienenten Steine schon verblasst waren. Aber in Spuren lesen sind wir ganz stark. Winnetou wäre stolz auf uns gewesen. Also los ab ein kurzes Bad genommen und die Landschaft genossen. Machten uns im Anschluss auf den Weg zum Meer. Hee wieso saß ich jetzt am Abgrund?
Der Strandabschnitt war schön, lud aber auf Grund der Felsen nicht zum Baden ein, was Len aber nicht abhält trotzdem rein zu gehen. Wir nahmen an dieser Stelle ein kleinen Imbiss ein, fütterten Eidechsen mit Käse und suchten im Anschluss einen Sandstrand. War kein Problem, aber Leute der Wind war heute so gewaltig, daß ich schnell zum Friseur muss. Nach einigen weiteren Experimenten hatten wir ein Stück Strand mit einer Bar gefunden. Jetzt waren alle glücklich. Len wurde äußerlich gewaschen und wir innerlich gespült.

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Wir beiden Männer haben am Abend erst einmal unseren Proteinmangel mit einem gewaltigem Steak ausgeglichen. Hatten schon Mangelerscheinungen auf Grund der gesunden Ernährung.

Notiz am Rande: Hatte Len erzählt das die Mehrzahl von einem Kaktus die Kack Tussen sind. Er ist sehr schnell lernfähig.

01.06.2017

Kindertag – extra eine Maßnahme für Len geplant. Eine Tropfsteinhöhle zu besichtigen wäre genau das richtige. Aber vor Ort 3h Wartezeit im Hochland auf die nächste Führung. Das war uns doch zu fett. Len war mit dem Versprechen Baden gehen zu können schnell wieder in der richtigen Spur.
Also ab nach unten. Ich sah bei der Weiterfahrt am gegenüberliegendem Hang eine verfallene Stadt. Heike erinnerte sich davon gelesen zu haben. Es war der Ort Gairo, die Nekropolis Sardiniens. Der Ort fiel einem Hochwasser 1951 zum Opfer und wurde mehr oder weniger den Hang runter gespült. In dieser Geisterstadt legten wir einen ausgiebigen Fotostopp ein. Ist schon erstaunlich, was ein „paar“ Regentropfen so anstellen können.
Weiter geht es ab durch Mitte bis zum Meer. Da es früher Nachmittag war, machten sich unsere Bäuche bemerkbar. Also schnell unsere Leckereien ausgepackt. Auf einer vorhanden Sitzgelegeheit in einem Pinienwaldstreifen, wurden unsere Gewichtsprobleme gelöst. Ich hatte mir eine Bemme gemacht und leckeres Olivenöl drauf geträufelt. Das was genau der Moment, wo der Wind die Packen aufblies und mir die ganze Soße über mein Shirt pustete. Sah aus wie Ölscheich Mohammed bin Rashid. So beiläufig wurde mir mitgeteilt, daß wir im Anschluss nach dem Baden gleich Essen gehen wollten. Ich war satt.
Zum Glück war unsere Fahrgemeinschaft damit einverstanden, nach dem Baden und ein paar Drinks mit in die Stadt zu kommen, um unter anderem für mich ein neues ölfreies Shirt zu erstehen. Auf dem Weg dahin war Kindertag für unsere großen Kinder. Pierre und ich haben gesehen, wie etwas weiter vorn ein Gemüsefeld mit Wasser gesprengt wurde. Also dicht rangefahren und Fontainen für unser stark verschmutztes Auto kostenlos abgefangen. Dieses Spiel haben wir insgesamt 3x wiederholt. Wir haben uns wie kleine Kinder gefreut, als das Wasser gegen das Auto klatschte. Ja wir Männer sind eben einfach glücklich zu machen.
Ein T-Shirt haben wir ein in einem Billigladen bekommen. Stolze 7€ und Äpelstücken für das Teil ausgegeben. Aber Krawatten für das Dinner hatten sie nicht.

02.06.2017

Mal ein Tag fast ohne Ereignisse.
Pierre und Heike sind heute noch mal umgezogen in ein ruhigeres Zimmer mit rießig großem Balkon.
Bis zum frühen Nachmittag haben wir am Pool rumgetümpelt.
Im Anschluss sind wir zum Meer gefahren, was aber ein kleinwenig ein Reinfall war, da es regnete. Die Mitreisenden nutzten dies um gefühlte 3h in einem Schuhladen zu verbringen – gähn.
Bei Sonnenuntergang sind wir noch mal losgezogen zu den rote Felsen in unserem Ort, um ein paar Fotos zu machen. Sieht gut aus, wenn nur die Touris nicht wären die alles wegfotografieren und sich immer wieder rücksichtslos ins Bild drängelten.

03.05.2017

Abschied von der mittleren Ostküste Sardiniens genommen und ab in den Süden. Da wir zeitig dran waren, schnell noch einen Badestopp am Meer eingelegt.
Wie sind wir früher nur zurecht gekommen? Ohne Google Maps wäre die Suche zu unserem Hotel eine schwierige Angelegenheit geworden.

Von der Anlage haben wir einen bombastischen Blick auf die Küste und bis zum Meer sind es nur ca. 30 sec Fußweg. Das war das Positive, was wir 2 zu berichten haben. In dem Zimmer, welches uns zugewiesen wurde ist Kuscheln angesagt, um es mal optimitisch zu umschreiben. Ich glaube jeder Strafgefangene in Deutschland hat in seiner Zelle mehr Platz, als wir Beiden zusammen. Aber da wir uns tagsüber immer vom Acker machen, werden wir auch dies überleben. Alles was uns nicht umbringt, macht uns stärker.

Haben noch etwas am Pool rumgehangen und zum Abendessen den Grill angeworfen. Das Teil tat etwas lustlos vor sich hintümpeln. Kein Lufthauch und unser Gepuste trieb uns fast in die Ohnmacht. Pierre kam die zündente Idee, aus dem Auto den Kompressor zu holen. Damit lies sich die Glut wiederbeleben. Das Rindfleisch war auf Grund des Niedertemperaturgarens lecker.

04.06.2017

Marion und Heike haben heute unser Zimmer beim „Hotelchef“ moniert. Die Größe des Raums geht gar nicht. Er hat uns das Zimmer gezeigt, welches wir morgen beziehen können. Die Stimmung steigt, denn der Raum ist ein krasser Unterschied zum jetzigen.
Also gut gelaunt nach der Stadt Cagliari gemacht. Diese soll eine hübsche Altstadt haben, welche wir mit einem Minizug befahren können.
Denkste – wie in Leipzig wird wegen einer Randgruppe von Sportlern eine ganze Stadt gesperrt. Es war zum Kotz….. Haben das Auto außerhalb des Sperrbezirks abgestellt und sind losgehuft. Erster Anlaufpunkt war Sardienes größte Eisdiele. War wirklich lecker. Ganz oben auf dem Berg stand eine Kirche, welche wir bis spätestens 13.00 Uhr erreicht haben mussten. Der liebe Gott macht nämlich dann seine Siesta und das Ding wird geschlossen. Also mutierten wir zu Gipfelstürmern und „rannten“ rauf. Zwei Minuten vorher angekommen und das Teil ist bereits zu. Der Kerl da oben hatte Glück, denn es gab dringenden Klärungsbedarf. Aber wahrscheinlich bin ich ihm als bekennender Atheist ein Dorn im Auge.
Die Aussicht war auch nicht das was wir erwartet hatten. Also trollten wir so langsam wieder den Berg runter und machten mit unserem Auto so langsam ins Quartier zurück.
Waren noch etwas planschen im Pool und taten noch was für unsere dunkle Pigmentierung.

05.06.2017

Kaum munter sind wir raus zum Frühstück. Der Chef fing uns ab und teilte uns mit, das wir das Zimmer doch nicht bekommen könnten. Alternativ bot er uns eine größere, verkeimte und verrauchte Kaschemme an, welche er mit seinem Hund bewohnt. Der Kerl hat wohl nicht mehr alle Kekse in der Dose. Jetzt fange ich an, stinkig zu werden. Aber irgendwie sind wir machtlos und müssen die 3 Nächte überstehen.
Da das Wetter nicht so toll ist, sind wir in die Stadt gezogen. Angeblich wollten die Mädels die Stadt ansehen. Im Klartext heißt das, von Geschäft zu Geschäft ziehen um nach Brauchbaren Ausschau zu halten. Das hebt natürlich meine Stimmung gewaltig.
Auf der Suche nach Naturalien sind wir am Abend in einem sehr schönen Strandrestaurant gelandet.
Die letzten beiden Tage wird nicht viel mehr passieren. Werden wohl viel den Pool und das Meer zum Baden aufsuchen.

06.06.2017

Sind heute mal zu einem anderen Strand in unsrrem Ort aufgebrochen. Der war richtig schön. Allerdings habe ich davon am Anfang nicht viel mitbekommen. War eingeschlafen. Aber Marion sorgte mit Streicheleinheiten dafür, das ich nicht zu sehr wegtrete. Ich hätte sonst die Grenzwerte der Lärmschutzemissionsgesetze drastisch überschritten.
Gewaltig auf den Senkel gingen uns die Strandverkäufer. Die wollen über Hüte, Sonnenbrillen und Käse alles verkaufen. Ich hatte mich in meinem Ignoriermodus gebracht, aber den Mädels viel das schwer.
Im Hintergrund des Strandes dümpelten noch ein paar freilaufende Flamingos vor sich rum. Aber die aus der Nähe zu fotografieren gelang uns leider nicht.

Die restliche Zeit des Tages haben wir am Pool verbracht.

Noch 2 Dialoge, welche für gewaltige Lacher sorgten.

Ich saß mit Heike beim Frühstück als ich auf ihrem Essen ein Haar entdeckte. Natürlich informierte ich sie. Heike „Im besten Fall ist es ein Mutzel“, worauf ich antwortete „und im schlechtesten Fall?“. Heike sprang sofort an „sage nichts“

Gestern am Pool. Len taucht immer nach einer runden Kugel mit einem Band dran. Einer von uns fragt wo den das Teil sei. Marion „Das habe ich rausgeschissen“.
Aber Marion wäre nicht Marion, wenn sie noch einen nachlegt. „Das ist mir so rausgerutscht. Habe flach gelegen.

Trotz unserer Meckerein wegen der Unterkünfte, war es ein sehr schöner Urlaub. Sardinien glänzt mit seinen Sandstränden und dem teilweise türkisfarbenen Wasser.
Jetzt in der Vorsaison hat man noch genug Platz zum atmen. Die Menschenmassen zum Glück erst später.

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Fazit

Es war ein sehr schöner Urlaub mit vielen Höhepunkten und einigen Tiefe.
Besonders schön auf Sardinien sind die feinen Sandstrände mit dem teilweise türkisfarbenen Wasser.
Auf Grund der Mentalität der Menschen und der Ursprünglichkeit würde ich aber lieber Korsika den Vorzug geben.

Noch eine Episode am Rande – Pierre hatte vergessen sein teures Taschenmesser aus dem Handgepäck zu entfernen. Der Sicherheitscheck hatte aber nichts zu beanstanden. So viel zum Thema Sicherheit.

Azoren – wo das Wetter gemacht wird

Jo diesmal im Jahre 2016 Urlaub mitten im Sommer.
Muss auch mal sein.
Da könnten wir ja fast mit Handgepäck fliegen.
Haben lange rumgeeiert welche Inseln wir besuchen wollen,
da wir nur 2 Wochen Urlaub haben. Ein bisschen Erholung
soll ja da auch noch sein.
Sao Miguel und Pico heißen die zwei Auserwählten vom
Wasser umgebenen Teile.

Sao Miguel
Azoren

So 2 Wochen vor Start sind unsere Unterlagen eingetrudelt.Scheint alles
auf Zuruf zu funktionieren. Irgendwie kommt im Alter eine gewisse Gelassenheit.
In genau 14 Tagen, wird wie gewohnt Marion ihre einzigste Problemzone auf den Kopf stellen – den Wäscheschrank.
Ich werde da eventuell im See baden gehen, damit ich das „Elend“ nicht sehe.

12.08. Das baden muss ich mir, nach den Temperatursturz der letzen Tage, abschmicken. Bring noch meine „Hütte“ auf Vordermann, denn heute Abend trudelt Marion zum Stubendurchgang ein. Da muss die Wohnung gelüftet und gesäubert sein.

14.08

Pünktlich haben wir uns vom Acker gemacht und sind ohne Zwischenfälle in Frankfurt gestrandet. Schnell das Parkhaus aufgesucht und uns zum Flughafen kutschen lassen. Wir zwei saßen im Transporter vorn und Marion direkt neben dem Driver. Der Kunde gab in den Linkskurve extra Gas, damit Marion zu ihm flog. Nee, nee nicht mit mir. Ein paar Armmuskeln habe ich ja und sie saß da wie festgefroren.

Die portugiesische Airline hatte ein relativ gutes Platzangebot. Aber ohne Story sollte es wieder nicht abgehen. Der Steward servierte Kaffee und Milchpulver – dachte ich. Das Teil geöffnet und an der ganzen Rückenlehne lief die Milch herunter. Wir wollten schon Roland Kaiser anstimmen „und es geht schon wieder los“.

Das eingeben der portugiesischen Adressen ins Navi ist nicht ganz einfach, aber irgendwie sind wir doch gelandet.

Erster spontaner Eindruck bäh. Sah von weitem aus wie Betonbunker. Irrtum die Hütten waren alle mit Kork verkleidet. Und drinnen waren wir geflasht. Eine riesen goße Hütte mit 2 Schlafzimmern und zwei Bädern. Wem sollen wir denn hier noch einladen?  Und der Hammer auf dem Zimmer liegt noch ein Tablet zur freien Benutzung. Zusammenfassend kann man sagen Volltreffer.

Von Joana der jungen Dame am Empfang noch wertvolle Tipps erhalten.

Es ist jetzt fast 24 Uhr und wir werden so langsam in unsere 4m abtauchen.

15.08

Urlaub und wieder mal nicht ausgeschlafen. Unsere Köpfe begreifen nicht, dass wir noch 3h länger in der horizontalen verbringen könnten.

Mussten heute erst mal einen Supermarkt suchen, um ein paar Dinge des täglichen Bedarfs zu ordern. Es stellte sich heraus, dass dies zum Montag gar nicht so einfach ist, da fast alle Läden geschlossen hatten. Das war fast wie Monopoly – gehe zu Los über das Rotlichtviertel (ja das gibt es hier) drehe eine Ehrenrunde in einem leeren Parkhaus und erreiche dann das Center.

Am Nachmittag an der Nordküste lang gecruist. Ein Azorenhoch ist uns nicht begegnet, dafür aber ein Azorennebel. Lässt sich nicht ändern, denn es war trotzdem schön. Für den heutigen Lacher sorgte diesmal Marion. Sie sieht Kühe und sagt määääh. Gut das so etwas nicht nur mir passiert.

Den Pool habe ich auch ausprobiert. Ist mir aber 3 Grad zu kalt. Marion bat mich noch zu erwähnen, daß sie die 534976 Hortensien, welche am Wegerand rumlungerten, fantastisch findet.

16.08.

Man liegt früh im Bett und schaut durch das große Panoramafenster nach draußen  und sieht Nebel.

Nach einer kurzen Diskussion zwischen uns (ätsch ich habe gewonnen) sind wir zu der Insel Ilhéu de Vila Franca do Campo aufgebrochen. Nach kurzem hin und her einen Parkplatz gefunden und mit einem Kutter rüber geschippert. Das Teil ist schon beeindruckend und sieht wie ein mit Wasser gefüllter Vulkankrater aus. Es gibt viele Tagesausflügler, welche da baden gehen. An der Rückseite sind an manchen Tagen die Red Bull Kilppenspringer aktiv. Auf der Rückfahrt setzte ein Regen ein. Schnell eine Kneipe gesucht und da eine Stunde ausgeharrt. Es sollte aber nicht viel besser werden. Also weiter geht es. Jetzt stand Marions Programmpunkt an. Baden in den heißen Quellen. Aber bei der Fahrt lief uns höchstens ein kalter Schauer den Rücken runter. Ich wollte Marion schon vorneweg laufen lassen, da die Sicht z.w. gleich Null war. Sie sagte noch, hier gibt es überall schöne Pflanzen, wenn man sie sehen könnte. Also muss auch dieser Programmpunkt noch einmal wiederholt werden.

Im Quartier nach einer kurzen Pause noch einen Spaziergang am Strand gemacht. Es ist ein schwarzer Sandstrand  und es herrschte ein starker Wellengang. Ich hoffe, daß ein paar Fotos geworden sind.

Azoren
Azoren

17.08.

Marion hat sich heute morgen schick gemacht und die Haare geföhnt. Auf dem Weg zum Frühstück war sie wieder ein kleiner Lockenkopf. Es nieselt zart. Um es vorneweg zu nehmen, es sollte nicht so bleiben. Die Höchsttemperatur pegelte sich bei 35 Grad und einer extremen Luftfeuchtigkeit ein. Da staunt ihr wie fit wir sind. Wir machen das alles noch ohne Sauerstoffzelt.

Unsere Fahrt ging heute an der Nord- Ostküste lang. Einfach Wahnsinn, welche extreme Landschaften wir durchfuhren.  Es waren Berge mit ca. 20% Gefälle dabei. Unser Mietwagen ein Toyota Aygo mit überdimensionierten 65 PS war es selbst im 1. Gang manchmal zuviel. Man ist froh, wenn er es über den Berg geschafft hatte.

Bei der Vegetation hat man den Eindruck das die gesamte Fläche von 746,8 Quadratkilometern der Insel ein tropisches Gewächshaus ist. Mir haben es die Farne mit einer Höhe von 3-4m angetan, welche mir mächtig imponiert haben.

Als Höhepunkt war heute der Ort Furnas geplant, welcher mit seiner vulkanischen Aktivität glänzt. Sorry wahrscheinlich sind wir von unserem letzten Urlaub in Island etwas versaut worden. Und nur weil es ein bis zwei mal zischt und etwas Dampf aufsteigt, bleibt bei uns der Aha Effekt aus.

Nach einem kurzen Boxenstopp in unserem Quartier, sind wir am Abend noch einmal losgefahren um unsere Körper in einem Naturbad in den Bergen einer Reinigung zu unterziehen. Warm ist etwas anderes, aber es war schon ein geniales Bild in einem Naturbecken mit Wasserfall zu sein. Auf dem Heimweg, hatten wir festgestellt, daß das untere Becken noch von einer Heisswasserquelle gespeist wurde. Aber es gibt schlimmeres und vielleicht machen wir da noch mal hin.

Blütenpracht auf San Miguel
Blütenpracht auf San Miguel

18.08.

Vorne hui hinten pfui. Ich meine dies wettertechnisch gesehen. Und nach hinten in den Westen wollen wir heute. Mein 2 beiniger Navigator hat unheimlich viele Programmpunkte zusammen gestellt.

Also doch erst mal nach vorn gefahren und unsere kleine Stadt besichtigt und einen kleinen Einkauf erledigt. Oben am Stadtende gab es noch einen Aussichtspunkt. Wie an jeden Ausguck sind mehrere gemauerte Grills vorhanden. Die Insulaner nutzen jede Möglichkeit für ein Picknick. Und das wird groß zelebriert. Mit Tischdecke und ganzer Familie.

Nach dem Sonne tanken sind wir in in unsere Unterkunft zurück und haben auf schönes Wetter in der anderen Richtung gewartet.

Gegen 14.00 Uhr konnten wir die Berge etwas erkennen und sind los gezogen um Marions to-do-Liste abzuarbeiten. Bin aber froh, dass sie sich so dahinter klemmt. Na wir haben eben alle unsere Aufgaben. Ich bin für den lahmarschigen Toyota Aygo zuständig und schieben ihn über die  Berge. Marion hat schon blaue Flecken am Oberschenkel, da ich den Rückwärtsgang mit etwas Gewalt rein hämmern muss und ich unwillkürlich in dieser geräumigen Luxuskarosse gegen ihre Extremitäten knalle.

In den Bergen war der Nebel noch präsent. Es war eine etwas mystische Stimmung. Und jetzt erschien aus den Nebelschwaden ein Aquadukt aus dem 16. Jahrhundert. Endlich konnte sich mein Fotoapparat mal so richtig austoben.

Ein paar Kilometer weiter war ein riesiger Park zu besichtigen. Sind die ca. 1,5 Kilometer mit dem Auto durch die Anlage gefahren und dann noch zu einem See gelaufen. Einfach gigantisch diese Vegetation und auf Grund des Nebels kommt man sich wie in einem subtropischen Nebelwald vor. Man könnte meinen, wir sehen die hängenden Gärten aus dem Film Avatar. Das schlimme ist, dass sich beim fotografieren, die blühenden Pflanzenteile immer vor die Linse drängeln.

Fünf Minuten weiter erlangten wir, den von unserer Empfangsdame  vorgeschlagenen King Viewing. Dieser königliche Blick auf den grünen und den blauen See war aber etwas getrübt.

Am Meer schien wieder die Sonne. Dort gab es noch ein Warmwasser Becken, welches mit heißem Wasser aus dem Boden gespeist wird. Das Bad selber war nichts besonderes, aber die Landschaft war gezeichnet von vulkanischen Aktivität.

19.08.

Sitze seit halb 6 auf der Terrasse und vervollständige den Blog. Etwas ungewohnt ist hier, dass die Dämmerung erst gegen 6.30 Uhr einsetzt. Das einzig wahrnehmbare sind die an das Ufer klatschenden Wellen.

Am Vormittag sind wir noch einmal in Richtung Berge gefahren, weil wir am Montag ja gar nüscht gesehen hatten. Wieder einmal wild abgebogen und in ein Tal gefahren. Unterwegs habe ich Marion aus dem Auto „werfen“ müssen, da dies auf Grund der Bodenwellen schon leicht aufsaß.  Am Ende dieser Fahrt erreichten wir nach 20 Sekunden schweißtreibenden Fußmarsches ein kleinen aber sehr schönen Wasserfall. Am schönsten war,  daß es keine weiteren Touris da gab. Nach kurzem verschnaufen ging es wieder Return und dann Richtung Berge. Fast ganz oben auf einmal Massen von Autos. Schwein gehabt und eine Lücke für unsere große Limosine gefunden. Unsere Augen erblickten in gewaltiger Kulisse den See Lago de Fogo, der mal klar erkennbar war und dann wieder zeitweise im Nebel verschwand. Bin froh, daß wir zum fotografieren keine Filme mehr kaufen müssen. Ich wäre arm geworden.

Ok, weiter geht es in die Hauptstadt Ponta Delgada, um uns noch einen botanischen Garten rein zuziehen. Am Eingang wollten die meinen Ausweis sehen – es war der Präsidenten Palast. Auf meine Frage, ob ich meine Waffen mit reinnehmen kann, kam erst ein verblüffter Blick und dann Gelächter. Warum nimmt mich niemand ernst?  Die Anlage selbst war aber der Oberhammer .  Ein uralter Baumbestand  zierte das Anwesen.  Drei Filme später sind wir unsere Unterkunft zurück.

20.08.

Die Äuglein geöffnet und Sonne satt in alle Richtungen. Warum nicht gleich so? Beim Frühstück eine Frau aus unsrrem Quartier wieder grinsend getroffen. Und was macht Marion, sie stimmt an „und das ist die, die immer lacht“. Mussten uns erst einmal alle Fünf geben.

Den Park Terra Nostra hatten wir heute im Visier. Dieser Park liegt in einem Hochtemperaturgebiet und da soll sich das größte Thermalbecken der Welt befinden. Der Park selber war riesig. Wenn man sich da die Wege wegdenkt, die Menschen ausblendet und Tiergeräusche dazu addiert, ist man im tropischen Regenwald. Im großem Thermalbecken waren kaum Menschen drin, denn der Planet brannte brutal. Im kleinen Becken dagegen, von Bäumen geschützt, saß man fast übereinander. Da wir aber in die Brühe nicht springen wollten, war uns das Wurst.

Am Nachmittag die ersten Vorbereitungen für unseren morgigen Abgang getroffen und den Abend mit einem kleinen Strandspaziergang ausklingen lassen. Hatten da noch ein paar Wahnsinnigen beim Wellenreiten zugesehen.

21.08.

Es ist jetzt 9.00 Uhr und versuche zu chillen. Geht aber ganz schlecht, da wir mittag hier raus sein müssen und Marion jetzt schon Koffer packt. Sie hat nicht realisiert das sie nur einen hat und die paar Klamotten eins drei fix da hinein gebeamt sind. Also im Klarttext – ich mache Urlaub und Marion packt ihre Tasche.

Um12.00 Uhr raus aus dem Zimmer und da wir noch knapp 4h Zeit haben, mit dem Auto noch eine Runde gedreht. Upps da sind wir doch direkt in einer Slums gelandet. Marion bekommt Panik und ich bleibe ganz ruhig in unserem Luxusschlitten. Sind dann langsam über die Insel in die Hauptstadt Ponta Delgada gefahren unser Mittagsmal auf einer Kaimauer eingenommen und dann zum Flughafen gefahren. Die Autoabgabe war ein Lacher. Die Typen sind total relaxt und machen eine sehr legere Abnahme.

Jetzt wurde es interessant. Wir als erste eingecheckt und durch die Kontrolle. Marion war mit der geschmuggelten Flasche Wasser aufgeflogen. Natürlich musste ich sie vorwurfsvoll anblicken und mit den Kopf schütteln. Nützt nichts, habe schnell noch aus der Flasche einen halben Liter reingelassen. Aber mehr ging nicht. Im Transitraum war es Temperaturmäßig kaum auszuhalten. Wir in ein Geschäft mit Damenmode und Klimaanlage. Ich mich interressiert vor den Damenschuhen aufgebaut. Musste ja so tun als ob um in den Genuss von niedrigen Temperaturen zu kommen. Da kommt doch nicht etwa die Verkäuferin auf mich zu und fragt ob sie mir helfen kann. Ich ganz frech zeige auf ein paar Damenschuhe und frage sie, ob die auch in meiner Größe zu haben sind. Der Guten klappte die Kinnlade runter.

Unser Flugzeug rollt vor – eine Q400 von Bombardier. Ich vermute mal das es sich um einen Clone der IL18 handelt. Leute hier stellt sich ein längst vergessenes Fluggefühl wieder ein. Klimaanlage ist Fehlanzeige. Temperatur innen geschätzte 27 Grad. Kinder werden unruhig und Kleinkinder schreien. Aus den Luftdüsen kommt nur ein lauwarmer Pups. Der Flieger fängt an zu beschleunigen. Die Geräusche sind brutal.  Ich dachte am Anfang hinter mir schreit der Muzin zum Abendgebet. In der Luft hat man manchmal das Gefühl, der Probeller setzt aus. Und die Landung war eine üble Geschichte. Kurz über den Boden gab es Scherwinde, welche das Flugzeug seitlich wegtrieben. Alles gut gegangen, aber nächste Woche haben wir ja den selben Weg zurück.

Bei der Amietung unseres KFZ’s gab es ernsthafte Probleme. Ich hatte irgendwie einen Namensvetter, welchem sie unsere Karre vermacht hatten. Ein langes hin und her. Sie hatten auf einmal einen Peugot für uns. Wir verließen als allerletzte das Flughafengebäude und nichts wie fort.

Unser Appartement befindet sich 30km weiter, auf der anderen Seite der Insel. Also nichts wie hin. Am Wege lag noch ein Vulkan. Man war der groß und hoch. Unsere einstimmige Meinung – die Besteigung lassen wir ausfallen. Unsere Hütte liegt in einer tollen Anlage und ist sehr geräumig. Das waren die guten Sachen. Eine viertel Stunde nach der Klimaanlage gefahndet und nichts gefunden. Da das Fenster nur ein Spalt aufgeht, steht drinnen die Luft. Haben unseren Frust, auf der Terasse, schnell mit einem gewaltigem Wiskey runtergespült. Wir hören Geräusche. Und dachten zuerst es sind Kindergeräusche. Als die Geräusche von mehreren Seiten kommen, dämmert es uns. Es sind Tiere und ihre Laute “ Aue, Aue, Auaaa, ….“ können wir nicht zuordnen.

Habe Marion schon angedeutet das ich eventuell auf der Terasse schlafe. Marion „wenn dir aber was passiert?“. Meine Antwort „ich rufe dann Aue, Aue, Auaaa“. Langeweile ist was anderes oder?

Wer sich das Geschrei mal anhören will, hier der Link http://www.andreas-stieglitz.de/Cagarro.mp3

22.08.

Um 4.00 Uhr morgens ist für mich die Nacht zu Ende. Die stickige Luft im Raum macht mich fertig. Sitze draußen auf der Terrasse und höre das selbe Geschrei der Tiere von gestern Abend wieder. Vorhin erfahren, daß es Seevögel sind, welche die Kindergeräusche fabrizieren.

Der Tag heute verlief relativ ereignislos. Habe unsere riesige  Anlage erkundet. Das riesig bezieht sich nur auf die Grundfläche. Es stehen hier nur ein paar Hütten zwischen Bäumen, Vulkangestein und Meer. Zum Pool sind es geschätzte 5 Minuten Fußmarsch. Kurz gesagt es ist ein Anlage zum verlieben.

Haben heute nur die Gegend etwas erkundet und ein paar Grundnahrungsmittel erstanden. Am Meer haben wir zwischen Weinfeldern gepicknickt. Die Weinfelder sind kleinste mit Vulkangestein umhäufte Parzellen, wo der Wein achtlos auf dem Boden rum lungert.

Den Abend haben wir mit Ulrike (haben wir im alten Quartier schon gesehen und hier wieder getroffen) mit einem Fläschel Wein ausklingen lassen.

23.08.

Der erste Tag wo wir früh sehr zeitig raus mussten. Wir wollten uns heute die fetten Wale und Delfine anschauen.

Nach einer kleinen Einweisung ging es auf ein Schlauchboot, welche das der Landungstruppen bei der Army ähnelt. So jetzt 4h Luft und sonstiges anhalten, denn eine Toilette gibt es nicht. Hatte mir im Island Urlaub vorgenommen, den Fotoapparat nicht mehr auf so eine Tour mitzunehmen. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Also doch wieder fotografiert. Die Ablichtung dieser unberechenbaren, unsichtbaren und unruhige Tiere ist eine echte Herausforderung und in einem Kahn voller Touris eigentlich unmöglich. Haben sehr viele Delfine und Wale gesehen.

Von unserem Guide noch einen sehr guten Tipp für ein Restaurant bekommen. Was einfach mal wieder richtig leggggor war.

Nun sollten wir in einer Höhle, dem Vulkan Picco auf den Grund gehen. Gestern hatte ich mich noch telefonisch angemeldet und heute wussten die Jungs von nichts. Da sind wir eben in unserem klimatisierten Auto um den Vulkan gefahren und es war auch schön.

Unsere Innenjauloise klappern Nachts durch den Wind wie Hanne. Jetzt kam das Improvisationstalent eines Ossis durch. Habe Marion dazu verdonnert einen Kaugummi weich zu kauen und dieser wurde an den Enden der Jalousie gepappt. Das Ergebnis sind ruhige Nächte.

Delfin
Delfin

24.08.

Gegen 10.00 Uhr sind wir heute ganz gemächlich an die Ostküste kutschiert. In einem kleinen Ort ein Naturbad an der Küste entdeckt. Und hier muß ich den Portugiesen mal ein großes Lob aussprechen. Freier Eintritt, mit Sonnenliegen, Dusch- und Umkleideraum ausgestattet. Im Naturbad ist das Wasser nicht wesentlich wärmer als im Ozean, da es von ihm gespeist wird. Aber absolut geschützt durch Wellen. Mir war es zu kalt, aber Marion hat es ausprobiert und war begeistert.

Wo ist nur die kleine Straße, auf welche mich Marion locken wollte. Ziemlich spät diese endeckt und hoch ging es in die Berge. In über tausend Meter Höhe fiel die Temperatur auf 15 Grad ab. Trotzdem eine fantastische Landschaft. Also erst mal anhalten und fotografieren. Nach ein paar Bildern bemerkte ich einen angenehmen weichen Untergrund. Da hatte irgendwer einen Kuhflaten in die schöne Landschaft gesetzt. Marion hatte natürlich nichts besseres zu tun als das Flachrelief fotografisch festzuhalten. So eine Scheiße aber auch.

Weiter ging es an vielen Bullen (es sind Kühe gemeint) und Kraterseen vorbei. Mit Baden war aber nichts zu machen, denn sie waren zu weit unten oder die Rindviecher beanspruchten das Territorium. War trotzdem ein toller Tag mit sehr vielen visuellen Eindrücken.

25.06.

Nach einem spätem Frühstück, sahen wir den Vulkan Pico einmal ohne Wolken. Nun aber schnell in die Loipe mit unserem Auto, damit wir das Ding wenigstens mal ablichten können. Hat auch geklappt, bis ich bemerkte das meine Objektiv nicht ganz clean war. Marions Worte „Haben wir jetzt etwa schmutzige Bilder?“. Also wieder etwas zum abfeiern gehabt. Zum Glück kann sie mitlachen. Jetzt fehlten nur noch ein paar unbefahrene Meter auf dieser Insel. Im Osten gab es laut Reiseführer ( Marion und ihr Buch) noch eine Felsenformation im Meer, welche von einem Hundekopf (sah eher aus wie Friedrich der 1.) bewacht wird. Das Wasser schlängelt sich mit Getöse durch das Labyrint. War einfach sehr schön.

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Nachdem wir ein leckeres Essen eingenommen hatten, ging es wieder mal in einen Park. Wie gehabt durch diesen durchgefahren. Am untersten Punkt sind wir auch mal ausgestiegen um ein paar Meter zu laufen. Da geht es durch einen kleinwüchsigen Miniwald, von Steinmauern umgrenzt bis zum Meer. War sehr schön, hatten jedoch die Wanderschuhe im Auto liegen lassen. Zum Glück war es nicht zu weit.

Auch dieser letzte Tag auf Pico war wieder sehr erlebnisreich.

26.08.

Es ist Zeit von drr Insel Pico Abeschied zu nehmen. Bis mittags noch im Zimmer alle Vorbereitungen getroffen und ausgecheckt. Da wir noch viel Zeit hatten, haben wir uns in der Hotelanlage auf dem Sonnendeck oberhalb vom Meer niedergelassen. Es war einfach traumhaft entspannend, bis beim Mittagessen ein Anruf von unserem Reiseunternehmen kam. Flug wurde um drei Stunden nach hinten verschoben. Habe der Mutti vom Reisebüro mehrmals gesagt, das aber das Auto 17.00 Uhr (Fug ging ja jetzt um 22.00 Uhr) unbedingt abgegeben werden muss, das es sofort einen Nachfolger gibt. Nein, Nein das klappt schon war die Ahtwort. Eine Stunde später erneuter Anruf mit der Aussage ich hatte recht. Nun sollten wir das Auto um diese Zeit in einer anderen Stadt abgeben und da die restliche Zeit verbringen. Diese Option war wesentlich besser, denn 5 h am Airport zu verbringen ist trostlos.

Also wir uns zum Treffpunkt abgesetzt und kein ‚Schwein‘ da. Wieder telefoniert und da wurde uns mitgeteilt, dass die Autovermietung in der Nähe der Kirche ist. Mir wieder eine kleine Stadtrundfahrt hingelegt und glücklerweise hat Marion diese dann auch in einer kleinen Seitengasse entdeckt. Gepäck umgeladen, Zeitpunkt ausgemacht und dann nichts wie weg zu einer Strandmauer in der Stadt und da noch etwas relaxt.

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Nach reichlich 2h sind wir dann zu unserem Treffpunkt gepilgert. Es sollte auch fast pünktlich losgehen, aber noch 2 Mitreisende hatten sich um 20min verspätet. Es stellte sich heraus, das es nach Schweiß muchtende Deutsche waren. Hatten den Kanal voll. Die Trulla von die Autovermietung ist mit Vollgas zum Flughafen gedüst.

Nach einer weiteren Verspätung vom Flieger sind wir Mitternacht im Hotel gelandet. Schnell noch einen Absacker in der Bar nebenan getrunken und dann ins Koma verfallen.

27.08.

Dies ist nun der letzte Tag auf der Insel.

Unser Hotel liegt direkt in der Altstadt von Ponta Delgade und wäre alles Fußläufig erreichbar, wenn es nicht zu heiß wär. Machen immer nur kurze Abstecher in die City, um dann wieder auf das Zimmer zurück zukehren. Da wir die Die Klimaanlage stromtechnisch ausgetrickst haben, herrschen im Zimmer angenehme Temperaturen. Vorhin haben wir uns im Hafen noch mal gesonnt und einen Espresso getrunken.

Fazit: Unser Reiseveranstalter war Picotours. Hat eigentlich alles geklappt, außer den 2 Pannen mit Mietwagen und Abflug von Pico, was ihnen aber nicht anzulasten ist. Wer auf den Azoren mehr als 2 Inseln in 14 Tagen besuchen will, setzt sich unnötigen Streß aus und sieht nicht alles. Bin froh das Marion, dies so gewollt hatte.

Die Preise auf den Azoren liegen ca. 1/4 (außer Ponta Dekgada der Hauptstadt) unter dem von old Germany. Das beste Essen was wir hatten kostete 15€, 2 doppelte Espresso bekommt man für 2,80€ und in einer kleinen Stadt kostete eine große Portion Softeis 1€. Das Preisniveau in den Supermärkten ist ähnlich. Sao Miguel ist ein optimales Auswanderungsland für Rentner, welche die Natur geniessen wollen und auf Kultur verzichten können und nicht an Rheuma leiden.

Was wir komisch fanden ist, dass die Frauen hier in großer Anzahl und egal welchen Alters die mit Glitzer besetzten Zahnspangen tragen. Ist wahrscheinlich eine Modeerscheinung. Der Fitnesswahn hat die Inseln nicht erreicht. Wir schätzen mal das ca. 80% der Frauen stark übergewichtig sind. Und erstaunlich ist, daß auch die alten dicken Frauen noch leben.

Sögueyjan Ísland – Sagenhaftes Island

Mitte Juni geht es zum Winterurlaub nach Island.
Durchschnittstemperaturen im Sommer um die 13 Grad. Haben deshalb schon 20kg Übergepäck für unsere warmen Klamotten angemeldet.
Ich hoffe das wir bei der Fahrt in keinem Gletscher oder Vulkan stecken bleiben, und wir einen ganz erholsamen
Urlaub haben.

Karte

Zwei Wochen vor Abflug werden wir langsam hippelig. Alle Dokumente sind da und wir hängen im Feintuning unserer Reise.
Haben festgestellt das wir direkt zur Sonnenwende, in Skandinavien Midsommer genannt, abfliegen. Mal sehen was in Reykjavik da so abgeht.

14.06.

Da Marion kommende Woche keine Zeit hat zu packen, hat sie heute angefangen die Taschen zu füllen.
Nach einer halben Stunde zusehen habe ich vor Lachen Krämpfe bekommen.

Wie packt Frau:

Sie räumt ihren kompletten Kleiderschrank leer. Dann wird jedes ordentlich zusammen gelegtes Wäschestück entfaltet und festgelegt ob es passt oder die farbliche Zuordnung zu den anderen Klamotten harmonieren.
Danach werden die anderen 80% der nicht benötigten Kleidung wieder zusammen gelegt und im Schrank untergebracht.

So packt Mann:

Kleiderschrank öffnen und den Koffer davor stellen. Jetzt wird der Schrank um 45 Grad angekippt und die Klamotten fallen in die Tasche.
Habe für das packen meiner Reisetasche 12,5 min veranschlagt. Das nenne ich effektiv. Brauche auch nichts zurück räumen, da mein Kleiderschrank nach dieser Aktion leer ist.

War vielleicht ein klein wenig übertrieben, aber die 12,5min stehen.

Hatte noch ein Grillrost geordert, damit wir in der Pampa uns etwas zubereiten können.
Das Teil kam auch, a b e r es war zu groß. Habe dem Ding erst mal mit der Eisensäge zu Leibe Rücken müssen, damit es in meiner Tasche Platz hat.
Ist das alles uffreschend.

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20.06.

Nach einem etwas verwürschtem Start sind wir doch noch rechtzeitg am Flughafen Berlin SFX eingetrudelt.
Jetzt ging das Abenteuer erst richtig los. Brauchten 1,5h zum einchecken mit Sicherheitskontrolle. Und dann hat noch der Flieger reichlich Verspätung.
Die wollten dies aber wieder gut machen. Zu erst gab es ein Adventure auf einem alten Feldflughafen (als was anderes kann man den Airport Schönefeld nicht mehr bezeichnen) übelster Holberpiste und dann entschied sich die Crew noch eine 10min Sightseeing Tour über die Baustelle vom neuen Flughafen zu machen bevor der Vogel ab hob.

In Reikjavik leicht entnervt angekommen, ging Marion in den Duty Free und probierte die Weine aus. Sie waren scheinbar nicht schlecht, denn sie kam grinsend wieder.
Nun aber los und ab zu Hertz unseren Autovermieter. Die haben uns tatsächlich so einen Riesenklopper (Land Rover Defender) hingestellt.
Das ist Technik der 80er Jahre. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, rollte das Ding vom Hof.
Auf dem Weg in die Landeshauptstadt noch schnell in einen Bonus Markt (der Aldi Islands) gemacht und uns erst mal mit dem wichtigsten eingedeckt.
Die Lage von unserem Hotel ist in der Altstadt.
Sind da mal durch die Gassen gestromert – na ja wegen der Stadt braucht man nicht da hin zu fahren.
Die Kneipen sind am Sonnabend richtig voll und wenig später wahrscheinlich auch die Isländer.
Es ist jetzt 22.00 Uhr Ortszeit und noch taghell. Marion war fertig und ist bereits in ein Koma gefallen.

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21.06.

Die Nacht war durchweg hell und relativ kurz. Vielleicht haben wir die 2h Zeitumstellung noch nicht richtig verarbeitet.
Waren zeitig frühstücken.
Ja manche machen an der Ostsee Urlaub, aber bei uns scheint die Sonne.

Da wir die Westküste nicht entlangfahren würden, sind wir diese heute ein Stück gefahren, und haben einen Fjord umrundet.
Auf dem Weg dahin ein blaues Schild mit einer Kamera gesehen.
Wir haben deshalb Ausschau nach einen Aussichtspunkt gehalten.
Die Kamera war schon am Straßenrand positioniert. Hier sollten wir fotografiert werden.
Man hat auch den Eindruck, daß es in Reykjavik mehr Blitzer als Autos gibt.
Bei der Rückfahrt einen ca. 6 km langen Tunnel durchfahren und dabei wieder 3 Blitzer erfolgreich passiert.
Als schön langsam und unter Beachtung der roten Ampeln zurück nach Reikjavik.
Kleinen Boxenstop in einer Kneipe eingelegt und weiter ging es Richtung Inlandflughafen. Gleich dahinter ist ein Sandstrand. Wassertemperatur 19 Grad. Da staunt ihr was? Ja das Meer wird da mit warmen Wasser von einem Kraftwerk gespeist. Trotzdem gibt es da welche, die ca. 100m daneben baden.
Glaubt mir wie kalt es da ist, wollt ihr gar nicht wissen.
Wir hatten uns da bei ca. 18 Grad (natürlich Lufttemperatur) gesonnt und braune Pigmente gehascht).
Natürlich auch eine kulturelle Einlage – die Hallgrimskirkja Kirche.
Ein sehr schöner Bau, welcher 1986 fertiggestellt wurde. Von vorn eine Kirche und von hinten eine Moschee.
So ganz langsam kam der kleine Hunger. Unser Futter hatten wir ja dabei. Marion sagte, dass es am Meer noch eine Vogelstation gebe und wir da unser Picknick veranstalten können. Die Vögel haben wir nicht gesehen, aber einen Schrottkünstler gefunden, der sehr skurrile Kunstwerke aus alten rostigen Metall fabrizierte. War nicht schlecht und unserem Essen war es auch egal, wo wir es vertilgten.

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22.06.

In Island gibt es Typen, welche ein Loch in die Erde hacken bis heißes Wasser kommt und die dies in das Leitungsnetz einspeisen.
Man erkennt das am tollen Geruch des H2S ( Schwefelwasserstoff). Habe den Eindruck, daß meine Haarpracht nach dem Duschen nach faulen Eiern muchtet.

So nun ab in den Süden, der Sonne hinterher.
Die ersten 2h Fahrt dichter Nebel und links wie rechts nur Steine.
Hätte aus einer Verfilmung von Edgar Wallace stammen können. Echt gruselig die Szenerie.
Endlich kamen die erste vier Fälle Dativ, Akkusat…. Quatsch natürlich sind Wasserfälle gemeint, welcher alle in einer Reihe von oben herab plätschern. Der Große wird Seljalandsfoss genannt. Bei diesen kann man dahinter durchlaufen. War eine feuchte Angelegenheit. Fast noch schöner ist der letzte in dieser Reihe. Der Fall kommt in einem Felspalt herunter, in welchen man hinein laufen kann – spektakulär. Wenn nur die Massen von Touris nicht wären.
Nichts wie weg.
Haben uns mit unserem Auto an den südlichen Zipfel Kutschen lassen und sind dann zum Leuchturm hoch mit Blick auf Dyrholaey (ein Felsen mit großem Loch). Genialer Ausblick und jetzt Sonnenschein. Konnten einen Papageientaucher aus nächster Nähe ablichten. Das sind schon imposante Tierchen. Die soll es auch in Restaurants im gebratenen Zustand geben.
Hier oben ließ sich ein Hochzeitspaar trauen – die Braut im schönen Kleid und Gummistiefeln, wahrscheinlich deshalb, damit sie den Mann nicht wegrennen kann.
Es wurde so langsam Zeit für die Rückfahrt. Im Ort Skogar ist ein traditionelles Dorf, wo sich Torfhäuser befinden, die wir besichtigt haben.
Gleich daneben den Wasserfall Skorgarfoss noch angesehen, der aus 60m der Erde entgegen prallt.
Es wird schwer werden bei den ganzen Wassermassen, am Ende des Urlaubs noch zu sagen, welcher Wasserfall der schönste war.
Jetzt aber Schluss, schnell noch tanken und ab in das neue Quartier in der Nähe von Hella. Schnell eingecheckt und uns einen Grillplatz am Flussufer gesichert. Gab leckeren Lachs und deutsche Bratwürste.
Alt werde ich heute nicht mehr. Muss in meine 2 Meter.

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23.06.

Den Tag müssen wir in die Tonne klopfen und ganz schnell vergessen.

Das Abenteuer sollte heute so richtig los gehen. Es standen mehrere Flussüberquerungen mit unserem Defender an.
Zum Glück sind wir Frühaufsteher und können den Tag voll nutzen.
Also los geht’s. Nach einer ganzen Weile Fahrt sind wir auf eine Schotterpiste abgebogen. Nach 10 km war die Strecke mit einer Kette gesperrt. Na Prima. Es gab noch eine alternative Route, welche nicht so spannend, aber dafür länger und asphaltiert war. Was solls es gibt schlimmeres.
Dies sollte sich nach weiteren 50 km zeigen, denn auch diese Strecke war gesperrt. Da es keine Alternativrouten gab, mussten wir ca. 250 km zu unseren Startpunkt am Morgen zurück. Man haben wir gebröckelt.
Marion stierte auf die Karte und ich fuhr stumpfsinnig zurück. Mitten auf der Fahrt erspähte ich aus den Augenwinkeln ein kleines Schild mit der Aufschrift Hjaparfoss Wasserfall. Ich gebremst, den Rallye Gang ( der Gang mit dem R) eingelegt und da abgebogen und nach wenigen Metern dieses sehr schöne Teil erreicht.

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Und das positive an der Sache, es waren ganz wenig Touristen, sowie keine Busse da. Einen besseren Platz für unser Grillerchen würden wir nicht finden. Schnell die Kohle entflammt und los ging es.

Wir sind dann zu unserem Endziel Hungkubakkar aufgebrochen. Zwischen drin an einem schwarzen Strand haltgemacht. Sah aus wie bei uns der Matsch, aber es war Sand.

In unserer Hütte wurden dann noch die kommenden 2 Tage vorgeplant.

Abwarten ob wir wieder so ein „Glück“ wie heute haben.

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24.06.

Von dem Herren an der Rezeption einen Tipp erhalten – wir sollten uns doch den Canyon 2km von der Unterkunft entfernt ansehen. Und der Tipp war absolute Spitze. Eine traumhafte Landschaft in welcher ein paar Typen campten. Ich glaube aus dem Alter sind wir raus. Der Gedanke bei vielleicht 4 Grad Nachts in so einem Leinwandgebilde zu übernachten, lässt mir das Blut in den Adern gefieren.
Schnell weg hier.
Ab geht es heute schon in Richtung Osten.
Wir sehen eine ständig abwechselnde Landschaft. Erst flaches Grasland, breite Flusstäler, Flachland mit Moos überwachsenen Steinen und dann noch Berge sowie Gletscher.
Danach beginnt das Spiel von vorn.
Marion hatte vorgeschlagen, den schwarzen Wasserfall den Svartifoss zu besuchen. Lief alles problemlos ab. Das Auto abgestellt und in kurzer Zeit ca. 100 – 150 Höhenmeter gemacht. Oben angekommen sprießten gleich die Schneeglöckchen, denn ich dampfte. Der Wasserfall selbst war nichts besonderes. Nur die Basaltsäulen, welche ihn umgaben waren das Sehenswerte.
Auf der Weiterfahrt sahen wir ein Auto in der Wildnis verschwinden und ein anderes kam uns entgegen. Da muss doch was zu sehen sein?
Kurz entschlossen abgebogen und dem anderen Fahrzeug hinterher. Und wo kommen wir raus – direkt an einem Gletscher. Hier sieht man die Macht der Eismassen, welche total deformiert in das Ziel einlaufen. Fazit – biege auch mal da ab, was nicht im „Programm“ steht.
Noch ein paar Kilometer weiter und der Gletschers ist erreicht.
Sieht gigantisch aus wenn die Bruchstücke des kalbenden Gletscher auf dem See lang gondeln. Das Big Picture wird es aber nicht geben, da sich die Sonne leider nicht sehen ließ. Temperaturen am Gletscher liegen bei 6 Grad.

Am späten Nachmittag in unsere Unterkunft (bei Höfn) mit Jugendherbergscharakter erreicht, wo wir 2 Nächte verweilen.

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25.06

Sitzen ganz entspannt draußen in der Sonne und genießen die Aussicht
Beim Frühstück festgestellt, daß hier nichts mit Jugendherberge ist. Ich dachte ich bin im Speiseraum eines Altenheims.
Marion bat mich heute mal die isländischen Pferde zu fotografieren. Weiß noch nicht ob ich dies in der Natur mache oder heute Abend im Restaurant. So ein gebratenes Teil hat ja auch etwas.

Heute ist so was wie Ruhetag bei uns.
Nur eine kleine Tour stand auf dem Programm.
Stokksens hieß das Nest, was eigentlich gar kein Ort ist, sondern nur aus einer Kaffeebude besteht, die auch den Eintritt kassieren.
Ok also los. Zu erst zu einem alten Vikingerdorf gehuft und dieses besichtigt. Was die dort bloß gesucht hatten? Na uns war es ja Wurscht.
Im Anschluß zum Leuchturm gefahren, welcher in einem militärisch abgeschirmten Bereich war. Was solls rechts an diesem vorbei und nach ca. 300m, was sehen unsere müden Augen? Juhu 2 Seelöwen tollen vor uns im Atlantik rum.
Natürlich ausreichend Bilder gemacht und eine Stunde dabei in der Sonne rumoxidiert.
Total Happy sind wir in das Stafafell gefahren, um ein lauschiges Plätzschen für unseren Imbiss zu suchen. Es kam mitten drin ein Schild mit dem Hinweis auf eine Flussüberquerung. Nee nicht mit uns. Die Tiefe war nicht abzuschätzen und die Strömung stark. Das ist uns dann doch zu viel Abenteuer. Also am Ufer unser Mahl eingenommen und nach ein paar Erledigungen in unsere JH gefahren.
PS die menschlichen Erledigungen (Entledigungen) sind in Island ein großes Problem. Es gibt hier keine Bäume oder Sträucher wo man sich verstecken könnte.

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An alle Leser – die Autokorrektur vom Tablet macht mich fertig. Entschuldigt bitte die Fehler.

26.06

Taschen packen und ab gehts zu unserem nächsten Hotel.

Fast am Anfang unserer Route habe ich 2sec zu zeitig gebremst. Wir hätten sonst auf dem Dach einen Schwanz von einem Polarfuchs befestigen können. Wir fahren zwar keinen Manta, aber bah eeh.
Auch Rentiere hopsten hier rum und die die Pferdebilder wurden auch gemacht.

Wir haben die Tour an den Fjorden ausgewählt, welche schöner sein soll. Die ersten 2h der Fahrt waren faszinierend. Das ständige Lichtspiel in den Bergen und auf dem Meer war wunderbar. Aber dann wurde es leider sehr diesig und wir waren froh, als wir in unserer Unterkunft in Egilsstadir angekommen waren. Hier erwartete uns eine andere Welt. Schönes Wetter und ein sehr großes Waldgebiet (es soll das einzigeste in Island sein).
Fix im Hotel eingecheckt und noch eine Tour, bei Sonnenschein, um einen riesigen See, dem Lagarfljol gemacht. Endlich dazugekommen einen Miniatur Schneemann zu bauen. Schade das wir hier nur ein paar Stunden sind. Uns gefällt es hier.

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27.06

Der Norden, dies ist das heutige Ziel.
Die ersten beiden Stunden waren sehr stupide, trübes Wetter, 6 Grad und eintönige Straße.
Als langsam die Sonne heraus kam, wurde die Mondlandschaft, langsam wieder interessant.

Ein paar Lämmer hüpften wieder über Straße. Bloß die umzufahren bringt nichts. Brauchen zu lange auf unserem Grill.

Am Hochizont sahen wir Qualmwolken. Ja das dachten wir. Schnell auf Innenluft geschaltet, denn es waren große Staubwolken.

Wir entschieden uns zum Glück die Wasserfälle Dettifoss und den 800m entfernten Selfoss (Nr.2) von der westlichen Seite heran zu fahren. Von da aus hat man einen besseren Blick, als vom Ostufer.
Der Dettifoss ist der mächtigste Wasserfall Europas, was die Wassermassen betrifft.
Noch mit ein paar deutschen Bikern gefachsimpelt, ob die Straße 862 nun frei ist oder nicht.
Wir entschieden uns das sie frei ist. Die Biker hätten bestimmt bei der Route gebröckelt. Sie müssten 500m Abstand halten, um auf der staubigen unbefestigten Straße Luft zu bekommen. Die Piste ging für uns ganz gut zu fahren und hatten immerhin eine 60 drauf. Haben schon anderes erlebt. Bei 20km/h hatten Steine die freundliche Angewohnheit in Höhe der Scheiben vorbei zu hüpfen und uns zu grüßen.

Da die Route nur einspurig war, musste man wegen des Gegenverkehr immer wachsam sein. Ja da wird halt mal kurz in die Wildnis abgebogen und weiter gehts.
Nach 28km eine geteerte Straße (das gibt es hier auch) und die Ortschaft Asbyrgi erreicht.
Wenn man da rechts einen Haken schlägt, wird ein kleines flaches Naturgebiet erreicht. Hier soll der alte nordische Gott Odin langgesappt sein und mit seinem Latsch einen Abdruck im Tafelberg hinterlassen haben. Ja die Schuhgröße war ungefähr 600 x 800m. Am Ende des Spaziergangs war ein kleiner See und was soll ich sagen, es war gemütlich da. Idyllische Landschaft und ca. 20 Grad, mehr braucht man manchmal nicht.

Leider wurde es Zeit aufzubrechen, da wir in Husavik unserem heutigem Endziel noch eine Tour für Walbeobachtung ( Neudeutsch Whale Watching) buchen wollten. Dafür noch kurz das Wetter für die kommenden 2 Tage gecheckt und für Montag gebucht (was nun auch schon nicht mehr stimmt).
Der Ort hat einen sehr schönen mit Fischdunst überzogenen Hafen.
So nun los und unsere Unterkunft suchen und nach kurzem hin und her auch gefunden.
Für drei Nächte beziehen wir ein Reihenhaus in einer kleinen Anlage.
Alles gut. Wir haben für die Terrasse einen kleinen Tisch und 2 Stühle und können draußen oben nagsch (natürlich nur ich) Abendbrot essen.

Es ist 18.00 Uhr, 20 Grad und die Sonne steht ein klein wenig neben dem Zenit. Man könnte rund um die Uhr im freien ohne künstliches Licht die Zeitung lesen, wenn man eine hätte.

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28.06.

Viel stand heute auf dem Programm. Es musste aber einiges geändert werden, was jedoch nicht schlimm war.

Myvatn der Mückensee und seine Umgebung sollten besichtigt werden. Um es vorweg zu nehmen, Mücken haben wir nicht getroffen.

Gleich am Anfang ein Schild mit dem Hinweis auf eine Attraktion gesehen und abgebogen.
Marion war noch nicht richtig motiviert, gab aber nach. Zum Glück, denn wir hatten eine Grotte mit glasklarem Wasser entdeckt. Leider ohne zu baden, denn die Suppe war mit 46 Grad zu heiß. Etwas oberhalb erblickt man große Risse in der Erdkruste. Ein Teil Islands hat sich entschieden nach Amerika abzutrifften.

Noch ein paar Meter weitergefahren und wir sahen überall Dampfschwaden aus der Erde kommen.

Zum Glück waren wir früh unterwegs und die Bustouris noch nicht eingetroffen. Rechts den nächsten Stopp eingelegt. Da war ein Gebiet zu sehen, wo es nur so zichte und dampfte und nach Schwefelwasserstoff muchtet (das sollte später noch intensiver werden). Auch Schlamm haben die für uns erhitzt, welcher aus dem Boden spritze. Die betreiben hier für uns einen Wahnsinns Aufwand.

Nun noch 1km und wir sind am Vulkan Krafla, welcher 1984 das letzte Mal ausgebrochen war.
Auf dem einstündigen Rundweg, wurde es ganz schön warm. Die haben den Fußweg beheizt.
Teilweise ging es auf Holzwegen weiter, da sich sonst die Schuhsohlen gelöst hätten. Das ist schon ein Hammerteil. Die Felsen in unmittelbarer Nähe des Weges, waren mit ca. 25 Grad angenehm warm. Und dann noch der Blick in den Schlund. Wir waren geflasht. Überall dampfte es noch. Hör hier auf , da man es einfach nicht beschreiben kann.

Wenn der kleine Hunger kommt, dann gibt es bei uns keinen Müller Milchreis. Wir sind der Empfehlung unseres Reiseführers (Buch) gefolgt und haben ein Cafe an der Südseite des Myvatn angefahren.
In diesem Cafe kann man zu Melkzeiten durch eine Glasscheibe getrennt, essend oder trinkend zu sehen, wie die Milch gezapft wird. Bei uns waren nur 2 Bullen im Stall und die stehen da nicht drauf.
Das war ein Essen der Superlative – teuer und lecker.
Da wir noch etwas Zeit hatten, wurde der Myvathen-See einmal umrundet.
Auf der Südseite findet man noch ein paar Pseudokrater und eine private Parkanlage. Da wir 7 Tage keinen Busch gesehen haben, da drin noch einen Spaziergang gemacht.

Ob dieser erlebnisreiche Tag noch zu toppen ist?
Na wir sind gespannt.

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29.06.

Myvatn Tag 2

Wie immer im Urlaub legen wir einen Badeaufenthalt ein.
Bei lockeren 2 Grad gestartet und in ein Naturbad gefahren.

Wir waren die Ersten. Die Eintrittspreise sind gepfeffert. Oder hatten wir das Bad etwa gekauft?
Ab in die Umkleidekabine und dann fix ins Wasser, denn es war mit 10 Grad Außentemperatur immer noch etwas frischlich. Das Wasser aber ist vier mal wärmer. Schön mit Mützel auf den Kopf über 2h da drinnen geplanscht. Den äußerst strengen Geruch von faulen Eiern nur die ersten 10 min war genommen.
Meine Chemielehrerin hatte gelogen. Sie war der Meinung, wenn man nach einer Weile nichts mehr riecht, hat es sich für dich erledigt. Nun aber liege ich im Bett und muss weiterschreiben.

Im Anschluß nach der Reinigunsprozedure sind wir in den Hafen nach Husavik gefahren.
Nach einem kleinen Imbiss wurde das Fahrzeug gewechselt. Whale Watching stand auf dem Zettel und das geht mit dem Auto schlecht. Wir uns richtig eingemummelt. Marion hatte so gar Handschuhe an, was mich wieder einmal zum Lachen brachte. Wie sagt man so schön „wer zu Letzt lacht der ….“. Das Thermometer marschierte Richtung Nullpunkt und trotz der zur Verfügung gestellten wasserdichten Overalls war es empfindlich kalt.
Nach einer Stunde Fahrt waren die ersten Flossen von Buckelwalen zu sehen. Das Fotografieren, war mehr oder weniger unmöglich. Wir hatten einen ganz schönen Wellengang und wenn die riefen 9.00 Uhr dann befand ich mich garantiert bei 3.00 Uhr. Also über das Deck geschlittert und – es war meistens zu spät.

An Bord waren scheinbar auch 2 Tierschützer, welche die Wale über die Reeling mit ihrem Mageninhalt angefüttert hatten.
Muss zu geben die Fahrt war nicht ohne und wir waren froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und uns etwas aufwärmen zu können.

Fazit – bei keinem besonderen Wetter die Kamera einfach mal im Rucksack lassen und den Anblick der gigantischen Tiere genießen.

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30.06.

Gestern wollten wir den Versuch Nr. 3 unternehmen, um nach Askja dem Vulkangebiet zu kommen. Da dies mit dem Auto ein anstrengender Tagesausflug von 13 Stunden wär, hatten wir uns entschlossen, einen kleinen Flieger zu chartern und da einen Rundflug zu machen. Die „Fluggesellschaft“ war aber sehr fair, denn sie hat den Trip 3x wegen zu tief hängenden Wolken abgelehnt.
Andere wären geflogen unter dem Motto „was geht mich das an“.
Also auf zum nächsten Schlafplatz.
Die Radfahrer, welche wir überholen, schauen alle sehr unglücklich aus. Und das wegen ein paar Bergen und Gegenwind.
Unterwegs den eintausendsechhundertsiebenundvierzigsten Wasserfall mit den Namen Godafoss gesehen. Es wird langsam sehr schwer uns zu beeindrucken.
Ja und wieder bedeckter Himmel. Die Bilderbuchfotos fallen aus.
Dafür hatten wir im Zieleinlauf am Eyjafjörd bei kurzem Sonnenschein ein bomben Panorama.
Da wir in Myvatn auf einer Farm noch Filets von Regenbogenforellen erstanden hatten, hatten wir nur noch einen Gedanken – grillen.
Aber bei dem Wind hätten die Fische Flügel bekommen.
Unterwegs noch ein altes Dorf mit Torfhäusern und einer Kirche gesehen.
Na ab in die Kirche. Drinnen war alles sehr hell und windgeschützt.
An deren Eingang hing ein kleiner Kasten mit Schiebetür.
Vielleicht sind da Infos drin? Also ich das Ding geöffnet und mir kam die ganze Kollekte eingegengeflattert und gerollt. Schnell alles zurück gestopft und lachend die Kirche verlassen. Die haben hier aber ein Vertrauen in die Menschen! In Deutschland herrscht Ordnung und dieser Kasten wäre leer geräumt gewesen.
Ab zum Hotel in Akureyri und eingecheckt.
Sind direkt in der City und alles fußläufig erreichbar.
Habe mich im Hotel nach dem legenden Schafskopf erkundigt, welcher in Island mit Augen serviert wird. Wollte das mich mal jemand anderes als Marion ansieht. Aber dieses Gericht wird meistens zu Hause mit der Familie zubereitet.
Nach einem Stadtrundgang hatten wir immer noch ein Problem – die Forelle.
Krampfhaft nach einer Stelle zum grillen gesucht. Hatten auch einen Platz gefunden, welcher aber von der Optik her (Marion sagt romantisch) nicht optimal war.
Im Hotel haben wir uns noch mal die Route der nächsten 2 Tage geplant. Bis morgen abend muss die zur Zeit wegen Schneeverwehungen gesperrte Straße frei sein. Sonst müssen wir leider das Hochtemperaturfeld ausfallen lassen.
Die Spannung steigt.

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01.07.

Punkt 7.00 Uhr saßen wir am Frühstückstisch, denn wir hatten ein paar Kilometerchen zu absolvieren.
Los ab in das Auto, Motor anlassen und den Scheibenwischer einschalten.
Haben den ersten Tag mit Regen erwischt. Und da kann man die Landschaft auch nicht schön reden.
Zwischendrin hörte der Regen mal für 10min auf. Dies passierte als wir ein Tunnel durchquert haben.
Da war das Wetter gut, aber die Landschaft Mist.

In Blönduos hörte der Regen aber dann wirklich auf.
Nach dem Tanken haben wir uns in einem Cafe positioniert und relativ preiswert, lecker und reichlich gegessen.

Da noch reichlich Zeit vorhanden war, entschlossen wir uns eine Halbinsel zu umrunden.
Dort sollten Robben zu sehen sein. Die ersten 2 Anlaufpunkte für die Sichtung der Tiere erwiesen sich als ein Flop.
An der dritten Stelle noch mal einen Versuch unternommen. Haben uns da ganz vorn auf einen Felsen direkt an das Meer gesetzt. Nach kurzen beobachten des Wasser einen Kopf gesehen. Dieser tauchte noch 2x auf und das wars. Trotzdem war es schön. Gegenüber in ca. 75m Entfernung war ein kleiner Felsen im Atlantik auf dem Vögel herumturnten. War das eine Robbe oder ein Müllsack. Marion mein kleines Adlerauge, hat mich deshalb schon manchmal aufgezogen. Da Marion den Fotoapparat hatte sagte ich zu ihr „kannst du mal bitte sagen, was links auf den Felsen liegt“. Sie die Optik rausgeleiert und es war eine Seekuh oder so etwas ähnliches.
Na das war ein Erlebnis. Ich und so ein Teil ohne Hilfsmittel zu sehen. Ob die Fotos geworden sind, wird sich leider erst zu Hause zeigen.

Na dann zurück zum Auto. Es gab ein kleines Missverständniss zwischen Marion und mir und ich landete im Atlantik. Der Iron Man ist ein Klacks dagegen. Schleppte mich 300m mit letzter Kraft zum Auto.
Na so schlimm war es nicht. Hatte nur meinen rechten Fuß im Ozean gewaschen. Marion legte mich schnell trocken, ein paar neue Socken an und weiter gehts zu unserer Unterkunft.

Und jetzt der Höhepunkt des Tages die Straße 35 wurde heute termingerecht für uns freigegeben und die Schneemassen endlich beseitigt.
Das heißt wir werden morgen das Hochland mit seinem Hochtemperaturgebiet durchqueren und in Geisyr rauskommen. Huch wir freuen uns.

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02.07,0.

Mit freudiger Erwartung sind wir zu unserem Hochlandtripp gestartet.
Das Wetter spielt mit. Etwas bewölkt und auch Sonnenschein, so macht das Spaß. Die ersten 60km Schotterpiste mit 80km/h langedonnert. Wir sehen es an den Spuren, daß wir die ersten sind, welches dieses Teilstück seit der gestrigen Wiedereröffnung der Piste befahren. Kein Auto vor uns und nach hinten sehen wir nichts, da wir unsere Tarnvorrichtung eingeschaltet hatten. Wir schleppten eine Kilometerlange Staubwolke hinter uns her.
Es ist eine sehr unwirtliche, lebensfeindliche Gegend. Kein Schaf, Vogel oder Grashalm in Sicht. Außer das jetzt ein Traktor extra für uns die Straße räumt. Wegen den Schneeverwehungen und Erdrutschen war die Straße ja gesperrt gewesen.
Jetzt ging es los, die ersten beiden Furtdurchquerungen standen an. Das war unser erstes mal und wir hatten schon etwas Düsengang. Man weiß nicht wie tief das Wasser ist, aber was solls Backen zusammen kneifen und durch.
Wenig später waren wir im Hochtemperaturfeld angekommen. Sieht aus wie in der Wüste. Eine Oase im Nichts. Es waren auch schon ein paar Leute im „Pool“. Wir haben einen kleinen Spaziergang in dieser Hexenküche eingelegt. Überall brodelt, dampft und stinkt es.
Schnell noch die Scheibe gesäubert und weiter geht es.
Gestern hatten wir 2 Thüringer kennengelernt, welche uns noch auf der Karte einen kleinen Zwischenabstecher zeigten. Natürlich ging es dabei um einen Wasserfall im Hochland. Ab die Post und dahin gefahren. Das Tempo musste jetzt doch etwas reduziert werden. Die „Straße“ ließ keinen Highspeed mehr zu.
Einen kleinen Berg noch hoch und der Wasserfall war erreicht. Daneben noch ein Schild, wo man uns klar machte, dass die Weiterfahrt nicht ganz ungefährlich ist. Da Marion etwas weiter hinten so ein Tisch ähnliches Teil sah, war es beschlossene Sache – da wird was geknabbert, denn die Zeit war reif. Also los Hang runter gefahren und oh man eine Furt die es in sich hat. Starke Strömung und die Tiefe ist nicht erkennbar. Was nun? Genau in diesem Augenblick kommt ein hochhackiger Bus und donnert dort durch. Wenn der das schafft, sollte der Defender dies auch packen oder?
Mir ging der Arsch auf Grundeis. Aber Marion will ja unbedingt auf der anderen Seite essen. Also Allrad rein, Stoff geben und ab geht es.
Das Nummernschild taucht in das Wasser ein und schon sind wir mitten drin.
Herzlich willkommen zur Unterbodenpflege. Es war eine ganz schöne Strömung, welche unser Auto in Richtung Wasserfall drückte.
Aber alles gut. Sind sicher angekommen. Ich glaube mehr Abenteuer brauche ich nicht. Erfahrene Hochlandfahrer hätten vielleicht darüber gelächelt.
Für uns Newcomer war es aber schon eine gewisse Überwindung, sich auf so etwas einzulassen.
Weiter gehts die F35 runter bis irgendwann endlich mal wieder etwas Asphalt zu sehen ist. Gar nicht mehr lange und wir sind an einem sehr schönem Wasserfall dem Gullfoss angelangt. Wie nicht anders zu erwarten scheint auch diesmal keine Sonne. Es ist zum piepen. Auf den Bildern sieht man nur eine graue Masse.
Ein paar Kilometer weiter liegt der Ort Geysir. Der Geisyr selber bricht seit dem Jahre 2000 nur noch gelegentlich aus. In unmittelbarer Nähe ist aber das „Butterfass“, welches die Wassermassen bis 25m in relativ kurzen Zeitabständen hoch schleudert. Nach 3 Ausbrüchen waren wir nass. Aber nicht von dem Geisyr, sondern durch den wunderbaren Regen der eingesetzt hatte.
Bringt nichts und weiter gehts.
Nach 3 Kilometer wieder eine Schotterpiste erreicht und vom Regen keine Spur. Die machen das bestimmt extra so, damit sich die Menschenmassen, wegen des Regens von selbst auflösen.
Schnell noch Einkaufen in Selfoss, etwas essen und in das Hotel.
Die Tour heute hat ganz schön geschlaucht und wir sind relativ zeitig ins Bett gegangen.
Vorher jedoch haben wir noch einen Betthupferl den legendären Brennvin getrunken. Wo die Rechnung kam dachte ich, die hat eine ganze Flasche abgerechnet.
Irgenwie konnte die Kellenrin über meine Rückfrage gar nicht lachen.

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03.07. Unser letzter Tag

Bestes Wetter erwartete uns heute und da nur ca. 150km zu absolvieren mussten, hatte wir uns noch einiges vorgenommen.
Wir sind zuerst in den Thingvellir Nationalpark gefahren, in dessen Mittelpunkt ein riesiger See ist.
Bekannt aber ist er durch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten was durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar wird. Nach einen ausführlichen Rundgang weiter zur Südküste. Diesmal habe ich meinen Kopf durchgesetzt (ja ich kann das auch).
Wollte mir einen Felsen ansehen, wo Vögel nisten. Man wir hatten am Atlantik strahlenden Sonnenschein bei ca. 18 Grad und der Hammer ist, daß es Marion gefallen hatte. Mussten auch wieder eine „Furt“ durchqueren, welche uns nur ein müdes Lächeln hervor zauberte.
Im Anschluß uns die letzte Hexenküche in Krysuvik angesehen. Aber diese heißen Quellen hatten wir ja auch schon gesehen. Nur der strahlende Sonnenschein ließ alles in einem anderen Licht erscheinen. Ein fantastischer letzter Tag.
Nun nur das Auto gesäubert, ab ins Hotel und die Taschen gepackt.
Morgen früh gegen 2.30 Uhr brechen wir Richtung Flughafen auf.

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Wir können nur sagen, dass dies ein sehr schöner Urlaub war.
Zum Glück mit nur insgesamt einen Tag Regen.
Die Highlights überschlugen sich manchmal. Aber auch in diesem Land steht und fällt alles mit dem Wetter.
Wer wegen der Architektur dieses Land bereisen will, kann sich jeden Cent sparen. Außer hypermodernen Kirchen, gibt es hier nichts zu sehen.
Island lebt durch seine Landschaft, Hotspots und Vulkane.
Die legendäre Blaue Laugune haben wir auf Grund der hohen Eintittspreise boykottiert.

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Tipps

– wer abergläubisch ist sollte beim Flug buchen bei einer isländische Airline aufpassen. Es gibt hier die Sitzreihe 13

– der preiswerteste Supermarkt nennt sich Bonus. Er hat ein gutes Sortiment und es gibt sogar Einweggrills für ein kleines Picknick

– die Preise liegen ca. 1/3 über deutschem Niveau. Bei Obst sind es mindestens 100% (4 Äpfel 5€)

– im Gepäck sollte eine richtige Army Trouser mit großen Beintaschen sein. Da hinein verirren sich zum Frühstück Eier, Äpfel und Kekse.
Leider wird auch Obst viel im aufgeschnittenen Zustand serviert.

– hatten sehr viele Konserven mitgenommen

– eigentlich reichen Wandershuhe und Badelatschen aus. Es sei denn ihr geht wie ich im Atlantik baden

– wir hatten noch mitgenommen Feuchttücher, eine Rolle Küchentücher, Pappteller und einmal Besteck

– wenn ihr Essen geht verlangt zum trinken Wasser. Das gibt es überall gratis dazu. Man wird deshalb auch nicht blöd angeschaut. Wer an das blanke Wasser nicht ran kann, folgender Tipp – wir haben Zitronensaft gekauft und bei gemischt.

– bezahlt haben wir alles mit Kreditkarte. Sogar ein Toastbrot für 2,50 wurde mit Karte bezahlt. Der Vorteil ist, dass man gar nicht auf den Gedanken kommt Trinkgeld zu geben.

– Navigationssystem braucht man es oder nicht? Kartenmaterial für mein TomTom gab es nicht. Wir haben das Smartphone und Google Maps verwendet.
Gut ist es erstmal um den ungefähren Zeitbedarf für die Route zu ermitteln. In Reykjavik sind wir ganz entspannt damit gefahren, ebenso wie in 2 anderen Städten. Ansonsten geht es auch mit Karte.

– in allen Hotels hatten wir kostenfreies Wlan. Auch viele Cafés und Kneipen haben dies.

– Autofahren ist hier ganz easy. Wer Glück hat, der hat ein KFZ mit Automatik gemietet. Außer auf der Ringstraße seht ihr manchmal 15 min kein Auto. Unser Rekord war 2h ohne fremde Fahrzeuge.

– wenn ihr Island erleben wollt, müsst ihr auch über Schotterstassen mit normalen PKW fahren. Fahrt immer in der Mitte wenn es geht. Die Straßenränder sind nicht befestigt. Wir sind einmal seitlich weggerutscht.

– wenn auf einer Schotterpiste einer entgegen kommt, dann haltet drauf zu, damit er abbremst. Die Einheimischen schwarten wie Verrückte über die Straße. Ihr vermeidet damit Steinschläge

– voraus schauend Fahrweise ist sehr wichtig, damit ihr Ausweichstellen suchen könnt.

– Die Isländer haben toll aufgerüstet. Es gibt überall Blitzer. Vor allem in der Hauptstadt (Ampelblitzer) und in Tunnel. Man wird aber vorher durch Schilder gewarnt.

– wenn die Blase drückt, dann wird es eng. Ihr werdet kaum ein geschütztes Flecken finden. Wenn dann ist es hinter einem Felsen. ABER wehe der Wind dreht sich beim kleinen Geschäft. Und er dreht sich ständig.

Goooood Moooorning Vietnam

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In 2,5 Wochen ist es soweit – Vietnam wir kommen.
Wir machen die klassische Route von Nord nach Süd und fangen deshalb in Hanoi an.

Für Marion ist es das erste mal (ich meine Vietnam). Hoffentlich kippt sie mir nicht aus allen Latschen.
Vietnam ist laut, es duftet, es stinkt. Am Tage sammelt sich überall Unrat, welcher in der Nacht beseitigt wird.
Die Straßen sind vollgestopft mit Mopeds, Autos, Cyclos, Fahrrädern, Menschen, Händlern, Menschen und Händlern und Mens…..
Aber alles ist in Bewegung.
Jeder der eine Hupe hat hupt und glaubt mir es hat jeder mindestens eine an seinem Gefährt.

Da ich vor 6 Jahren das letzte Mal da war, bin ich gespannt, wie sich alles entwickelt hat.
Hoffentlich nicht, da wir den Fortschritt ja nur bei uns wollen.

15.11.

Die ersten Gefahren vor Beginn der Reise sind gebannt. Die Bundesbahn will am Freitag Gespräche führen und da gibt es keinen Streik (Rail&Fly).
Und die vietnamesische Airline fliegt nicht über die Ukraine.
Ansonsten laufen die Vorbereitung auf „Hochtouren“.
Habe den Eindruck, dass man im etwas fortgeschrittenem Alter mehr Tabletten als Klamotten mitnimmt.

21.11.

Nun ist es soweit. Ab zum Bahnhof und in den ICE. Bin ja gefühlte 100 Jahre keine Langstrecke mehr mit der Bahn gefahren. Und so habe ich mich auch angestellt. Ich wusste nüscht. Das Teil ist ja bis zum Rand mit Elektronik voll gestopft. Aber die Toilette riecht wie früher. Frauen setzt euch doch bitte beim kleinen Geschäft hin.

Auf dem Flughafen ging auch alles ganz fix.

Wir in den Flieger rein und ich mich gleich auf einer Dreierreihe breit gemacht. Das passt – dachte ich. Drei Minuten vor Ende des Boardings kamen 3 Leute und beanspruchten die Sitzplätze.
Marion saß nun zwischen 2 Adonissen von gefühlten 200 kg pro Stück, wobei nur ein Drittel auf mich entfiel.
Marion hat nicht gefroren
Also das war alles andere als optimal.

Es ist jetzt 3.00 Uhr vietnamesischer Ortszeit und fast alle Passagiere sind genervt.
Auch von den langanhaltenten Turbulenzen, welche einigen ganz schön zugesetzt hat.

Die weiblichen Stewardessen fallen, wie auch bei allen anderen Arlines durch ihre gespielte Gleichgültigkeit auf. Eine hatte vermutlich etwas Ansammlungen von Körperflüssigkeiten in ihrer Nase, welche sie geräuschvoll zurück in ihren Körper beorderte.

Eigentlich schreibe ich diesen Quatsch nur um die Zeit Tod zu schlagen.

In ca. Drei Stunden landen wir endlich.

22.11.

Sind sicher gelandet und ins Hotel verfrachtet wurden.
Meine Kleene schläft bereits und ich ziehe jetzt nach.

Der Magen macht sich bemerkbar. Also los ins Gewühl.
Mein Ordungsfanitiker machte erste Bemerkungen über die Sauberkeit. Leute ich kann euch sagen, Hunger macht böse (in dem Fall eher unzufrieden).
Also wir die erste Garküche angesteuert und es wurde spürbar besser mit Marions Stimmung.
Ist ein cooles Gefühl zwischen Einheimischen und Touris auf der „Straße“ zu sitzen und ein Süppchen zu schlürfen.
Als ruhigen Ausgleich, wollten wir nun zum Kiem See machen. Auf einigen nicht geplanten Umwegen (ja ich hatte mich höllisch verlaufen – wie peinlich) ihn endlich gefunden und die dort ansässige Pagode besichtigt. Aber Pagode anschauen macht unheimlich Appetit. Also wieder rein ins Gewimmel und meine „Stammkneipe“ das „Little Hanoi“ gesucht und nach einigem hin und her auch gefunden.
Das war ein Hallo als ich die Wirtsleute wiedererkannte. Sie räumten draußen gleich ihre Plätze, damit wir unser leckeres Essen einnehmen konnten. War eine bombastische Atmosphäre.
Gesättigt und glücklich begaben wir uns auf den langen Heimweg, da ich mich zum 2× an diesem Tag verlaufen hatte. Ich habe dann einen Hilfssheriff gefragt wo von uns das gesuchte Hotel ist. Er starrte uns entgeistert an – wir standen davor. Zum Glück können wir über uns noch selber lachen.

23.11.

Ein Ausflug zur Halong Bucht stand heute auf unserem Programm.
Nach einem sehr schönen Frühstück in der 10. Etage mit Blick über Hanoi haben wir uns zum Hotel Ausgang bewegt um unseren Guide zu treffen. Dieser hat vor Urzeiten in Leipzig studiert und ist eine super Type.
Die Halongbucht ist ein Weltkulturerbe. Der Legende nach entstand sie, als Drachen herab stiegen und die Chinesen, welche da herrschten, mit Felsbrocken bombardierten und vertrieben.
Das Ergebnis war aber nur temporär. Die Chinesen sind wieder massenhaft in Form von Touris ins Land geströmt.
Die Landschaft hinterlässt ein einzigartigen Eindruck bei uns.

Halongbucht

Durch das Kack Internet wurde der halbe Blog gelöscht – ich bröckle

24.11.

heute stand eine Stadbesichtung an. Da unser Guide als Bauingeneur am Ho Chi Minh Mauseleum beschäftigt war, fingen wir da an. Da im Oktober bis November Onkel Ho gewaschen und einbalsamiert wird, brauchten wir uns ihn nicht anschauen.
Auch der Einsäulenpagode (habe da Buddha um einen Lottogewinn angebettelt) und dem Literaturtempel statteten wir einen Besuch ab..
Im Anschluß mit unserem Guide durch die Altstadt gestromert und in einer Garküche bei einer legendären Hanoier Pho Ga hängengeblieben. Und es war sau lecker.
An ein paar Ständen noch ein paar Sachen erstanden. Unser Guide ist blass geworden, wie ich handle. Er gestand, dass er nicht so gut ist.
Natürlich haben wir am Nachmittag das Wasserpuppentheater besucht, was zum Pflichtprogramm in dieser Stadt gehört.

25.11.

Heute früh mussten wir ganz früh raus, da uns der Flieger in Hue abwerfen sollte.
Hat auch alles bestens geklappt.

Neben Marion saß eine Vietnamesin am Fenster. Unmittelbar nach der Landung stieg sie über Marion und drängelte im Gang kräftig mit. Aber auch sie schaffte es nicht den Piloten zu überholen.

Hue ist eine Stadt in welcher die Touris meistens nur 2 Nächte bleiben. Den ersten Tag braucht man zur Ankunft und den zweiten für den Besuch der 2 – 3 Glanzlichter dieser Stadt.

War heute 2 facher Millionär. Ja Mädels da draußen, für euch ist der Zug abgefahren. Bin in festen Händen meiner Lebensendabschnittsgefährtin. Man bekommt hier für 100$ reichliche 2 Millionen Dong.

26.11.

Mittels einer kleinen Bootsfahrt auf dem Parfümriver ging es flußaufwärts bis wir an einer sehr schönen Pagode angekommen waren. Natürlich diese wie 1 Million andere Besucher fotografisch festgehalten.

Auch die verbotene Stadt muss besichtigt werden und dabei wurde unser Gehirn mit geschichtlichen Infos zugedonnert. War sehr interessant, aber bei uns kam die Meldung ¨ Out of Memory ¨

Jetzt kam die peinlichste Aktion an diesem Tag und die die mich kennen, wissen, daß das eigentlich bei mir fast nie vorkommt. Wir mussten Cyclos (Fahrradtaxi) besteigen und wurden wie Pauschltouristen in das Hotel gefahren. Ne, Ne, Ne ich hatte meine Sonenbrille gleich aufgesetzt. Hoffentlich hat mich keiner erkannt.

27.11.

Da ich heute zeitig munter bin, möchte ich mal die Zeit nutzen, um die Besonderheiten der Dienstleister zu schildern.
Der Restaurantleiter stapelt aller halben Stunden die Tassen um, weil er nichts zu tun hat.

Der Koch für die Omletts macht in einer halben Stunde 2 Stück, welche die Servicekraft die nur auf die fertigen Teile wartet, serviert. Es kann auch passieren, dass der Koch diese selber zum Gast bringt da die Serviererin erstmal den Posteingang auf ihrem Handy checken muss.

Die Reinigungskraft ist mit der Hotellobby schnell fertig. Der Wischmop sieht nur am Ende der Aktion etwas Wasser. Spaß beiseite, wir Haben Restaurants gesehen, wo bis zu 10 Kräfte rum stehen und auf Gäste warten. Ja der Sozialismus – Alle haben Arbeit, aber keiner arbeitet.

Sind heute mit einer Senfte über den Wolkenpass nach Hoi An kutschiert wurden.

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Habe ganz oben dieses Hochzeitspaar beim Posing fotografiert.
Eigentlich der siebente Himmel oder???
Die Beiden stehen auf einen Bunker der Amis. Ich Frage mich ernsthaft, wie Krank die sind.
Der Krieg brachte 1,5 Millionen Tote und jährlich sterben immer noch 60.000 Menschen an amerikanischen Minen.
Musste erst mal zur Seite um auf andere Gedanken zu kommen.

Hoi An ist eine traumhafte alte Stadt. Das Hotel diesmal astrein. Kann nicht mal richtig meckern. Aber ich finde immer was. Das WLAN ist zwar gut, aber die Anbindung in das Netz ist zum ….

Mir hat es deshalb schon mehrmals den Blog zerschossen.

Da die Fahrräder hier kostenlos sind sofort 2 geschnappt. Habe Marion ganz kurz die Stadt gezeigt und sind dann rüber auf die Insel, wo ich schon sehr schöne Stunden verlebt hatte.

Wow hat sich das hier alles verändert. Vor einer Kneipe steht eine Frau lächelt mich an und versucht uns in ihre Kneipe zu locken. Ist sie es oder nicht? Wir fahren nach einen Stück zurück und halten bei ihr. Ich zeige ihr auf meinen Smartphone ein paar alte Fotos. Sie zuckt zurück – na ja sie war damals 10 Jahre jünger. Man war das ein Hallo.

Genau das sind die Episoden, welche das Salz in der Suppe sind.

Liege nun im Bett und versuche wieder mit der Außenwelt Kontakt auf zu nehmen.

28.11.

Endlich auch mal faulenzen. Sind am Morgen mit den Fahrrädern zum Meer gedüst.
Dahin gelangten wir durch eine idyllische Landschaft. Haben Reisfelder, auf welchen Wasserbüffel rumhirschten, durchquert.
Die letzten Hurrikans hatten ganze Arbeit am Chinesischen Meer geleistet und große Teile des Strandes weggespült.
Aber unsere Augen erspähten doch noch ein schönes Plätzchen. Waren natürlich im Meer baden. Normalerweise beträgt die Wassertemperatur um diese Jahreszeit ca 18 Grad. Heute waren es 20cm (24 Grad). Nach einem kleinen Imbiss zurück ins Hotel und sofort wieder zum Pool abgesetzt.
Heute Abend verlassen wir das Objekt, um noch ein paar Millonen Dong abzuholen und um gemütlich auf der Insel zum Abend zu essen.
Übrigens ist Marion aufgefallen, daß ich hier ein paar Kilo verloren habe. Hatte mich schon gewundert, daß meine Hose rutscht – wenn der Gürtel ab ist!

29.11.

Der nächste Abschnitt – Weiterflug nach Saigon.
Im Flieger lief ein Film über deutsche Weihnachtsmärkte mit Glühweinständen. Das ist so surreal.
Uns kocht das Wasser im Popo und die wollen Weihnachten feiern.
Das Hotel liegt mitten in der Stadt unweit der „Attraktionen“. Die Kathedrale Note Dame hatte geschlossen und die wunderschöne alte Post verkommt zum Ramschladen.
Zum Glück benutzen wir Saigon nur 2 x als Zwischenstation.
Waren auf der sogenannten Western Street (die Straße der Rucksacktouristen) zum Abendessen.
Nutzten die Gelegenheit beim Bezahlen einen gefälschten 50.000 Dong Schein wieder los zu werden.
Sind schnell von der Kneipe verschwunden um nach 2 Minuten zurück zukehren, da ich Trollo den Beutel mit unseren Einkäufen vergessen hatte. Aber der Kellner hat mir noch zugelächelt. Also alles gut.
Nun zu unserem tollen Hotel – direkt gegenüber ist ein Jugendhotel mit herrlichem Pool und den ganzen Tag läuft Techno vom Feinsten. Marion wippt trotz Ohrenstöpsel mit..
Es ist jetzt 20:00 Uhr und dieses 24 Stunden Gehämmere hört nicht auf.
Morgen verschwinden wir für 2 Tage in den Mekong.

30.11.

Ab in den Mekong. Am frühen Morgen sind wir abgeholt wurden und nach 2h Fahrt unser Boot erreicht.
Man war das lächerlich und enttäuschend. Nach bereits 8min Fahrt auf einem Nebenarm ist unsere Lodge bereits erreicht. Da war nüscht mit Romantik.
Die Lodge hat aber alles wieder glatt gebügelt. Eine kleine feine Anlage, mit separaten Pool für jedes Zimmer und einem sichtgeschützten Sanitärberreich im Freiem. War toll gemacht und eine Lüftungsgitter braucht man nicht.
Der Pool wurde gleich für eine Erfrischung heimgesucht. Das Wasser war erst morgens eingelassen und hatte nuuur ca. 35 Grad. Es fehlte nur noch das Badusan.
Da unsere Lodge sich auf einer Insel befand, machte unser Guide mit uns uns eine 2 stündige Inselrundfahrt mit dem Fahrrad. Unser Führer beherrschte die seltene Sprache vietnamenglisch.
Das bedeutet das man von 10 Wörtern eines erahnen kann und sich den Rest zusammen reimen muss. War aber trotzdem sehr schön auf den engen Wegen mit Gegenverkehr. Uns wurde das einheimische Obst und Gemüse gezeigt.
Bei einem Einheimischen, welcher mit riesigen Obstteilen beladen war, sprang das Moped nicht an. Kumpel wie ich bin habe ich das Ding mit durch den Dschungel geschoben, bis es wieder Töne von sich gab. Verdammte Kack…. – meine rechte Hand war voller Harz und kein Wasser im Busch. Habe ein größer Blatt genommen und mir auf die Hand geklebt und weiter gehts.
Auf meine Frage, ob es hier giftige Schlangen gibt, wurde mit nein geantwortet und wenn mal eine auftauche, wird sie sofort eingeweckt. Die kann man dann an der nächsten Ecke in Schnaps eingelegt kaufen. Respekt vorm Leben gibt es hier nicht. Habe dem Guide versucht unsere Ansicht darzulegen, aber es war wahrscheinlich umsonst.
Gegen 18:30 Uhr als wir zum Abendessen trabbten, wurde uns eine Schürze überreicht. Ja das hat man von Billigurlauben, denn wir mussten unsere Frühlingsrolle selber zubereiten.
Bei diesem Kochkurs hatten wir verdammt viel Spaß, zu mal wir ein jüngeres Pärchen aus der Heimat kennenlernten. Als das Essen vorbei war, haben wir noch Kokosnüsse mit Lua Moi (Reisschnaps), ähnlich unserem Borneo Urlaub, aufgefüllt und genüsslich mit den beiden Deutschen getrunken.

01.12.

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Und so schön kann der Sonnenaufgang am Mekong aussehen.
Der frühe Vogel schießt das Bild.
Juhu nun doch noch endlich auf einen kleinen Kutter gekommen. Mein Defizit an Süßigkeiten sollte etwas gestillt werden, denn wir besichtigten ein Bonbonmanufaktur. Da dort auch Reisschnaps gebrannt wurde, war für alle was dabei.
Der Einheimischen Markt erfordert das Umdenken von unserem Einkauf- und Essverhalten. Es werden Frösche gehäutet, junge Kücken und vorgebrühtete Eier zum Verzehr angeboten.

Konnten uns in der Lodge noch mal kurz frisch machen und ab ging es zurück in den Moloch von Saigon.
Marion wird hier immer selbstbewusster und übernimmt jetzt teilweise die Führung beim Überqueren der Straße. Aber was dies bedeutet kann ein Außenstehender nicht einmal ansatzweise erahnen.

Morgen beginnt unser Urlaub, denn wir fahren zum Meer.

02.12.

Fünf Stunden Transfer vom Hotel bis an die Küste. Man ist das ermüdend. Aber an schlafen ist nicht zu denken, da fast die gesamte Strecke eine Bausstelle ist. Die ersten 5km Autobahn sind fertig. Es wurden aller 50m für beide Richtungen Straßenlampen hingesetzt. Und da sieht man wieder den Größenwahn einer roten Regierung. Es fehlt Geld an allen Ecken und Kanten und ich gehe stark davon aus, daß es nicht mal genug Strom zum Betreiben der Lampen gibt.
Unterwegs die kurze Rast für das kleine Geschäft (und das Wort wörtlich) genutzt. Die Urinale hängen nur 30 cm hoch. Um da sauber rauszukommen, müsste man sich vor den Dingern hinknien.
Die Anlage lässt unsere Augen leuchten. Ein kleine feine sehr gepflegte Bungalowsiedlung.
Und wir schlafen mit Blick aufs Meer. Mal sehen, ob ein Tsunami kommt.

03.12..

Klimaanlage ausgefallen – z.w. sind 4 Mitarbeiter vom Personal in unserer Hütte. meine Sonne hat sich gleich an den Strand verdrückt.
Die neue Klimaanlage war schnell ausgepackt, aber dann fingen die an, in unserem Zimmer die Wand aufzuhacken. Unsere Sachen verstaubten. Für Marion war der Urlaub zu Ende.
Wir zur Rezeption und eine neue Hütte geordert. Sie haben sich x-mal dafür entschuldigt und uns zur Entschägigung für die Unanehmlichkeiten 2 Massagen unserer Wahl gratis gegeben.
Marion wurde langsam wieder geerdet.
Das Wetter 35 Grad draußen und im Wasser kühle 28 Grad.

Am Nachmittag haben wir ein Moped gechartert. Geht hier immer noch per Shake Hands. Du gibst 10$ und erhältst für 24h den Schlüssel.
Sind nach Mui Ne gefahren. Das war vor 6 Jahren noch ein richtiger Touristenort. Heute jämmerlich verkommen. Fast alle Hotels sind weg oder geschlossen und an den roten Sanddünen war auch nichts los. Den Eingang vom Grand Canyon wieder nicht gefunden.
Also zurück und ab ins Meer baden.
Am Abend war es so weit unsere Gutscheine für die Massage einzulösen.
Meine Tante verwechselte mich mit einem Trambolin. Sie sprang auf meinem Rücken herum, dass ich dachte mein Ende naht. Als ich mich rum drehte kam es zum Austausch von Körperflüssigkeiten. Nein es war keine Happyend Massage. Die Streicheltante kam bei mir, der Feder von Markkleeberg, ins schwitzen. Kein Problem ich war ja mit einem Handtuch abgedeckt. Also nahm sie dies und wischte sich die Stirn damit ab. Freundlichkeit wird hier groß geschrieben und sie deckte mich wieder mit diesem zu. Hätte Marion dies mitbekommen, wäre der Weltrekord im Hochsprung neu aufgestellt worden. Nachher bearbeite sie mein Gesicht, so daß der Zahnstein sich lockerte. Natürlich hämmerte sie auch auf meinen Kopf herum, um die Synapsen neu auszurichten.
Marion möchte es morgen gleich noch mal machen. Vielleicht hat es bei ihr mit den Synapsen nicht so funktioniert

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Das wahrscheinlich letzte Bild in unserem Urlaub – der Hafen von Mui Ne

04.12.

Früh am Morgen raus und den Sonnenaufgang genossen.
Marion wollte noch mal durch die Geschäfte stromern. Bei bereits 30 Grad, war mein Lustfaktor auf -5 gesunken. Und dann noch die Verkäuferin. Man wird keines Blickes gewürdigt, denn da müsste man ja die Augen vom Smartphone nehmen, auf welchen im Rundschlag Nachrichten eintrudeln.
Bei der Anfrage nach dem Preis, wurde dieser fix in den Taschenrechner eingegeben, um sich sofort wieder dem Handy widmen zu können.
Liebe Vietnamesen – ich war immer nett zu euch, aber wie ihr euch benehmt geht manchmal gar nicht.
Habe mit stark angeschwollenen Hals das Geschäft verlassen.

Die Gastronomie in Phan Thiet ist meines Erachtens die schlechteste von Vietnam.
Alles ein Einheitsbrei – das heißt egal was du bestellst, es schmeckt alles gleich.
Jedes 2. Restaurant ist komplett in russisch ausgeschildert. Wenn sie denken, dass das gut ist, dann sollen die so weiter machen. Entgegen meiner Art (achte auf einheimische Küche), sind wir ins einzige deutsche Restaurant dem Münchner Hofbräuhaus gemacht.
Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelbrei – und das war nicht schlecht.

Morgen Mittag gegen 13.00 Uhr brechen wir die Zelte ab und es geht Richtung Flughafen in HCMC.
Werden am 6.12. in Frankfurt um ca. 6.30Uhr der kalten Witterung ausgesetzt und zu Robert durchstarten.

Heul – Der Urlaub ist zu Ende

2013 Und weil es schön war noch einmal Frongraisch

Glocke

Ja uns hat es voriges Jahr ganz toll gefallen bei den Franzosen und wollen dieses Jahr unseren Urlaub in der Provence verbringen.
Hoffentlich haben wir mit dem Buchen der Unterkünfte wieder ein glückliches Händchen bewiesen.
Aber um das festzustellen müssen wir ja leider noch 5 Monate warten. Der Gedanke an das gute Essen, lässt jedoch auf meiner Zunge sofort ein Pfützel entstehen.
So nun noch 3 Wochen – die Vorbereitungen laufen langsam an. Unsere Route steht fest. Werden wohl auf 3500km kommen.
Auf dem Rückweg schnell noch in der Schweiz unsere ganzes Geld anlegen und fertsch.

Karte Frankreich

17.05.

So morgen am späten Vormittag treten wir aufs Gas. Unser erstes Ziel ist Trier. Werden uns da bei Ari und Robert einquartieren.
Freuen uns schon auf das Grillerschen am Abend.

18.05.

7 Uhr Wecken und… Das Wetter war nicht schlecht – das war richtig gruselig. Es schifft wie Hanne und das Thermometer zeigt stolze 12 Grad an. Irgendwer hat hier nicht geschnallt das wir Urlaub haben.
Was solls sind gegen mittag Richtung Trier aufgebrochen und am späten Nachmittag bei 22Grad und Sonnenschein da eingetroffen. Haben mit Ari noch einen schönen Abend auf der Terrasse verbracht.

19.05.

Der alte vergessliche Mann mit seinen grauen Bart hoch über uns, hat uns heute lange im Regen stehen gelassen. Und dabei fing der Morgen so gut bei Ari an. Nach einer Einkaustour (10 Kilo Kaffee) in Wasserbillig/Luxembourg ging die Temperatur bis auf zeitweise 10 Grad in die Knie und die Autoscheibe wurde ausgiebig vom Mückenfragmenten gesäubert. Sind gegen 15.30 Uhr an unserem heutigem Ziel in Chalon sur Saone angekommen. Mir klappte beim Anblick des Hotels die Kinnlade nach unten. Hatte ich das wirklich gebucht? Konnte es diesmal aber schlecht auf Marion schieben. Hatten es aber erst nach 18.00 Uhr bezogen und es ist für eine Nacht o.k.. Vor allem der herzliche Empfang stimmte uns wieder positiv. In der Zwischenzeit hatten wir noch einen kleinen Stadtbummel unternommen. Liegen um 20.00 Uhr schon in der Koje. Wir sind ganz schön k.o.

20.05.

9.00 Uhr und bei 10 Grad aufgebrochen. Hätte für diesen „Winterurlaub“ dickere Sachen mitnehmen sollen. Aber am Ende des Tages waren stolze 22 Grad zu verzeichnen.
Haben den ersten Zwischenstopp in Bollene gemacht. Marion hat wieder die Detailplanung übernommen und da einen hoch gelegenen Aussichtspunkt vorgeschlagen. Aber weder auf dem Navi noch auf Touristenkarte vor Ort war dieser verzeichnet. Was nun? Neben der Info saßen zwei jungsche Typen auf der Mauer. Ich hin und sie auf englisch angequatscht. Nach kurzem sprachlichen Kauderwelsch begleiteten die Zwei uns und warteten unsere Besichtigung ab, um uns wieder nach unten zu begleiten. Wir haben sie dann zu einem Käffchen eingeladen. 2 super Typen.
Uchaux – dies war unser nächster Stop. Meine Marion hatte ein volles Restaurant endeckt „das muss gut sein“. Ja war es und Sau teuer. Haben für uns 2 Terrinen bestellt, in der Annahme das wir Eintopf bekommen. Ea gab 2 überschauliche Teller mit Gänsestopfleber. Bei Marion meinem lebenden Translator war scheinbar der Akku leer (sorry Marion ich mache es wieder gut).
Nächster Stopp war Orange mit dem Triumphbogen. In dem Ort wurden den früheren römischen alten Legionären ein betreutes Wohnen ermöglicht. Da war auch noch ein Amphitheater, welches wir uns von oben angeschaut haben.
Weiter ging es nach einem Päuschen nach Avignon, in unsere Unterkunft für die nächsten 7 Tage.
Das Navi zeigt noch 800m an und wir fahren an einem Neubaugebiet vorbei. Erneut sind unsere Kauleisten nach unten geklappt. Was habe ich dies mal nur gebucht? Was soll ich sagen – unsere Aufregung war umsonst. Erstklassige Anlage abgeschieden und in einer weitläufigen Gartenanlage mit Pool. Da es nur ein Gästehaus gibt, sind wir damit (außer unserem Gastgeber)die einzigen, welche sich hier breit machen.
Auch hier war der Empfang wieder äußerst freundlich. Wir wissen wirklich nicht was unsere Landsleute gegen die Franzosen haben.
Unser kleiner Abstecher in die Altstadt endete in einer urigen kleinen Kneipe mit einem super Abendbrot , Wein und Bier.

21.05.

Meine Reiseführerin Marion hatte sich heute ein straffes Programm vorgenommen.
Als erstes stand Roussillon mit dem ockerfarbenen Felsen auf den Programm. Hier wurden in der Vergangenheit die Farbpigmente für die Farbe ocker abgebaut. Konnten froh sein, dass der Untergrund etwas angefeuchtet war. Wir hätten sonst ausgesehen wie die Borstenviecher.
Da mein Navi der Meinung war, wir müssen durch Cordes eine Stadtrundfahrt machen, haben wir uns dieser Meinung gebeugt. Engste Gassen, welche voll armer Touristen waren (das sind die, welche laufen müssen)im fast Schritttempo durchquert und schon ging es weiter zur Abtei von Senanque, welche mitten in einem Lavendelfeld steht. Da die Lavendelblüte noch nicht eingesetzt hat, wäre es angebracht gewesen, die Brüder, die wirklich noch dort leben, plazierten zum fotografieren ein paar künstliche Teile.
Da war auch eine deutsche Gruppe, welche noch eine Karte übrig hatte. Wir das gedeichselt, das wir mit denen reinkommen und gleichzeitig eine interessante Führung erleben durften.
Es ist bereits 17.30 Uhr – meine Führerin mahnt zur Eile und ab geht es nach Lafotaine-de-Vaucluse.
Dieses Nest ist ganz bekannt durch die unterirdische Sorgue-Quelle, welche in 300 m Tiefe herumlungert und das Wasser an einer 220 m hohen Felswand heraus drückt.
Sind gegen 20.00 Uhr im Quartier wieder angekommen. Wenn meine bessere Hälfte das Tempo so bei beibehält, dann brauche ich in 14 Tagen Urlaub.

22.05.

Heute war die Stadt Avignon dran. Es schien zwar die Sonne, aber ein sehr starker Wind blies mir meine letzten paar Haare weg.
Von uns beiden hatte einer die Idee, uns mit einem touristischen Minizug durch die Stadt kutschen zu lassen.
Rein in das Teil, Kopfhörer auf und die Sprache eingestellt. Man bekommt damit einen groben Überblick über die Stadt. Highliht während der Tour war ein junge Frau im langen Rock, welche sich neben der Strecke bückte. Ein Windstoß kam und bedeckte ihren Kopf. Sie hatte schöne Tangas an. Der halbe Zug hat es gesehen und gejubelt.
Nach der Runde sind wir beiden noch mal in das jüdische Viertel gemacht und haben da die schöne Atmosphäre auf den Straßen genossen. Ja, was wird in einer Stadt noch gemacht – na klar Shopping gähn.
Habe es aber wie ein Held ausgehalten.

23.05.

Der Wind hat noch immer dicke Backen. Sind deshalb noch mal schnell in die Stadt um in einer Markthalle was zum schnabullieren zu holen. Da wir unsere Einweggrills mithatten, reift der Entschluss frischen Fisch zu kaufen. Auf der Weinstraße sind wir bis zum Chateau de L´Hers gefahren. Am Ufer der Rhone haben wir den Grill angeworfen und den Fisch zubereitet. Hat vom Feinsten geschmeckt.
Der kleine Verdauungsspaziergang am Fluss tat gut.
Auf dem Heimweg noch fix 2 andere Chateaus besichtigt.
Ja und zu Hause habe ich am Iron Man teilgenommen und bin in den Pool gehüpft. Ja so ein harter Junge bin ich. Es waren höchstens 20 Grad.

grillen

24.05.

Acht Uhr munter geworden und Marions erst Worte waren „ich schwitze“ und dann deckt sie mich auf.
In die Logik der Frauen zu steigen ist nicht immer einfach.
Haben zum Frühstück noch einen Tipp von unserer Wirtin erhalten, welcher sich als absolutes Erlebnis endpuppte – die Les Carrieres De Lumières Aux Baux De Provence.
Carrières de Lumières sind ehemalige Steinbrüche aus denen Steine für die Erbauung von Häusern oder anderen Gegenständen (Tische, Statuen) entnommen wurden. Diese riesigen Höhlen sind 7-9 Meter hoch und werden von Pfeilern (welche nicht entfernt wurden) gestützt.
Über eine sehr aufwendige Licht- und Videoinstallation wurden Gemälde der alten französischen Künstler gezeigt. Die Gemälde bewegten sich zeitweise und man hatte manchmal den Eindruck, dass die Steinquader auf einen zu kamen. Das ganze war mit Musik untermalt. Wir waren total geflasht.
Anschließend ging es noch in den Ort Les Baux mit vielen Touris. Da das Wetter nicht ganz so toll war, konnten wir die Aussicht nicht so richtig geniessen.

Sind dann weiter nach Beaucaire, da unser Bauch Geräusche von sich gab. Um 15.00 Uhr Mittagessen ist in Frankreich schon eine kleine Herausforderung. Haben aber in der Nähe des kleinen Hafens ein Mahl erstanden. Auf unserem Tisch stand eine wünderschöne Wasserflasche. Das wäre doch was für meine Küche. Wir dem englisch unkundigem Kellner beigebracht das wir die Flasche abkaufen wollen. Und er denkt das wir zu doof sind, den Schnellverschluss der Flasche zu öffnen. Der erste Lacher. Marion noch mal mit Händen und Beinen dem klar gemacht, dass wir die Flasche mitnehmen wollen. Der Kellner nickte und stürmt nach draußen. Als er wieder kam hatte er für uns eine Plastewasserflasche in der Hand.
Mussten aus dem Lokal raus, denn wir konnten uns vor Lachen kaum noch halten.(leider ohne die gewünschte schöne Glasflache)
Nach dem wir uns etwas beruhigt hatten ging es weiter nach Abbaye de Saint-Roman. Es war da ein Höhlenkloster von Einsiedlern und Mönchen in den Fels gepickert wurden. Von ganz oben hat man einen schönen Ausblick über die Provence.

25.05.

Markttag in Uzes – auch das kann man mal machen. Haben einiges für unsere Selbstversorgung erstanden und dabei viele nette Menschen getroffen. Wer etwas deutsch kann, der spricht es auch. Haben natürlich auch einiges gekostet. Es geht halt lockerer ab, als in Deutschland.
In Avignon am Abend noch ein Süppchen geschlürft. Ein Navi für die Stadt brauchen wir nicht mehr.

Was sehen meine müden Augen urige Wasserflaschen von der Nachbarkneipe. Kurz drüber nach gedacht eine mitgehen … – das gibt es natürlich nicht bei uns. Anständig wie wir sind in die Kneipe gegangen und uns nach diesem Teil erkundet und denen klar gemacht das wir nur an der Flasche interessiert sind. Kaum zu glauben – die haben uns eine samt Inhalt geschenkt. Marion hat sich totgelacht, denn ich habe großzügig wie ich bin 1€ Trinkgeld gegeben. Habe halt ein großes Herz

26.05.
Es ist Sonntag und wir nehmen das wörtlich. Haben uns heute Vormittag am Pool breit gemacht und heute Nachmittag die gesamte Sache fortgesetzt.
In Frankreich ist heute Muttertag. Die Oma unserer Wirtin hatte zu tief ins Glas geschaut (es war wahrscheinlich eine Flasche) und ist mit dem Auto rückwärts gegen die Hausmauer gedonnert. Ich bin munter gewurden, aber Oma hat nichts gemerkt und ist von dannen gedüßt.

27.05.

Auf dem Programm stand heute unser neues Quartier am Meer. Die Fahrt war aber kurz vor Nimes zu Ende. Das Auto zeigte Fehler Motor und Kat an. Im Notprogramm des Autos haben wir es bis zur Werkstatt geschafft. Die Notfallnummer von VW kann man in die Tonne kloppen. Zum Glück hatte uns das Smartphone weiter geholfen. In der Werkstatt die Aussage das das Wägelchen 2 Tage da bleiben muss. Da die keinen Mietwagen für uns hatten gegenüber zu Europcar. So ein französisches Teil gebucht und schnell zurück in die Werkstatt und umgeladen. Marion hat 11:59 Uhr die Schlüssel abgegeben. Eine Minute später und wir hätten 2 Stunden warten müssen – Mittagspause.
Im Anschluss zum Meer gedonnert und im Hotel eingecheckt. Und wie nicht anders zu erwarten gleich zum Strand gemacht, welcher hier Plage genannt wird. Der ganze Tag war für uns aber eine Plage (und Aufregung) gewesen. Haben aber versucht das alles zu verdrängen und den Abend im Restaurant bei Schnecken und Fisch ausklingen lassen.

28.05.

Heute war absolutes Kackwetter gemeldet wurden. Also den Strand können wir vergessen. Haben deshalb eine Stadtbesichtigung in Narbonne unternommen. Die haben da eine wahnsinns Kathedrale hingesetzt. Ein beeindruckender Bau. Nach einen kleinen Stadtbummel sind wir zu den Markthallen geschlendert.
Marion ein Bistro entdeckt und wir da gleich Platz genommen. So was verrücktes hatten wir noch nicht erlebt. Wir die Bestellung aufgegeben (Schachlik ähnliche Teile) und der Chef greift zum Megafone und ruft quer durch die Halle zum Fleischer was er benötigt. Sekunden später kommen die Teile, welche in Papier gewickelt sind, zielsicher angeflogen und der Bistrochef fängt sie auf. Die Aktion haben wir x-Mal da gesehen und es ging immer gut. Haben uns fast Tod gelacht. Neben uns saßen noch ein paar Schweitzer mit welchen wir auch ein Schwätzchen gemacht haben. Sind dann aus der Halle raus und Sibieren lässt grüßen. Zehn Grad Ende Mai. Schnell zum Auto, Heizung angemacht, heimgefahren und uns im Bett langgemacht. Meine Mama hat gesagt, wenn ich schön aufesse wird schönes Wetter. Mama hatte gelogen. Aber gegen 18:00 Uhr sind wir noch mal an den Strand. Haben bei ca. 17 Grad und Sonnenschein unser Picknick auf einen Felsen eingenommen und den Tag mit einem kleinen Spaziergang an der Küste beendet.

29.05.

Fertig oder nichtfertig – das ist heut die Frage. Mit einem ganz mulmigen Gefühl zu unserem Trip von 110km in die Werkstatt aufgebrochen. Und mitten auf der Autobahn kam auch ein Anruf von dieser. Herzschlag und Puls schossen in die Höhe. Sie wollten uns mitteilen, dass alles i.O. ist. Beim Gespräch erklärten die uns, das nur ein Update eingespielt wurde, was den Fehler unterdrückt.
An die Franzosen —–> wieso müssen wir wegen so einer Kinderkacke ein Mietauto für 2 Tage nehmen, nur damit sie ihre 3 stündige Mittagspause machen können.
An die Deutschen —-> wieso wurde das Update nicht in der VW FACHWERKSTATT Leipzig eingespielt. Haben wir vielleicht kein Westgeld oder ist das Update in Deutschland nicht verfügbar.
Jetz aber den Urlaub nicht vermiesen lassen und ab an den Strand. Das Thermometer zeigt stolze 17 Grad. Direkt am Wasser zu sonnen ist selbst für mich nichts. Der Wind pfeifft gewaltigt. Haben uns für 2,5h in die Dünen verzogen. Haben Farbe bekommen. Der Beweis ist bei mir einfach, da sich der rechte Brillenbügel verewigt hat.
Sind abends zum grillen an die Mole gezogen. Haben den Einweggrill noch 30 Streichhölzern anbekommen.
Der Wind beschleunigte unser Grillgut auf ungeahnte Weise. Die Würste waren nach einer Minute tief schwarz. Konnten damit nur eine einbeinige Möwe füttern. Der war es egal ob sie Krebs bekommt oder nicht.
Die Lichtstimmung am Abend war aber vom Feinsten.

30.05

Übersetzen in die Berge in den Canyon von Verdon.
Sehr schönes Wetter und im Garten hier bei unserer Unterkunft ein Kirschbaum mit solchen roten Teilen dran. Ätsch und die schmecken. Wir hoffen das bei den in Deutschland Zurückgebliebenen die Blüte der Bäume wenigsten eingesetzt hat.
Haben den Abend an dem See bei einem Gläsel Wein beendet.

31.05.

Bevor wir heute nach dem Frühstück in den Grand Canyon links eingebogen sind, haben wir vorher das Bergdorf Moustiers besucht. Und … es hat sich gelohnt. Ist unbedingt für eine Besichtigung zu empfehlen. Natürlich nur wenn mann sich in der Umgebung aufhält. 220 Euro später und einer Tasche voller Proviant (nichts falsches denken das Essen machte nuuur 22€ aus)schnell links hoch zum Canyon gemacht. Die Aussicht ist einfan 5 Sterne. Vor einem liegt die Schlucht mit türkisfarben Wasser in mitten von gigantisch hohen Felsmassiv. Man könnte meinen es handelt sich um ein Eldorado für Suzid gefährdete Menschen. Bei uns ist aber keiner gehüpft.
Sind im Anschluss noch ein ganzes Stück höher gefahren und haben unsere Körper zu einem Aussichtspunkt befördert. Nach dem kurzen Spaziergang mussten wir uns erst mal Energie in Form von Proviant zuführen. Das Auto umgedreht und wieder ins Tal gecruist und haben uns da auf Marions Wunsch ein Tretboot gechartert. Sind die Sache von unten entgegen der Strömung angegegangen. Man geht das in unsere alten Knochen. War aber sehr schön und haben von da aus noch 2 Wasserfälle gesehen.
Da wir noch 3 Stunden bis zum Abendessen Zeit hatten, haben wir noch eine Stätte der Templer – die Domaine Templiers – gesucht. So richtig wollte keiner den Mund aufmachen, wo es ist. Marion hatte ca. 20m von der Straße entfernt ein verblasstes Schild entdeckt wo das gewünschte stand. Wir nun das Auto abgestellt und in den Busch. Es war irgenwie eine eigenartige Stimmung. Kamen dann an ein Haus, welches mehr oder weniger hermetisch abgeriegelt war. Es war auch kein Namenschild zu sehen. Bringt nichts – zurück zum Auto und schnell noch das schnucklige Örtchen Tourtour angsehen und uns im Anschluss auf den Heimweg gemacht. Das gourmet- mäßige Dinner durften wir auf keinen Fall verpassen.
Kurz vor unserem Quartier eine Tankstelle mit annehmbaren Preisen entdeckt. Marion die Kreditkarte in da vorgesehene Öffnung geschoben und ein paar Eingaben getätigt. Auf einmal spricht die Tanksäule uns an. Wir Hände an die Hosennaht und stramm gestanden. Was haben wir nun schon wieder falsch gemacht? Vermutlich war es nur das Zeichen, dass wir nun den Rüssel in den Tank stecken sollen.
Hat alles geklappt und Marion sagt zur Tanksäule „Danke“. Die das gehört und wünscht uns eine schöne Weiterfahrt. Hier sind wirklich alle nett.

Morgen verabschieden wir uns von Frankreich und übernachten in Italien.

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01.06.

Schade das alles so schnell zu Ende geht. Noch fix ein Frustessen am Kirschbaum eingelegt und auf gehts.
Das einzige was heute nenneswert war: An einer Mautstelle versehentlich die falsche Ausfahrt genommen und wir waren mitten in Monaco. Haben uns die Sache von oben angesehen. Ist schon beeindruckend. Den Albert haben wir nicht getroffen und als Wohnsitz wird dies von uns beiden abgelehnt, da keiner Monacanisch spricht.
Im Hotel in Italien wurde mir mitgeteilt, dass mein Ausweis seit einem Jahr abgelaufen ist.
Prima auf den Schock musste ich erst mal einen trinken, denn morgen müssen wir über die Schweizer Grenze und die wollen die Teile sehen. Am besten noch einen Trinken und schlafen gehen,

02.06.

Innerhalb von einer halben Stunde Vignette gekauft und in die Schweiz ohne Probleme eingereist.
War ein ganz entspanntes Fahren. Am Bernhardtunnel 22 Grad und Sonnenschein und nach 7km aus dem Tunnel raus und … 6 Grad und Regen. In Österreich bei Bregenz die Autobahn wegen Schlammlawinen und Hochwasser gesperrt. Hatten eigentlich vor, direkt nach Hause zu fahren, aber das konnten wir nun vergessen. Übernachten nun in der Nähe von Ansbach.

Fazit

Der 2. Besuch in Frankreich und absolut keine negativen Erfahrungen mit den Einheimischen.
Egal, ob französch, englisch oder deutsch gesprochen wird, oder auch alles durcheinander die Menschen sind so etwas von freundlich (auch die Tanksäulen).

Das nächste mal nehmen wir einen Repeater für das WLAN mit, da die Verbindungen nicht so toll waren und wir TV im Streaming öfters Aussetzer hatten. Im Bereich internationalen Fernsehen haben alle franzsösischen Gastgeber Nachholebedarf.
E-Plus bietet 100MB für surfen mit Handy für 10€ an. Dies hat uns bei der Autopanne den Hintern gerettet

Empfehlenswere in der Provenc

New Cabanon
16 Chemin du Grand Montagné
Villeneuve-lès-Avignon, 30400
Frankreich

Logis Relais Notre Dame
Route de Montmeyan
Quinson, 04500
Frankreich

2012 Korsika – wir sind reif für die Insel

wir Beide

Am 29.4.2012 werden wir uns über den Brenner Richtung Italien absetzen um dann 3 Tage später auf Korsika zu stranden. Machen da einen kleinen Rundtrip. Das Buchen von Hotels ist ein langwieriges Unterfangen.
Die Franzosen die spinnen – würde Asterix sagen. Die wissen nicht was Trivago ist. Erstaunlich das die schon vernetzt sind.
Auf Korsika werden wir an der Ostküste Richtung Süden beginnen und dann den Rest unsicher machen.

17.03. Nach 2 Wochen schweißtreibender Internetrecherche 8 Hotels und zwei Fähren gebucht. Eigentlich könnte es losgehen. Schnell noch tanken und die Schlübbor einpacken….

22.4. Vielleicht fahren wir doch nicht. Hier soll es wärmer werden als auf der Insel.
Im Mai sind mit Temperaturen um 22 Grad zu rechnen.
Badesachen brauche ich als bekennender Warmduscher nicht mit zunehmen.

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29.04.2012

Sind früh nach einem ausgiebigen Frühstück ganz relaxt gestartet und fast ohne Zwischenfälle gegen 15:00 Uhr in Bozen gestrandet.
Der einzige Bolzen den wir verschossen hatten war wieder einmal ein Mautsystem. Diesmal dies von Italien. Wir fahren an ein Mauthäuschen ran, aber keiner der drin sitzt.
Ich suche den Rückwärtsgang, als uns plötzlich ein Kassenbon auffällt, welcher aus einem Automaten lugt. Wir dachten das wird billig, den hat bestimmt einer vergessen.
Wir ziehen das Teil aus dem einarmigen Banditen und die Schranke geht auf. Bezahlt wird hier aber erst beim verlassen der Autobahn – heul.
Haben in Bozen noch einen Abstecher auf die Weinstr. gemacht und dabei den historischen Ort St. Pauls entdeckt. Kleinen Rundgang unternommen und Kaffee + Wein geschlürft.
Im Anschluss zu unserer Pension nach Steinegg auf ca. 900m gefahren.
17 Serpentinen nach oben (meine Tochter erinnert sich bestimmt heute noch an jede).
Das Quartier erreicht und Wirtin kommt uns entgegen und sagt, dass sie mich verwechselt hat.
Sie dachte ich bin der, welcher immer mit einem Mann kommt (Kacke jetzt ist es raus).
Fazit sie hatte nur ein winziges Zimmer mit einem Bett, in welchen meine Oberarme Platz gefunden hätten. Marion sollte im Zimmer vom Sohn schlafen – nu so haben wir aber nicht gewettet. Aber in den Bergen wird sozialistische Hilfe groß geschrieben und wir sind in einer 3 Sterne Herberge untergekommen für das gleiche Geld und wesentlich besserer Ausstattung und Ausblick
Also alles gut.

30.04.2012

Sind heute am frühen Nachmittag in Florenz eingetrudelt. Das Navi spielt mit. Unsere Unterkunft ist etwas ausserhalb vom Stadtzentrum.
Nun zu den Daten: Temperatur ca 22Grad – Diesel 1,70 und Benzin 1,88.
Also Jungs und Mädels in old Germany ganz ruhig bleibem, denn es ist noch Luft nach oben.
Sind noch auf den Plazza Michelangelo gefahren, wo man eine schöne Aussicht haben soll. Aber keinen Parkplatz gefunden. Und wieder mal meinte es der Zufall gut mit uns. Haben einen Haken geschlagen und sind auf dem San Miniato al Monte gelandet. Das ist der höchste Punkt der Stadt mit einer schönen Kirche, einem einzigartigen Friedhof und mehreren Friedhäusern. Die Friedhäuser (Urneneinschübe in mehrern Etagen) sind bestimmt 3,5m hoch und die Besucher die ihre Hinterblieben besuchen wollen müssen für die oberen Etagen eine Leiter anstellen, welche am Eingang steht. Von da oben hat man auch eine ganz tolle Aussicht (ich meine natütlich nicht den von der Leiter) – wenn es nicht regnet.
Haben den caotischen Straßenverkehr bestens gemeistert und uns dem rüpelhaften Verhalten super angepasst.
Sind dann in ein Nachbarort gefahren und haben bei Sonnenschein noch 2 Pizzen im Freien verputzt. Das gute an Italien ist, es ist egal ob du deutsch oder englich sprichst. Die verstehen beides nichts.
Morgen ist Innenstadt von Florenz angesagt. Etwas mulmig ist uns schon, da morgen der 1.Mai ist. Hauptsache die nehmen den Kampftag nicht wörtlich und es läuft ruhig ab.

Italien

01.05.2012

Bei strahlendem Sonnenschein heute morgen munter gewurden. Das sollte jedoch nicht so bleiben. Sind mit dem Auto in die Innenstadt und konnten es in einem Parkhaus unterstellen. Als wir an D E R Brücke in Florenz angekommen waren, setzte der Regen ein. Na was solls es war ja warm. Haben uns die wunderschöne Altstadt angesehen und sind auf den Turm Campanile di Giotto gestiegen. Dies ist der linke Turm vom obigen Bild. Der Aufstieg und die Aussicht in 84 m Höhe ist atem(be)raubend. 414 Stufen, das reicht für eine Woche – mehr Fitness brauchen wir nicht.
Haben dann einen SPAR-Markt endeckt, wo wir unser Abendessen gesichert haben. Der SPAR heisst hier SPAR weil man vor dem Einkauf drauf sparen muss.
Aber wir müssen da locker bleiben. Sind nach 4h langsam zurück zu D E R Brücke Florenzens (ob das richtig ist?).
D E R Brücke ist die Ponte Vecchio, auf welcher jede Menge Juwliergeschäfte zu finden sind. Aber dafür war jetzt kein Geld mehr übrig.

Brücke

Wenn man es schafft mal etwas abseits vom Touristenstrom zu laufen, überkommt einen dann doch der Hauch vergangener Tage dieser fantastischen Stadt.
Bei Ankunft im Hotel strömender Regen und Gewittergrollen. Hier tobt sich der Zeus an uns aus. Haben unser SPARmenü eingenommen und sind in unsere 4m gehüpft… und wieder aufgestanden, da es sich das Männel da oben doch anders überlegt hat. Bei Sonnenschein noch einen schönen Spaziergang durch geheime Pfade an der Arno (Fluß) gemacht und auf der Terasse unsere Rester gemumpelt.

Kurzinfo – auf ganz Korsika ist kein Handyempfang. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mein Ladekabel vergessen habe.
Also alle guten Nachrichten über den Blog, per Email oder über Fazebuch.
SMS an alle Handys von Marion gehen auch. Die schlechten Infos lasst stecken, denn ich habe Urlaub.

02.05.2012

Sind heute früh gegen 9.00 Uhr in Florenz Richtung Fähre aufgebrochen.
Noch mal eine Caosfahrt durch Florenz gemacht. Marion ist mindestens 10 Tode gestorben.
Ich weiß gar nicht warum. Der Bus z.B. auf ihrer Seite hatte noch nicht mal die Außenspiegel gestreift. Und Mopeds passen links und rechts zwischen denn Autos durch.
Auf der Landstraße exakte 94km/h gefahren und die Einheimischen mörderisch ausgebremst.
Na den werde ich deutsche Ordnung beibringen.
Haben in einer Stadt zwischen drin halt gemacht, welche sich anmaßt unser Bildungssystem zu beurteilen und sind dabei nicht mal in der Lage einen Turm gerade hinzustellen.
Sind von da aus Richtung Fähre nach Livorno gedüßt.
Hat alles problemlos funktioniert. Sitzen hemdsärmlig in Liegestühlen mit einem Trink auf den Sonnendeck, haschen Pigmente und dösen vor uns hin.

Ferry Korsika

Und schon ist Korsika nach 4h Überfahrt in Sicht. Da haben die Franzosen ja ein gewaltiges Teil hingesetzt. Sah auf der Karte viel kleiner aus.
Navi angewurfen, Adresse reingehämmert und ab geht er wieder – hoch in die „Dolomiten“ von Korsika. Straßen teilweise satte 2,50m breit und ein Auto parkte auch schon im Abhang. Alles gut gegangen und Pension nach dem zweiten Fragen auf französisch gefunden. Zimmer ist auch blos 3m breit, aber nach hinten ist Luft. Haben an Heike und Pierre gedacht – ihr hättet hier auch eure Freude. Kleinen Rundgang im 50 Seelen Dorf gemacht und natürlich Rotwein gebechert.

03.05.2012

Beim Frühstück unsere Wirtin gelöchert wegen ein paar Geschichten, welche uns interessieren.
Die Sprache ist ja hier nicht unser Ding – also Küchenmesser genommen, Hammer mit Hand gemiemt und dazu ein lautes Bing, Bing, Bing. Das steht im deutschen für Messerschmiede. Korsika ist bekannt für die einheimischen Messerschmieden. Sie war ganz nett und hat sofort für uns einen Termin mit einer Schmiede vereinbahrt. Die nächste korsische Spezialität hatte sie sofort übersetzen können. Knch, Knch heißt überzetzt grunz grunz. Hier auf Korsika sind viele Bauerngehöfte in der Vergangenheit geschlossen und die Schweine ihrem Schiksal überlassen wurden. Diese Viecher rennen jetzt als Wildschweine in der Gegend rum und sind hier kulinarisch der Renner.
Haben uns dann auf den Weg gemacht zur Messerschmiede. Uns wurde alles erklärt. Die Teile werden echt noch in ein Mann Betrieben hergestellt. Haben auch eins erstanden. Da sich die Haare auf meinem Unterarm nicht richtig entfernen liessen, hat der Meister das Messer noch mal nachgeschliffen und bei sich ausprobiert – er hatte einen nackschen Unterarm nachher.
Im Programm stand heute die Umrundung des „Nordkaps“ an. Sind da zum Meer gefahren. Da wir 2 Tage gespart hatten, wollten wir im Spar einkaufen gehen. Haben noch mehr gespart das diese Einkaufsstelle wegen Reichtum geschlossen hatte. 2,5h Mittagspause sollten wir bei uns auch einführen. Das Einsparegebnis war nur temporär, da wir dann das Geld in einem Delikatessgeschäft umgesetzt haben.
Das Kap soll entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren werden. Also mussten wir auf die andere Seite fahren, wo noch mehr Meer war. Uns wurde auch klar warum. Man fährt die ganze Zeit an einer fantastischen Steilküste entlang, wo man wunderschöne kleinste Ortschaften sieht, welche an den Fels gesetzt wurden sind. Marion schrie zwischen drin sogar entgegen ihrer ordentlichen Manieren mal laut auf „verdammte Schei… sieht das schön aus“. Bildlich kann man das gar nicht festhalten.
Haben unterwegs noch einen Stop am Mittelmeer eingelegt und den erstanden leckeren Halbwildschweinschinken, Käse und Oliven mit Brot geknabbert. So gestärkt ging der Rundkurs weiter. Marion hat Angst vor den Franzosen. Kaum war einer von denen hinter uns, beschleunigte sie das Auto spürbar. Und dann noch jede Menge Serpentinen. Ich dachte das vorhin vertilgte Schwein schaut mich noch mal von außen an. Na irgendwie sind wir nach weiteren Pausen wohlbehalten zu Hause im 3 Häuser Dorf Vallecalle angekommen.
Für 160 km effektive Fahrzeit ca. 5h

Auf Grund von Unklarheiten zum Schreiben von Kommentaren (keine Angst Veronika ich nenne keine Familiennamen, Danke für die SMS) – unter dem Blog auf Kommentar gehen und ich schalte diesen dann eventuell frei.

04.05.2012

Zum Frühstück wieder viel Spaß mit unserer Wirtin gehabt. Habe auf Grund von sprachlichen Unzulänglichkeiten, eine Pantomiemenvorstellung vom Feinsten gegeben.
Unser Ziel war heute Bocognano, was fast im Mittelpunkt der Insel liegt.
Die Fahrzeit lt. Navi 1,5h – wir haben aber über 3h gebraucht. Sind über einen Pass in ca. 1400m Höhe gefahren. Die Straßen sind saueng und haben keine Leitplanken. Wenn dann nach einer Stunde Fahrzeit mal ein Auto entgegen kommt, dann rutscht das Herz in die Buxen. Man kann allerdings bei diesem Schneckentempo die Landschaft richtig genießen und Leute ganz oben gibt es noch Schnee.
Am Ziel angekommen war unser heutiges Highlight greifbar nah – ein Wasserfall von ca. 70m Höhe. Also haben wir uns auf die Hufe gemacht um den Teil noch ein ganzes Stück näher zu kommen. Hat sich echt gelohnt. Das Ding ging mit ganz schön Getöns den Felsen runter.
Unterwegs haben wir auch die berühmten Halbwildschweine gesehen. Aber die hatte man schon wieder kaserniert. Etwas später jedoch rannten freilebende Spanferkel über die Straße. Hmm leggooor – da tropft mir gleich der Zahn. In den nächsten 10 Tagen stehen diese Dinger auf alle Fälle mit auf der Speisekarte.

05.05.2012

Heute waren wir die ersten in diesem Jahr, welche zum Frühstück die Terrasse eingeweiht haben. Sind nach dem auschecken noch zu einem Wasserfall in die Berge gefahren. Und dann ging es Richtung Meer. Hier einen kleinen Seitenweg entdeckt, welcher das Navi nicht kannte und fast bis zum „Kanten“ gefahren. Schnell noch unsere sieben Sachen gepackt und durch die Macchia getigert und uns am Meer breit gemacht. Waren da die einzigen. Es war brutal heiß (wir denken um die 35 Grad) und haben uns im Sandstrand fast die Fußsohlen verbrannt. Marion war im Meer baden und ich habe es immer hin bis zur Hälfte geschafft. Wir Männer sind eben viel sensibler.
Sind dann Richtung unser neuen Unterkunft gefahren. Ich habe so langsam Angst, ob ich das Niveau der Pensionen weiterhin auf einen solchen Level halten kann. Sind jetzt ungefähr 600m hoch und haben ein Zimmer mit Meerblick. Das Haus ist im traditionellen Steinbaustil errichtet und steht in einer sehr schönen Gartenhanlage. Die Landschaft ist eigenartig. Es sieht aus, als hätte Obelix hier überall seine Hinkelsteine hingedonnert.
Eine Bemerkung zum Essen – die Preise sind deutlich höher als bei uns. Jedoch blühen unsere Geschmacksnerven richtig auf bei Schinken, Wurst und Käse . Die machen sogar besseres Brot als bei uns (das will was heißen) und selbst die Gurken haben Aroma.

06.05.2012

Heute haben wir wettertechisch den wahrscheinlich schlechtesten Tag erwischt.
Macht nichts, raus aus den Federn und gefrühstückt. Wie bereits bekannt ist Chef des englischen etwas mächtig und haben deshalb ohne Probleme einen Meter Brot nachbestellen können.
Haben dann einen Stadtbummel in Porto Vecchio gemacht. Waren auch wieder auf Nahrungssuche und sind deshalb über einen kleinen Markt geschlendert. Hätten wir uns noch mehr Zeit genommen, wären wir satt zum Nulltarif wieder heimgefahren. Narürlich haben wir etwas zum Essen erstanden und sind in den Hafen gefahren. Haben uns da auf einen Felsen breitgemacht und unser Mittag eingenommen (und ich ein 5min Nickerchen gemacht). Haben nachher einen der schönsten Strände Korsikas auf der vorgelagerten Halbinsel gesucht und nicht gefunden. Hatten aber auch gar keine richtige Lust weiter zu suchen, da ein ganz schöner Regen bis zum Abend eingesetzt hatte. So sind wir zu unserem Quartier durch Korkeichen – „Plantagen“ (der Kork für die Flaschenverschlüsse) zurückgefahren und haben einen Ruhigen gemacht.

07.05.2012

Heute ist Montag und das Wetter zeigt sich wieder von seiner guten Seite.
Unser Ziel heute Bonifacio.

Bonifacio (korsisch: Bunifaziu) ist eine Hafenstadt an der südlichen Spitze der französischen Mittelmeerinsel Korsika (Département Corse-du-Sud) mit 2919 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009). Sie gab der Straße von Bonifacio genannten Meerenge zwischen Korsika und der 12 Kilometer entfernten Insel Sardinien ihren Namen.

Wikipedia

Diese Stadt ist ein echtes Highlight. Sind zuerst hoch Richtung Zitadelle und sind etwas durch die Stadt mit den sehr engen Gassen gestromert. Haben in einem winzigen Bäckergeschäft ein Baguette erstanden. Wir nehmen die französische Lebensart bereits an (siehe Foto).

Baguette

Aber jetzt ging die Post ab – die Treppe des Aragon – 180 und ein paar zerquetschte Stufen runter (oh Gott und die auch dann wieder hoch). Die Stufen sind höher und kürzer als normale. Bin zeitweise der Quere abgestiegen. Zum Glück sind wir fit wie ein Turnschuh. Sind dann weiter zur Kaserne der Fremdernlegion Légion Étrangère, wo hier noch um die 100 Mann stationiert sind. Natürlich wieder einen Friedhof auf der höchsten Stelle der Stadt angesehen und 2 Pflanzen mitgehen lassen (nur für Studien geborgt 🙂 )
Die Stadt auf dem Felsen bietet schon einen grandiosen Ausblick auf Hafen und Meer. Eine Schifffahrt zu den Grotten haben wir nicht unternommen, da starker Wellengang war und wir Angst um unser schönes Frühstück hatten.
Waren auch noch Mittagessen. Dieses war jeden Euro wert und glaubt uns es war nicht billig.
Sind im Anschluss noch mal an den Strand gefahren um nicht so weiß wie andere Urlauber zurück zu kommen (viele Grüße nach Trier).

08.05.2012

Marion hatte im Reiseführer noch einen kleinen Ausflug endeckt. Wir wollten auf den Wanderweg G20. Natürlich mit dem Auto. Der Start verlief allerdings alles andere als optimal. Sind weit nach oben gefahren, als die angezeigte Reichweite im Auto auf 20km absackte. Also wir kehrt und nach unten gerollt (plötzlich waren es 50km) und erst mal getankt und das war gut so. Wir hätten sonst mit Kanister am Straßenrand gestanden. Noch einmal das selbe Spiel und hoch.
Die Radfahrer die wir gesehen haben, hatte schon zu viel Sonne getankt. Die fahren mit dem Rad auf dem Berg nach oben und lassen sich dann mit dem Auto nach unten kutschieren. Ich würde das 100% anders herum machen.
Oben angekommen endeckten wir ein Schild „Wasserfall“ und sind gleich auf den Parkplatz eingebogen. Neben uns standen ein paar Motorradfreaks aus Deutschland. Ich habe sie gefragt wie weit es zu der Attraktion ist und sie „na ist schon ein Stück so ca. 500m“. Mit meiner guten Kondi schaffe ich das locker in 1,36min – dachte ich. Was die Bayern gesehen hatten, waren nur ein paar Stromschnellen. Leute 3h Marsch, hemdsärmlig in Sandalen, ohne Getränke und nicht gerade einfaches Terrain. Man war ich nachher platt. Trotz alledem war es sehr schön und wir fühlten uns in die sächsische Schweiz versetzt. Sind dann noch weiter zum Pass, unsere eigentliches Ziel gefahren, um unsere „Füsse zu vertreten“. Fantastische Aussicht genossen. Das reicht für heute, denn wir mussten uns zu Hause noch stylen, da wir in unserer Pension zu einem X Gänge Menü gehen wollten. Und dies war auch der krönende Abschluss des Tages. 8 Franzosen, zum Glück sprach eine junge Frau etwas deutsch und wir zwei. Es war so eine tolle Stimmung und herzliche Atmosphäre – lässt sich kaum beschreiben. Als Zwischenfazit – die Vorurteile, welche ich und viele andere Deutsche gegenüber den Franzosen haben stimmen absolut nicht
Wenn ich aber jeden Tag so essen würde (als Hauptgericht Wildschwein), dann könnte ich heimrollen. Meine gute Figur ist nun runiert. Am Ende standen auf meinem Platz auch 5 Gläser und eine Kaffeetasse (ja getrunken haben wir bis zum Abwinken). Dieser Tag wird uns lange in Erinnerung bleiben.

09.05.2012

Heute war ein relativ ruhiger Tag in Bezug auf Ereignisse. Mussten über 200km zum nächsten Quartier an der Westküste zurücklegen und da ist auf Korsika der Tag fast rum. Haben auf der Fahrt noch eine alte Stadt und eine uralte Steinbrücke besichtigt. Sind auch durch Propriano gekommen. Solltet ihr mal diese Stadt besuchen, so macht einen Bogen um das Krankenhaus. Der Friedhof ist da größer als die Stadt.
Auch die Landschaft im Calanche Gebirge an dieser Küste veranlasst uns zu der Lautäußerung „wow“. Unser Hotel liegt einen Steinwurf vom Hafen entfernt und mitten im touristischen Zentrum. Ich glaube in der Hauptsasion wird es hier laut. Haben abends noch eine Fischsuppe geschlürft in der kein Fisch war. Haben nicht mal eine Gräte endeckt. Auf den Bild seht ihr den Sonnenuntergang im Hafen.

Chambres d'hôtes Petralonga Salvini - 20137 PORTO VECCHIO

10.05.2012

Heute war endlich mal etwas Ruhe angesagt. Sind nur ca. 40km mit dem Auto gefahren. Unser Ziel war ein kleiner Sandstrand. Auf dem Weg dahin noch eine kleine Wanderung über eine fantastische Felsformation gemacht und danach mit dem KFZ direkt bis zum Strand getrudelt. Mensch war das heiß. Haben es ca. 1,5h ausgehalten mit Baden (wie immer Marion ganz und und ich bis zur Bauchnabelunterkante) und einem Imbiss. Die Vorsaison fetzt – kaum Menschen zu sehen. Im Anschluss zurück ins Hotel und ein Nickerchen gemacht. Hatte fast vergessen was das ist. Am Abend haben wir uns in einem Kutter zum Sonnenuntergang über das Meer kutschen lassen. War sehr schön, aber (und jetzt lacht Heike) es war sehr frischlich. Und wenn ich das sage, dann würden andere meinen richtig kühl. Haben auch 2 Nester von Seeadlern gesichtet. Die Horste sehen aus, als hätte jemand große Weidenkörbe mit Uhu Alleskleber auf die Felsen befestigt. Sonnenuntgangsaufnahmen sind vom Feinsten gewurden.

11.05.2012

Sind heute gegen 09:30 Uhr aufgebrochen zu unserem letztem Hotel auf Korsika in Algajola zu einem, der wärmsten Orte Korsikas. Wir sind wieder die fantastische Steilküstenstraße gefahren, welche sich an der Westküste zwischen Ajaccio und Calvi erstreckt. Es ist schon erstaunlich, wenn man um eine Steilkurve fährt und auf einmal grinst einen das Gesäß einer Kuh an, wo man denkt die steckt mit dem Kopf im Felsen. Ziegen rennen hier auch auf der Straße und Felsen frei rum. Marion hatte schon Angst, dass uns so ein Teil von oben bespringt. Meine Pfadfinderin hatte auch das Fangotal mit dem Fangofluss im Reiseführer entdeckt. Weiter unten werden vermutlich die Fangopackungen abgefüllt. Das Tal ist bekannt für seine Badestellen im Fluss und der sogenannten heißen Steine, auf welchen man alle Viere von sich strecken kann ohne Probleme mit den Hämorriden zu bekommen. Wasser war aber so etwas von kalt, da es direkt von den Bergen kommt, wo immer noch Schnee liegt.
Unser Hotel hat diesmal Meerblick und das nicht nur um die Ecke rum. Es sind nur ca. 3m bis in das Wasser. Haben noch ein gemütliches Grillerschen mit Wein und Bier am Strand mit Livemusik gemacht. Natürlich wieder Sonnenuntergang betrachtet.

12.05.2012

Heute sind wir mal Richtung Calvi rüber gedüst. Mussten erstmal schnell unser Auto waschen. Es war von jeder Menge Blütenstaub überlagert. Wie wir vor 2 Tagen erst erfahren hatten ist die Legion jetzt da stationiert.
Und wie wir an die Tanke ranfahren steht ein Trupp Legionäre dahinter und putzen sich schnell noch mal die Stiefel bevor sie in die Kaserne gegenüber einrücken. Ich habe 2 von denen hemdsärmlig gesehen – nö die fotografiere ich nicht. Ich hoffe das sie Marion nichts tun und schicke sie zu den Bildaufnahmen. Sie hat Paparazzi gespielt und etwas versteckt schnell 2 Bilder geschossen. Alles gut gegangen – ich lebe noch.
Weiter gehts zur Chapelle de Notre Dame de la Serra. Die hatte leider geschlossen. Aber der Ausblick, da verschlägt es einen den Atem. Dieses Teil steht auf einer Anhöhe und man hat Blick auf Festung und Hafen von Calvi. Von da aus weiter auf einer teilweise sehr schlechten (aber wieder die Aussicht wow) Küstenstraße Richtung Galeria (Kaufhof) und da abgezweigt zu einem sehr schönem Tal mit Fluß. DIe Landschaft ist auf Korsika durch den ständigen Wechsel zwischen Küste, Berge und Flüsse sehr beeindruckend.
Am Ende des Tages noch mal ins Meer gehüpft und Sonne getankt.
Muss jetzt meine Hosen waschen. Das Milchlamm zum Abendessen war so frisch das es auf meine Hose gehüpft war. Habe es als Rache vertilgt.

13.05.2012

Sonntag – Ruhetag

2h am Meer gesonnt und nachher abgemattet und in einem Park spazieren gegangen. Temperatursturz – es sind nur noch 21 Grad.

14.05.2012

Heute aufgewacht und mit Entsetzen festgestellt, dass für mich die Halbzeit erreicht ist.
Meine Mama hätte sich aber auch etwas Zeit lassen können mit meiner Geburt.
Marion hatte anlässlich meines Tages ein Spezialfrühstück im Hotel organisiert.
Mit Kerzen und Törtchen und so. War echt Klasse.
An Schlaf war letzte Nacht kaum zu denken. Es war ein starker Wellengang und diese Biester von Wellen klatschten gegen die Hotelmauer.
Wir hatten uns heute 3 Dörfchen und ein Kloster zur Besichtigung vorgenommen. Wir sind zuerst zum Kloster Corbara gemacht in welchen noch 5 Mönche leben. Leider ist da nur nachmittags eine Führung. Wie wir uns die Kirche anschauen, wandelt gerade ein Mönch durch die Hallen. Marion sofort hin und quatscht in im perfektem Deutsch an. Das versteht natürlich auf Korsika jeder – ist doch klar. Ich schon ein schmunzeln auf den Lippen und jetzt Kiefernstarre. Der Mönch antwortet ihr auf Deutsch. Wir waren beide überrascht. Er öffnete (codegeschützt) uns eine kleine Tür durch welche wir schlüpfen und den Innenhof besichtigen konnten.

Das schönste Dorf war St. Antonino, was von unten aussieht als hätte ein Adler auf dem Felsen seinen Horst errichtet.
Haben den schönen Abend in einem urigen Restaurant ausklingen lassen.

15.05.2012

Sind heute Morgen zur Fähre aufgebrochen. Da wir noch etwas Zeit hatten, schnell noch einen kleinen Rundgang in Bastia gemacht. Und ab zur Fähre und 1h Verspätung.
Sind gegen 20.30 Uhr in unserem Hotel angekommen und haben uns den anderen Gästen aus Deutschland, USA, Schweden und Rumänien an den langen Tisch gesetzt und eine gewaltigen Ziehung gemacht. Weiß- und Rotwein, Grappa und einen süßem Dessertwein und alles schön durcheinander.
Das Hotel ist eigentlich ein ganzes Dorf was dem Eigentümer gehört (außer Kirche und Schule).

16.05.2012 am Morgen noch eine Stadtbesichtigung in San Gimignano – das Manhattan der Toscana gemacht. Geile Stadt.
Nun ging es los Richtung Österreich und Leute mich laust ein Affe. Am Brenner Signalton im Auto – Frostgefahr, Temperatur 1 Grad, Schneetreiben, Sommerreifen und wir hemdsärmlig angezogen. Die da oben haben wohl nicht alle Latten am Zaun.
Sind aber gut im Hotel gelandet und gehen jetzt Essen.

Zusammenfassung oder Feedback wie die Leute sagen, welche dem deutschen nicht mehr mächtig sind.

Dies war mein erster Korsika Urlaub und für mich steht die Insel in Europa ganz oben.
Man kann hier schwimmen, klettern, paragleiten, kitesurfen, surfen, wandern, tauchen, schnorcheln, skifahren und selbst FKK ist hier möglich. Diese Vielfalt findet man woanders kaum. Außer Dschungeltouren ist hier fast alles möglich.
Korsika bietet eine raue, schroffe, abwechslungsreiche und sehr schöne Landschaft.
An den Küstengebieten sind Palmen, Zypressen und Eukalyptusbäume beheimatet und ab 1500m nichts mehr.
Die Küstenstraßen im Westen der Insel sind beeindruckend.
Wer nur Badeurlaub machen möchte, sollte lieber auf Grund des Preisniveaus nach Malle machen. Die relativen hohen Preise sind aber auch gut, da sie dafür sorgen, dass Sangria trinkende Mitmenschen hier fern bleiben. Korsika setzt voll auf den sanften Tourismus. Ohne Auto ist man hier aber total erschossen.
Im Mai waren noch relativ wenige Menschen unterwegs, was uns sehr entgegen kam.
Die Temperaturen in dieser Jahreszeit lagen bei 20-30 Grad. Die Wassertemperatur im Meer bei ca. 17 Grad und über die Temperaturen in den Wasserbecken der Flüsse, welche aus den Bergen gespeist werden möchte ich gar nicht reden (saukalt).
Sorry Tierschützer – haben ca. 1kg Eidechsen überfahren.

Hier noch ein paar Links von empfehlenswerten Unterkünften

—–> Korsika Süd/Ost
—–> Korsika Nord/Ost
——> Korsika West
—–> Toscana
—–> Florenz

 

2011 Borneo wir kommen!

mir viere
Am 26.3.2011 geht unser Trip nach Borneo los. Mit dabei Heike, Marion, Pierre und ich. Fliegen gegen Mittag mit Malaysia Airlines nach Kuala Lumpur und weiter nach Kota Kinabalu (KK) auf Borneo und werden da bei den Affen hinabsegeln. Eine Woche vor Abflug habe ich mir die Rüsselseuche eingefangen – zum piepen.

Nicht boese sein englische Tastatur – es fehlen hier ein paar Buchstaben

27.03.
Wir sind angekommen – ganz relaxt aber geschafft. Von Leipzig bis auf Borneo haben wir 22h gebraucht (waere Pierre bloss schneller gefahren).
Ich dachte ich waere in Frankfurt schon da gewesen. Mir war unheimlich heiss geworden. Der Zoll hat mich auseinander gepflueckt. Es tat an meinem Klamotten alles piepsen, einschliesslich der Schuhe. Die anderen 3 grinsten nur.
Die Gepaeckausgabe in Kuala Lumpur muss eine Reise wert sein. Im Untergrund mussten wir einen Zug besteigen, welcher uns dann zum Gepaeck fuhr.
Hier ist es bewoelkt bei ca 28 Grad und 300% Luftfeuchte (gefuehlte).
Wir sind natuerlich im Beverly Hotel eingescheckt – naja.
Waren noch fix auf dem Markt. Pierre und Heike sind noch etwas durch das Einkaufcenter geschlendert und wir beide waren an der Waterfront in einem Fischrestaurant (Danke Ari fuer den Tipp). Im Restaurant riesige Fischbecken und Aquarien voll mit dem ganzen Merresgetier. Haben uns ein halbes Kilo Schrimps genehmigt. Muessen jetzt mal ins Bett huepfen, denn sind ganz schoen fertig.

28.3.

Gegen 9.00 Uhr notgedrungen aufgestanden. Haengen noch etwas im Jetlag.
Marion hat es nun mit der Grippe voll erwischt – haelt sich aber tapfer.
Wollten heute ein altes Fischerdorf mit den Mangrovenwaelder besuchen. Also zum Busbahnhof. In eine Minibus einestiegen und kurz darauf spaeter von einem privaten Taxifahrer abgeworben und wieder umgestiegen. Ab geht die Kiste – als Auto kann man es nicht bezeichnen. Da ist alles festgebunden. Von der Stossstange bis zur Motorhaube. Die Tueren gehen nur von aussen zu oeffnen. Die Klimaanlage besteht aus Fenstern, welche sich noch etwas oeffnen lassen. Unser Fahrer geht zwischen drin tanken. 50 Cent der Liter und er hat sich die Bude vollgehauen (5 Liter).
Zu dem Dorf sind wir nicht gekommen, da die Strasse nicht befahrbar war.
Na macht nichts umgekehrt, auf einer Haengebruecke uns ausgetobt und uns eine Riesenananas geteilt. Diese war liebevoll von Hand geschnitzt und verdammt lecker. Der Kutscher hat uns dann zum Glueck zurueck ins Hotel gefahren. Insgesamt ca. 50km fuer insgesamt 2 Euro pro Person.
Nach einer kleiner Ruhe waren wir noch schoen Essen in einem Pub mit persoenlicher Begruessung vom Inhaber. Alle sehr nett hier.

29.3.

Sind wieder online – kurze Zusammenfassung

Haben uns in die Berge in ca. 2000m Hoehe fahren lassen und sind in einem Hotel mit super Ausblick untergekommen.
Haben gleich nachher uns fleischfressende Pflanzen im Dschungel angesehen. Pierre in Flip Flops hat auf dem lehmigen Untergrund fuer tolle Abwechslung gesorgt. Und dann gleich weiter zum canopy catwalk. Man lauft da zwischen den Baumwipfeln auf Haengebruecken lang in ca. 40m Hoehe.
Tiere leider nicht gesehen, aber es war sehr wackelig und schoen.
Am Abend setzte Regen ein ( der Regenwald heisst Regenwald, weil es da im Busch regnet) und eine Stunde spaeter deutlich mehr. Das ging die ganze Nacht so. Es ist aber Nachts zum schlafen in den Bergen trotzdem angenehm – Temperaturen 18 Grad.

30.03.

Sind heute Vormittag in eine Teeplantage gefahren und diese uns mal angeschaut. Der Tee sieht aus wie unsere Lingusterhecke und schmeckt auch so. Die Fabrikbesichtung war interessant
Habe noch einen Tee geschluerft (alles biomaessig ohne Alkohol) und schon ging es weiter.

Highliht heute war eine Fischmassage. Was soll das sein?
Also wird erst mal bezahlt und eine Tuete Fischfutter in Empfang genommen. Marion skrupellos Schuhe aus und ihre Flossen in den Fluss gehangen. Aber da waren noch andere beflosste Wesen, welche sich um Marion Beine scharrten. Sie schrie auf und wir lachten. Das sollte uns gleich vergehen. Diese Viecher umschwirtten unsere Beine und knabberten und bissen an diesen. Die Fische waren bis 30cm gross. Fangversuche blieben ohne Erfolg, das sie sich gleich meine fetten Finger schnappen wollten. War eine sehr schoenes Erlebnis.

Am fruehen Nachmittag noch einmal zu Poring Springs und was im Restaurant mit ganz toller Atmosphaere geknabbert. Da wir in dieser Anlage am Vortag nicht alles geschafft haben, ging heute die Besichtigung weiter. Die Schmetterlingsfarm war schoen, aber ohne Schmetterlinge, da der Kunde oben wieder die Schleussen geoeffnet hat.
Wir haben es aber geschafft einen Schmetterling abzulichten.
Bei diesem Wetter kamen uns die heissen Schwefelquellen ganz recht. Waren aber nur mit den Fuessen drin, da es Tage gedauert haette diese steinernen Bottiche mit Wasser zu fuellen.

31.03.

Marion geht es wieder viel besser.
Sind gegen 9.00 Uhr aufgebrochen und mit dem VIP Bus Richtung Sandakan in einer Dschungelloge gelandet. An meine Mama – ich muss nicht im Zelt schlafen. Fantastische weitlaeufige Anlage mitten im Regenwald. Passt alles. Erster Streifzug zu den Orang Utancenter gemacht. Wegen 3 Affen Geld bezahlt. Vielleicht sollten wir doch mal duschen gehen. Und wie wir 4 so lang schlendern kommen von hinten ein paar Auslaender gerannt und schrieen Monkeys und Camera. Da kam auch ein Affe auf uns zugestuerzt. Kurze Ueberlegung von meine Seite (die anderen drei haben sich erst mal duenn gemacht). Was tun. Der Affe kam im Affenzahn auf mich zu. Ich mich breitbeinig in den Weg gestellt und mit ihm kommuniziert. Mein UUHH Uh UUHHH hat er vertanden und ist vorsichtig an mir vorbei geschlichen. Nun war Marion dran. Er steuerte auf sie zu und nahm gefuehlvoll die Wasserflasche aus Marions Hose, drehte den Verschluss auf und trank auf uns. Unsere Freunde haben zum Glueck alles bildlich fesgtehalten.
Auf den Heimweg noch 4 Kokusnusse gekauft etwas abgetrunken und mit Rum gefuellt. Meiner war etwas stark – hatte einen Affen.

1.4.

Heute war Ruhetag – fast

Weil es so schoen war sind wir heute noch mal zu den Affen gelaufen.
Waren da ganz alleine und habe auch einige freilebende Tiere in den Baeumen gesehen. Bis der Kumpel von gestern mich wieder entdeckt hatte.
Dieser Orang Utan kam gleich auf mich zugeschossen. Also ich mich breitbeinig hingestellt und meine Faeuste auf meiner Brust wirbeln lassen. Das hilft – er legte sich vor mich hin. Ach schoen – wollte schon immer mal ein Alpha Maennchen sein. Heike und Marion waren sehr unruhig. Das Adrenalin kochte hoch. Es kamen auch noch ein paar Resusaffen an. Das sind die, welche die Penatencreme nicht kennen und einen roten Hintern haben.

Ab morgen werden wir wahrscheinlich nicht mehr erreichbar sein.
Fahren fuer 3 Naechte in eine River Logde und im Anschluss Richtung Semporna schnorcheln.

Auferstanden wie der Phoenix aus der Asche.
Danke Veronika und Holm fuer eure Zeilen.

2.4.- 3.4.

Nach zaehen telefonischen Verhandlungen von Pierre war unsere 3 taegige Dschungeltour gebongt. Wurden frueh morgens in ein Taxi verfrachtet und zum Hafen in Sandakan gekutscht.
Das Hafengelaende bestand aus vielen zusammengefuegten Holzhuetten, welche bis in das Meer gebaut wurden. Also wir zarten Gestalten uns da durchgeschlaengelt und ab auf das 180 PS starke Speedboot. Und schon ging es mit Vollgas ab ueber das Meer und ungebremst in den Kinabatangan Fluss nach Sukau. Die Fahrzeit betrug 3,5 Stunden mit einer geilen einstuendigen Pause am Flussufer. Das erste mal eine kleine Wanderung durch den Regenwald auf befestigten Holzstegen gemacht.
Im Fluss ein Krokodil gesichtet. Die Haende blieben fortan im Bottich. Lieber ein mal feige sein, als ein ganzes Leben nicht pobeln koennen. Weiter gings zur Lodge. Da tauchte ein Schwarm Hornbills auf, der auch unseren Guide in Begeisterung versetzte. Diese Voegel kommen nur in Borneo vor und 24 Stueck auf einen Haufen – wow.

Am Abend gleich mit dem Boot einen Trip auf eine kleinen Seitenarm des Flusse unternommen. Hier krauchts und fleuchts uberall. Schlangen , Warane, Affen und Affen gesehen. Besonders ausgefallen waren die ebenfalls nur in Borneo beheimateten Nasenaffen.
Das Dinner war extravagant – wir mussten alle Roecke tragen. Pierre kariert und ich gebluemt – sahen aus wie 2 Lotusblueten.
Am Morgen noch vor dem Aufstehen ein kurzer Bootstrip. 5 Meter neben der Lodge hingen 2 Schlangen im Geaest. Bei Marion stieg der Blutdruck sprunghaft an, da diese direkt ueber ihr hingen. Nischt wie weg hier.

Nach dem Fruehstueck einen anspruchsvollen Spaziergang zum Stadtzentrum gemacht. Sukau besteht aus 3 Holzhuetten, 2 Hunden und einer Katze. Dem entsprechend war das Shoppingcenter aufgebaut. Holzhuette mit ein paar Konserven.
Am Abend ging es zu unserer letzten Bootstour im Regenwald. Da haben wir Affen gesehen, an welche ich mich immer frueh 07.15 Uhr erinnere – die heissen Ma-kaken.

4.4.-7.9

Sehr lange Fahrt mit einem schwer erkaempften Pickup Richtung Semporna am Meer gehabt.
Schnell noch eine Dönnerananas (Wortkreation von Pierre – läuft alles zu den Mundwinkeln raus) verschlungen und ab aufs Speedboot. Diesmal schlaffe 300 PS.
Und ab auf die Insel Pom Pom. Eine Traumwelt – die machen da das Meer tuerkisfarben fuer die Urlauber.
Sind 2 x mal mit auf andere Postkarten-Inseln genommen wurden. Eine Traumwelt – ich glaube ich werde Berufsurlauber.
Das Highlight ist das Schwimmen und Schnorchlen mit den Schildkroeten. Das Fotografieren unter Wasser ist nicht einfach. Da gibt es Wellen, die dies fast unmoeglich machen. Mein Salzbedarf ist fuer das ganze Jahr gedeckt.

7.9. Sind frueh sehr zeitig von Pom Pom mit dem Boot Richtung Festland aufgebrochen. War starker Wellengang auf dem Meer und sind glatschnass gestrandet. Schnell noch die offene Rechnung beglichen und ab mit dem Pickup Richtung Flughafen nach Tawau.
Etwas im Flieger abgenickt und in Kuala Lumpur gelandet. Hose war immer noch nass.
Eine Wahnsinns Stadt. Da ist die Skyline von Frankfurt ein Fliegenschiss. Unsere 2 Mitreisenden hatten uns hier mit einen super Hotelzimmer ueberascht. Es ist eine Suite von mindestens 100 Quatradtmetern. Alleine die Dusche hatte stolze 3 Quatratmeter. Nur die Kueche war etwas spartanisch eingerichtet – es gab nicht mal einen Geschirrspueler. Wir hatten auch den direkten Blick auf die Twin Towers. Die sehen vor allem Nachts gigantisch aus.
Sind vormittags auf den KL Tower rauf (natuerlich mit Lift). Bombenaussicht über die Stadt.
Die Einkaufzentren sind auch von anderen Ausmassen als bei uns (Gott sei Dank). Sind zur Zeit im Times Square Center. Das ist das einzige Einkaufcenter auf der Welt, wo innen eine Achterbahn faehrt.
In ca. 5 Stunden sitzen wir Richtung Frankfurt im Flieger.

Nachtrag

War ein herrlicher Urlaub, welcher vor allen von der Natur geprägt war. Borneo ist ein teures Pflaster – aber wie Heike immer sagt „was solls, man kommt hier nur einmal her“. Wir hoffen, dass das Land von den massiven Anbau der Ölpalmen wieder Abstand nimmt, da diese auch auf Kosten des Regenwaldes angebaut werden.
Orang Utan Hilfe – Bitte unterstützt uns!!!

Die Menschen waren alle sehr freundlich. Ausnahme war hier Semporna, da gibt
es es einige Philippiner, wo wir den Eindruck hatten das wir stören.

2010 Marion und Jens im Land der Elche und Trolle

wir beide2

Am Freitag dem 6. August ist es soweit. Womo holen und bestücken und gegen 20.00 Uhr geht es Richtung Norden und werden da mit der Fähre nach Gedser übersetzen und im Anschluss von Kopenhagen nach Oslo geht es mit derm nächsten Dampfer weiter. Marion ist schon ganz hippelig und packt Sachen und ich oxidiere derweil als Hochleistungs-Chiller im Bett rum.

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6.8.

Sind fast pünktlich mit 1,5h Verspätung gestartet.
Marion hatte Angst, dass wir alles im Kühlschrank unter bekommen.
So schlimm war es gar nicht. Möchte wissen, was wir nach einer Woche
knabbern sollen.
Sind gegen 23.30 Uhr auf den Parkplatz eines Golfplatzes bei Kemnitz
(ist richtig geschrieben) gelandet, haben uns schnell noch ein Schnäpsel genehmigt und sind in unsere 4m gegangen.
War aber so aufgedreht, dass ich erst gegen 4.00 Uhr zur Ruhe kam.
Da fingen die Kunden an, den Golfplatz zu mähen – Kacke.

7.8.

Hat alles perfekt geklappt. Fähre von Rostock nach Gedser hatte eine halbe Stunde Verspätung, da auf dem Wasser im Überseehafen eine Fete Namens Hanse Seals statt fand.
Da haben uralte von Holzwürmern durchsetzte Pötte unsere Fähre mehr oder weniger aufgehalten. Sind dann durch Dänemark gedüst. Marion bis halb Kopenhagen. Waren da auf so einer Einkaufsstraße die einzigen mit einem Womo. War echt geil.
Die Fähre erinnert eher an ein Kreuzfahrtschiff. Überall Partystimmung und es gibt sogar einen Poolbereich. Beim ablegen spielte eine Blaskapelle – wie bei der Titanic. Warten jetzt auf die Eisberge. Habe Marion noch einen schönen Sonnenuntergang geboten – ja so bin ich.

8.8.

Super Nacht auf den Dampfer gehabt und kein Eisberg war auf Kollisionskurs.
Eine gigantische Einfahrt in den Oslofjord bei strahlendem Sonnenschein erlebt.
Solche Temperaturen sind hier neu für mich. Haben für unser Nachtquartier auf einer Höhe von ca. 800m neben einer kleinen Kirche mit Friedhof Stellung bezogen. Fantastische Aussicht in das Tal.
Waren auch schon baden – bis zur Kniekehle Unterkante.
Das Wasser war so kalt I———I. Für die die kein Lineal haben, dass sind 3cm und für diejenigen die nicht wissen von was ich rede 16 Grad.
Bei Ankunft blankes Entsetzten – Kühlschrank ausgefallen. Müssen jetzt ruckartig alles vertilgen und dann hungern. Habe echt Angst um mein Gewicht.

Offene Zugänge zum Netz sind äußerst selten und wenn dann gibt es keinen Parkplatz in der Nähe. Also müsst ihr euch auf Lebenszeichen von uns gedulden.
Wein schmeckt. Wir nehmen an, dass alle Zöllner entlassen sind.

9.8.

Hatten eine absolut ruhige Nacht und unsere Nachbarn auf den Friedhof waren auch ruhig.
Haben gegen 9.00 Uhr bei einem grandiosen Ausblick unser Frühstück eingenommen.
Dann kam ein Bagger und hat Gräber ausgehoben.
Sind dann an einem übelst schönen Fluß vorbeigekommen. Beim Stopp entdeckten wir mit Gras bewachsene Hütten. Eine Tür war angelehnt. Marion klopft, aber keiner ruft herein. Geht auch nicht, denn das Kackhaus war leer.
Unsere Fahrt ging weiter über eine geile Hochebene. Ca. 1500m hoch und alles Schotterpiste.
Da fallen einem die die Dritten raus.
Wahnsinns Seen und sehr schöne Aussichten. Während der Weiterfahrt viele Pilze gesehen, aber keinen Parkplatz. Dann Parkplatz gefunden, aber keine Pilze.
Etwas weiter unten bauen alle Bauern Gras an.
Haben jetzt unser Nachtquartier 500m tiefer an einem See gefunden. Sind ungefähr auf der Höhe von Lillehammer.

10.8.

Sehr schöner Morgen am See. Nebel zog langsam auf.
Habe eine neue Freundin. Sie heißt Influenza. Rafting ist deshalb ins Wasser gefallen. Und das buchstäblich – es hat 2h geschifft. Zum Glück wechseln wir uns mit dem Fahren ab. Schreibe nicht weiter – keine Lust.
Mir geht es etwas besser nach einer heißen Zitrone, einem Grog und einem Schnaps.
Vielleicht merke ich das durch den Alkohol auch nicht mehr.
Haben unseren nördlichsten Punkt erreicht. Etwas oberhalb vom Trollstigen.
Campen hier an einem Fluss. Der Regen hatte zum Abendbrot aufgehört.
Bis um 22.00 Uhr haben wir am Fluss bei einem Lagerfeuer gesessen und die Landschaft bestaunt, welche sich im Minutentakt änderte. Der Fluss macht ein übelstes Getöns.
Hoffentlich dreht da die Nacht einer die Pegel runter.

11.08.10
Nacht vom Feinsten gehabt. Wetter i.O.
Haben heute den Trollstigen „bezwungen“. Ist eben das Highlight Norwegens.
Öfters als sonst wurde ein Fotostop eingelegt. Ich glaube Marion hat ein neues Hobby – Foto.
Sind am Geiranger auf den Campingplatz gelandet und haben mal kurz mit Peggy und Alex geskypt und dreckige Wäsche gewaschen. Hier ein Bild vom Geiranger (die Wäsche haben wir nicht fotografiert).

Geiranger

12.08.10
Wieder bei fantastischem Wetter munter geworden. Traumschiffe bei der Einfahrt in den Fjord beobachtet. Haben uns ein Boot mit 15 PS gemietet und sind über den Geiranger gedonnert.
Angel mitgehabt – warum blos? Haben uns den spektakulären Wasserfall „Die sieben Schwestern“, welcher im August zu einem kümmerlicheren Teil verkommen ist, vom Boot angesehen. Habe die Wellen etwas unterschätzt. Sind gesprungen, so das auch Franz Klammer seine Freude gehabt hatte. Bloß Marion nicht, ihr tat alles weh. Jetzt muss ich mich gewaltig strecken, um das wieder gut zu machen.
Im Anschluss ging es auf 1500m Höhe zu dem Dalasnibba. Ein Aussichtspunkt der es in sich hat. Unbefestigte Straße ohne Leitplanken – UUUhhaaaaa Spiel mir das Lied vom Tod.
Aber eben halt ein grandioser Ausblick auf den Geiranger mit samt seiner kleinen Luxusbötte.

Sind im Anschluss gleich auf diesem Fjell geblieben. Mitten in den Bergen an einem Gletschersee. Haben schon Holz gesammelt. Werden irgendwie das Gefühl nicht los, das es die Nacht saukalt wird.

13.08

„Immer wenn du denkst es kann nicht schöner werden, dann kommt es noch besser“ M.L.

Aber zurück zum Anfang. Auf den Fjell war eine himmlische Ruhe und am Morgen eine sibirische Kälte. Haben zu 1. mal drinnen gefrühstückt (mit Heizung). War kurz draußen da haben die Mücken ein dickes etwas über das Fjell bewegen sehen und haben sich auf mich gestürzt. Die Mücken die Schweine.
Dann rückte der Briksdalsbreen in unsere Sichtweite – siehe Zitat von Marion.
Jetzt haben wir zum ersten mal nicht nur unser Auto bewegt, sondern uns selber.
Sind zu dem Gletscher ca. 1,5 h gelaufen. Der Schreck saß bei mir tief. Er war bei meinen letzten Besuch ca. 300 m stärker d.h. weitläufiger im Tal. Ist alles den Bach runter gegangen. Die Leute die direkt am Gletscher waren sind schnell zurück gekommen. Waren in ca. 150 m Entfernung, als zwei Eislawinen sich lautstark lösten. Der Fotobeweis ist vorhanden.
Wenn das abtauen so weiter geht, wird das für unsere Enkel mal eine Tagestour
Interessant sind auch die verschiedenen Nationalitäten auf dem Gletscher.
Zum ersten sind da die Deutschen, welche versuchen das Auto möglichst mit hoch auf den Gletscher zu nehmen. Nicht das sie lauffaul sind. Wohl doch eher aus Angst vor den Polen, die auch da sind. Dann gibt es noch die bis an die Zähne mit Kamera, Teleobjektiven und Videokameras aufgerüsteten Japaner. Da wissen selbst die Norweger nicht, wozu die Beine haben. Die lassen sich jeden Zentimeter mit den Gletschermobilen fahren und steigen nicht mal zum fotografieren aus. Und da gibt es noch unsere Freunde aus der ehemaligen Sowjetunion.
Da erkennt man vor allem die hochgestylten, mit Pumps beschuhten Frauen mit ausgefallen Make Up. Am Geruch habe ich sie nicht erkannt, denn ich habe noch Schnupfen.
Sind im Anschluss Richtung Süden weiter gefahren und haben auf eine Seitenweg noch einen geilen Gletscher gesehen. Stellplatz eine Wiese und ich schaue erst mal ob ich versinke.
Alles ok. Marion kommt angedüst. Ich soll das Fahrzeug noch ein wenig umparken – kein Thema, habe das Fahrzeug im Modder festgefahren. Nach einer halbe Stunde schlugen alle 1. Hilfemaßnahmen fehl. Was nun ? Wie aus heiterem Himmel kamen Deutsche des Weges. Marion hat sich sofort auf der Straße breitgemacht und sie gestoppt. Die haben uns dann zum nächsten Gehöft mitgenommen, wo wir einen Traktor von einem Grasbauern gechartert haben. Die Aktion hat uns 200ml Chantré und jede Menge Angstschweiß gekostet.

14.08.10

Sind heute Morgen bei Regen in Richtung Flam aufgebrochen. Hatten aber Glück, denn nach 1h kam die Sonne raus. Haben insgesamt über 50km Tunnel bewältigt. Der längste schlaffe 24km lang und der spekulärste – dazu später.
Waren noch schnell die Chemietoilette entsorgen. Marion wollte 2 Sachen auf einmal machen, den Wasserhahn zudrehen und den Schlauch halten. Das ging mächtig in die Hose – äh in meine. War glatschnass.
In Flam angekommen sind wir der Empfehlung unseres Reiseführers (Buch) gefolgt und sind mit der Falmbahn in die Berge auf ca. 866m Höhe gefahren. Na wir hatten uns für 40€ die Person mehr versprochen. Das einzige waren wieder die Japaner mit ihrem Dauergrinsen, welche für Unterhaltung gesorgt haben. Kaum war die Bahn in einen Tunnel gekommen, schauten sich sie sich alle ihre Bilder auf der Kamera an. Wenn aber Licht zu sehen war, sprangen sie im Kollektiv auf und stürmten mit ihrem Fotogeräten zu den Fenstern und gaben Dauerfeuer. Wie die Guppys. Ich glaube, wenn dehnen so eine Kiste mal abhanden kommt, machen sie Harrikiri.

Von den Deutschen die uns gestern geholfen hatten, haben wir den Tipp bekommen eine Schlucht zum Fresvikbreen zu besuchen.
Da war auch der spektakulärste Tunnel ca 3km lang bei ca. 10% Steigung auf unbefestigter einspuriger Straße und das alles ohne Beleuchtung. Wäre fast ausgestiegen und Heim gelaufen, denn wir sind wieder steckengeblieben. Die Räder greifen einfach nicht auf den losen Untergrund. Haben es aber doch hinbekommen und pünktlich bei unserer Ausfahrt aus dem Tunnel, kam uns ein Auto entgegen. Richtig Massel gehabt. Der Stellplatz in der Hochebene ist wieder mal astrein, bis auf die Schafe, welche Marion angegangen sind. Habe den Viechern mit einem Knüppel begreiflich gemacht, dass das mein Weibchen ist.
Haben noch ca. 1,5kg Pfifferlinge gefunden, geputzt, gebraten und gefuttert.

15.08.10

Wenn ihr denkt das geht so weiter, wie in den letzten Tagen, so habt ihr euch geirrt.
Heute ist Sonntag und da müssen wir uns auch mal schonen.
Wir kommen uns wärend der Fahrerei wie Computer Hacker vor. Marion fährt und ich scanne die offenen Netze.
Sind vielleicht 60km gefahren und dann gemütlich durch ein Tal gerollt um im Anschluss wieder im Hochland zu landen.
Haben Position an einem Mini See bezogen und eine kleine Heidewanderung gemacht. Es ist brutal heiß, aber Marion findet es genau richtig. Haben also relaxt und den Abend mit einem Grillerchen beendet.
Muss morgen den Schafen ihre Glocke klauen. Das Gebimmel hat mich um meinen Schönheitsschlaf gebracht.

16.08.10

Heute war Bergen dran. Diese Stadt hat ca. 250 Tage Regen im Jahr
und heute war es selbst Marion zu heiß. Der Planet brannte erbarmungslos.
Haben das legendäre Bryggen besichtigt, welches von der deutschen Hanse vor ein paar Jahrhunderten errichtet wurde. Sind im Anschluss noch auf den Fischmarkt, haben einen Imbiss eingenommen und Lachssteaks zum grillen erstanden.
Auf Wunsch einer Mitreisenden, sind wir dann an einen Küstenstreifen gefahren. Muss ja zu geben, das es nicht ganz schlecht war (bloß nicht zu sehr loben). Mussten allerdings Campingplatz anlaufen mit einer super Aussicht auf das Meer, da es hier keine wilden Stellplätze gibt.

17.08.10

Noch weiter nach Süden abgesetzt. Dabei zum 4. Mal die Maut in Bergen geprellt. Sind ja gespannt, was da noch kommt.
In der Nacht hatte es geregnet und jetzt wieder Sonnenschein. Das passt.
Haben eine fantastischen Stellplatz aus Versehen „erstannten“. Wir hatten bei der Abfahrt
gedacht wir kommen wo anders raus. Glück gehabt. Stehen an einem Fjord mit Blick auf einen kleinen Hafen. Angeln kann man auch. Aber die doofen Fische springen über meine Angel, anstatt an den Haken zu gehen. Sollten vielleicht eine heiße Pfanne aufstellen und warten bis da drin einer landet. Die Lachse führen vor unseren Augen gigantische Sprünge aus – würde sagen in der A Note eine glatte 10.0. In der künstlerischen Note gibt es Punkte Abzug, da ich nicht weiß, was die mir damit vermitteln wollen.

Wieder Regen in der Nacht und am frühen Vormittag. Die Sonne hielt bis 17:00 Uhr.
Jetzt gelegentlich kurzer leichter Regen. Haben wieder ein paar Mautstellen ohne zu bezahlen durchfahren. Wir haben das automatische System nicht geschnallt. Sind von den Fjorden ein wenig wieder nach oben gefahren und campen an einen kleinen Bergsee. Die Strasse ist hier zu Ende. Das heißt es wird eine ganz ruhige Nacht. Marion hat am See gelesen und ich habe im Bett über meine Probleme geräuschvoll nachgedacht.

Wir haben richtig Massel mit dem Wetter. Es regnet meistens nachts. Haben heute rund 100km zurückgelegt. Werden langsam faul. Vielleicht liegt es aber auch an der Gegend. Kaum vom Fjord weg ging es wieder hoch oberhalb der Baumgrenze. Die Straße war markiert mit ca. 3m-4m langen Stangen, wegen der Schneeverwehungen. Wollen gar nicht wissen, was hier im Winter los ist.
In der Hochebene von Bergen umzingelt, wieder einen super Stellplatz an einem Bergsee gefunden. Hier gibt es sehr viele Heidelbeeren. Leider reichen die nicht um mein Feinkostgewölbe zu füllen.
Haben für das Abendbrot schnell noch ein paar Pilze einkassiert. Marion hat die in unserer Kajüte gebraten – leeggggor.
In der Nacht hat es ganz schön geschifft – aber ab 5.00 Uhr war der Spuk vorbei.

20.08.10

Heute Morgen war es für die Jahreszeit zu kalt, würde Hr. Kachelmann sagen.
Deshalb haben wir in unseren 4 Wänden gefrühstückt und sind aufgebrochen.
Wieder Richtung Norden gefahren (Höhe Oslo) und die Landschaft genossen.
Sind dann wieder zu unserem heutigem Endziel eine kleine Straße eingebogen. Zeit für das Mittagessen. Ich sage zu Marion, sie soll hier doch ran fahren. Kaum gestanden ein Aufschrei von Marion. Na sie hat nichts neues entdeckt, nö nur Pilze in der Einmündung. Und es gab wieder Pilze. Da die Dinger keinen Nährwert haben, werden wir schlank wieder kommen.
Und schon wieder träume ich….
Unterwegs durch Zufall die kleinste Stabskirche Norwegens gefunden, diese gleich mit einem uralten Dorf der Telemark besichtigt.
Die Stimmung an Bord sinkt etwas. Alles grau draußen und der Stellplatz ist auch nicht der optimale. Gegen 18.00 Uhr setzt der Regen ein. Leute aber es gibt Pilze. Marion spricht mir ein Pilzsammelverbot aus. Wenn das so weiter geht müssen wir wegen den Dingern im stehen fahren.

21.08.10

Bis 6.00 Uhr heute Morgen hat der Regen erbarmungslos auf unser Dach getrommelt.
Hörte dann auf und mit starten des Motors quälte sich die Sonne heraus.
Schwein gehabt. Sind dann gemächlich durch ein Skiareal gefahren und dann wieder Berg abwärts. Da haben wir eine Bergbahn entdeckt. Wie es sich für Touris gehört, gleich die Rückfahrt mit gebucht und den Berg hochgefahren. Oben entschieden wir uns nach unten zu laufen. Haben dafür 2h Fußmarsch gebraucht. Aber mit Hindernissen. Marion hatte ein ausdrückliches Pilzverbot hinterlassen. Da sie vorn weg marschierte war das kein Problem.
Schon nach 5 min grinsten mich die ersten Rotkappen frech an. Alles mitgenommen was da des Weges stand. Marion musste tragen helfen (diese vorwurfsvollen Blicke). Musste dann mein T-Shirt ausziehen(sah aus wie Adonis), weil wir die Pilze nicht mehr tragen konnten. Nun ist aber endgültig Schluss meinte Marion. Und ich „Ja, ja“. Hatte natürlich weiter gesammelt, wenn sie nicht schaute. Aber sie war wie ein Schießhund.
Sind im Anschluss wieder einen Marionweg gefahren. Sie sucht aus und ich muss die knapp 30km unbefestigten Weg fahren. Und was steht am Straßenrand eine Rotkappe neben der anderen. Aber ich darf ja nicht. Darf nicht mal das Wort Pilz in den Mund nehmen.
Ganz oben war ein riesiger See und am Ende dessen eine Sandbank entdeckt – ok. unser Stellplatz. Auto positioniert und – Mensch ist das ein Wind hier. Habe Angst um meine Frisur. Nö das wird hier nichts. Die Äste am Wegesrand, welche am Auto schabten mit der Axt entfernt und ab ging es wieder Richtung Tal. Dabei gefachsimpelt, dass unser Gefrierteil im Womo fast leer ist. Da gehen ja noch ein paar Pilze rein – oder?
Stellplatz gefunden und sofort die Dinger gepflückt. Marion der weil einen Trink gemacht. Nach dem 2. bin ich schon gewaltig durch den Busch getorkelt. Aber die Teile sind ja zum Glück nicht zu übersehen. 5 Beutel eingefrostet und noch eine gewaltige Portion zum Gulasch. Mensch uns geht es verdammt gut.

22.08.10

Heute Morgen wieder mal im Freien gefrühstückt. Aber ohne Pullover ging es nicht.
Marion hat die Freigabe für einen neuen Beutel Pilze (Frost) gegeben. Nach dem Frühstück Marion rechts und ich während der Fahrt nach links geschaut. Je nachdem wo was stand ist der jenige aus dem Auto gesprungen und hat geschnitten. Dabei ein paar PKW´s aufgehalten, denn es war ja alles einspurig. Aber es ist ja für einen guten Zweck und der Beutel war nach 10min mit nur besten Speisepilzen gefüllt.
Sind im Anschluss nach Heddal gefahren. Dort steht die größte Stabskirche in Norge. Eintritt mussten wir nicht berappen, da kein Eintritt war. Es fand Gottesdienst statt. Na genau dafür haben wir uns ja interessiert und durften so rein. Kaum drin, wollten die mir ein Gesangsbuch verpassen – ehh die Texte von Söhne Mannheims kenne ich doch auch ohne diesem Teil.
Aber irgendwie war das nicht gefragt.
Im Anschluss bei einer Dönerbude uns ins Netz gehackt und den Blog aktualisiert.
Wie nicht anders zu erwarten, haben wir uns danach wieder nach oben abgesetzt. Sind aber nicht weit gekommen. An einem großen See, direkt am Ufer ein Stellplatz. Nach einen Kilometer Bedenkzeit umgedreht und da Stellung bezogen. Marion äußerte, wenn wir das Mittagessen für morgen heute schon auftauen, dann könnten wir … Ich sprang sofort auf und kam mit einer Schüssel Pilze wieder. Werden heute Abend noch etwas am See gogeln.
Wow Elchkacke gesichtet. Nicht das der uns diese Nacht knutscht.

23.08.10

Bei strahlendem Sonnenschein erwacht. Haben an diesem fantastischen Stellplatz bis mittags ausgeharrt und Pigmente gehascht.
Im Anschluss noch in eine Stadt gefahren und ein bissel in den Geschäften gestöbert und Wasser fürs Womo besorgt.
Halten uns nicht mehr allzu weit von Oslo auf. Ach ja zum Abendbrot gab es natürlich Pil…

24.08.10

Heute den ersten Tag erwischt, wo es fast ohne Unterbrechung schüttete. Das sieht hier dann so aus, das richtige Sturzbäche aus den Wäldern kommen. Waren in Honefoss ohne Regen durch die Geschäfte getigert. Nachher fing es aber wieder an. Sind durch einen Regenbogen gefahren, welcher fast ebenerdig war. Am letzten Tag noch einen schönen Stellplatz an ein einem See mit Seerosen gefunden. Kann es aber nicht genießen, da es regnet und ich einen massiven Schüttelfrost habe. Muss bei meinem kleinen Geschäft auch nicht mehr schütteln. Dieser Vorgang ist automatisiert. Das Abendbrot habe ich mir auch noch mal angesehen.
Marion schläft diese Nacht im Alkoven, wegen der Ansteckungsgefahr. Müssen ja Morgen unsere Fähre pünktlich erreichen. Zur Zeit schwitze ich wie Hanne.
Fazit unserer Reise: Es war meine 3.Tour in Norge und zugleich die schönste. Das sage ich jetzt nicht um bei Marion zu Kratzen, nö das ist halt so. Mit den Stellplätzen war bis auf eine Ausnahme, alles perfekt. Hatten eine Wahnsinnstour, mit sehr vielen Höhepunkten und insgesamt 2 Tage Regen. In der Nacht hat uns dies ja nicht gestört. Also Schwein gehabt.
Hätten aber idealerweise 2 Wochen eher fahren müssen, da die Nächte jetzt schon ganz schön kalt werden. Die Menschen hier waren alle sehr nett und helfen einen auch mal schnell aus dem Schlamm-massel.
Wir kommen wieder.
Logenbrüder