2013 Und weil es schön war noch einmal Frongraisch

Glocke

Ja uns hat es voriges Jahr ganz toll gefallen bei den Franzosen und wollen dieses Jahr unseren Urlaub in der Provence verbringen.
Hoffentlich haben wir mit dem Buchen der Unterkünfte wieder ein glückliches Händchen bewiesen.
Aber um das festzustellen müssen wir ja leider noch 5 Monate warten. Der Gedanke an das gute Essen, lässt jedoch auf meiner Zunge sofort ein Pfützel entstehen.
So nun noch 3 Wochen – die Vorbereitungen laufen langsam an. Unsere Route steht fest. Werden wohl auf 3500km kommen.
Auf dem Rückweg schnell noch in der Schweiz unsere ganzes Geld anlegen und fertsch.

Karte Frankreich

17.05.

So morgen am späten Vormittag treten wir aufs Gas. Unser erstes Ziel ist Trier. Werden uns da bei Ari und Robert einquartieren.
Freuen uns schon auf das Grillerschen am Abend.

18.05.

7 Uhr Wecken und… Das Wetter war nicht schlecht – das war richtig gruselig. Es schifft wie Hanne und das Thermometer zeigt stolze 12 Grad an. Irgendwer hat hier nicht geschnallt das wir Urlaub haben.
Was solls sind gegen mittag Richtung Trier aufgebrochen und am späten Nachmittag bei 22Grad und Sonnenschein da eingetroffen. Haben mit Ari noch einen schönen Abend auf der Terrasse verbracht.

19.05.

Der alte vergessliche Mann mit seinen grauen Bart hoch über uns, hat uns heute lange im Regen stehen gelassen. Und dabei fing der Morgen so gut bei Ari an. Nach einer Einkaustour (10 Kilo Kaffee) in Wasserbillig/Luxembourg ging die Temperatur bis auf zeitweise 10 Grad in die Knie und die Autoscheibe wurde ausgiebig vom Mückenfragmenten gesäubert. Sind gegen 15.30 Uhr an unserem heutigem Ziel in Chalon sur Saone angekommen. Mir klappte beim Anblick des Hotels die Kinnlade nach unten. Hatte ich das wirklich gebucht? Konnte es diesmal aber schlecht auf Marion schieben. Hatten es aber erst nach 18.00 Uhr bezogen und es ist für eine Nacht o.k.. Vor allem der herzliche Empfang stimmte uns wieder positiv. In der Zwischenzeit hatten wir noch einen kleinen Stadtbummel unternommen. Liegen um 20.00 Uhr schon in der Koje. Wir sind ganz schön k.o.

20.05.

9.00 Uhr und bei 10 Grad aufgebrochen. Hätte für diesen „Winterurlaub“ dickere Sachen mitnehmen sollen. Aber am Ende des Tages waren stolze 22 Grad zu verzeichnen.
Haben den ersten Zwischenstopp in Bollene gemacht. Marion hat wieder die Detailplanung übernommen und da einen hoch gelegenen Aussichtspunkt vorgeschlagen. Aber weder auf dem Navi noch auf Touristenkarte vor Ort war dieser verzeichnet. Was nun? Neben der Info saßen zwei jungsche Typen auf der Mauer. Ich hin und sie auf englisch angequatscht. Nach kurzem sprachlichen Kauderwelsch begleiteten die Zwei uns und warteten unsere Besichtigung ab, um uns wieder nach unten zu begleiten. Wir haben sie dann zu einem Käffchen eingeladen. 2 super Typen.
Uchaux – dies war unser nächster Stop. Meine Marion hatte ein volles Restaurant endeckt „das muss gut sein“. Ja war es und Sau teuer. Haben für uns 2 Terrinen bestellt, in der Annahme das wir Eintopf bekommen. Ea gab 2 überschauliche Teller mit Gänsestopfleber. Bei Marion meinem lebenden Translator war scheinbar der Akku leer (sorry Marion ich mache es wieder gut).
Nächster Stopp war Orange mit dem Triumphbogen. In dem Ort wurden den früheren römischen alten Legionären ein betreutes Wohnen ermöglicht. Da war auch noch ein Amphitheater, welches wir uns von oben angeschaut haben.
Weiter ging es nach einem Päuschen nach Avignon, in unsere Unterkunft für die nächsten 7 Tage.
Das Navi zeigt noch 800m an und wir fahren an einem Neubaugebiet vorbei. Erneut sind unsere Kauleisten nach unten geklappt. Was habe ich dies mal nur gebucht? Was soll ich sagen – unsere Aufregung war umsonst. Erstklassige Anlage abgeschieden und in einer weitläufigen Gartenanlage mit Pool. Da es nur ein Gästehaus gibt, sind wir damit (außer unserem Gastgeber)die einzigen, welche sich hier breit machen.
Auch hier war der Empfang wieder äußerst freundlich. Wir wissen wirklich nicht was unsere Landsleute gegen die Franzosen haben.
Unser kleiner Abstecher in die Altstadt endete in einer urigen kleinen Kneipe mit einem super Abendbrot , Wein und Bier.

21.05.

Meine Reiseführerin Marion hatte sich heute ein straffes Programm vorgenommen.
Als erstes stand Roussillon mit dem ockerfarbenen Felsen auf den Programm. Hier wurden in der Vergangenheit die Farbpigmente für die Farbe ocker abgebaut. Konnten froh sein, dass der Untergrund etwas angefeuchtet war. Wir hätten sonst ausgesehen wie die Borstenviecher.
Da mein Navi der Meinung war, wir müssen durch Cordes eine Stadtrundfahrt machen, haben wir uns dieser Meinung gebeugt. Engste Gassen, welche voll armer Touristen waren (das sind die, welche laufen müssen)im fast Schritttempo durchquert und schon ging es weiter zur Abtei von Senanque, welche mitten in einem Lavendelfeld steht. Da die Lavendelblüte noch nicht eingesetzt hat, wäre es angebracht gewesen, die Brüder, die wirklich noch dort leben, plazierten zum fotografieren ein paar künstliche Teile.
Da war auch eine deutsche Gruppe, welche noch eine Karte übrig hatte. Wir das gedeichselt, das wir mit denen reinkommen und gleichzeitig eine interessante Führung erleben durften.
Es ist bereits 17.30 Uhr – meine Führerin mahnt zur Eile und ab geht es nach Lafotaine-de-Vaucluse.
Dieses Nest ist ganz bekannt durch die unterirdische Sorgue-Quelle, welche in 300 m Tiefe herumlungert und das Wasser an einer 220 m hohen Felswand heraus drückt.
Sind gegen 20.00 Uhr im Quartier wieder angekommen. Wenn meine bessere Hälfte das Tempo so bei beibehält, dann brauche ich in 14 Tagen Urlaub.

22.05.

Heute war die Stadt Avignon dran. Es schien zwar die Sonne, aber ein sehr starker Wind blies mir meine letzten paar Haare weg.
Von uns beiden hatte einer die Idee, uns mit einem touristischen Minizug durch die Stadt kutschen zu lassen.
Rein in das Teil, Kopfhörer auf und die Sprache eingestellt. Man bekommt damit einen groben Überblick über die Stadt. Highliht während der Tour war ein junge Frau im langen Rock, welche sich neben der Strecke bückte. Ein Windstoß kam und bedeckte ihren Kopf. Sie hatte schöne Tangas an. Der halbe Zug hat es gesehen und gejubelt.
Nach der Runde sind wir beiden noch mal in das jüdische Viertel gemacht und haben da die schöne Atmosphäre auf den Straßen genossen. Ja, was wird in einer Stadt noch gemacht – na klar Shopping gähn.
Habe es aber wie ein Held ausgehalten.

23.05.

Der Wind hat noch immer dicke Backen. Sind deshalb noch mal schnell in die Stadt um in einer Markthalle was zum schnabullieren zu holen. Da wir unsere Einweggrills mithatten, reift der Entschluss frischen Fisch zu kaufen. Auf der Weinstraße sind wir bis zum Chateau de L´Hers gefahren. Am Ufer der Rhone haben wir den Grill angeworfen und den Fisch zubereitet. Hat vom Feinsten geschmeckt.
Der kleine Verdauungsspaziergang am Fluss tat gut.
Auf dem Heimweg noch fix 2 andere Chateaus besichtigt.
Ja und zu Hause habe ich am Iron Man teilgenommen und bin in den Pool gehüpft. Ja so ein harter Junge bin ich. Es waren höchstens 20 Grad.

grillen

24.05.

Acht Uhr munter geworden und Marions erst Worte waren „ich schwitze“ und dann deckt sie mich auf.
In die Logik der Frauen zu steigen ist nicht immer einfach.
Haben zum Frühstück noch einen Tipp von unserer Wirtin erhalten, welcher sich als absolutes Erlebnis endpuppte – die Les Carrieres De Lumières Aux Baux De Provence.
Carrières de Lumières sind ehemalige Steinbrüche aus denen Steine für die Erbauung von Häusern oder anderen Gegenständen (Tische, Statuen) entnommen wurden. Diese riesigen Höhlen sind 7-9 Meter hoch und werden von Pfeilern (welche nicht entfernt wurden) gestützt.
Über eine sehr aufwendige Licht- und Videoinstallation wurden Gemälde der alten französischen Künstler gezeigt. Die Gemälde bewegten sich zeitweise und man hatte manchmal den Eindruck, dass die Steinquader auf einen zu kamen. Das ganze war mit Musik untermalt. Wir waren total geflasht.
Anschließend ging es noch in den Ort Les Baux mit vielen Touris. Da das Wetter nicht ganz so toll war, konnten wir die Aussicht nicht so richtig geniessen.

Sind dann weiter nach Beaucaire, da unser Bauch Geräusche von sich gab. Um 15.00 Uhr Mittagessen ist in Frankreich schon eine kleine Herausforderung. Haben aber in der Nähe des kleinen Hafens ein Mahl erstanden. Auf unserem Tisch stand eine wünderschöne Wasserflasche. Das wäre doch was für meine Küche. Wir dem englisch unkundigem Kellner beigebracht das wir die Flasche abkaufen wollen. Und er denkt das wir zu doof sind, den Schnellverschluss der Flasche zu öffnen. Der erste Lacher. Marion noch mal mit Händen und Beinen dem klar gemacht, dass wir die Flasche mitnehmen wollen. Der Kellner nickte und stürmt nach draußen. Als er wieder kam hatte er für uns eine Plastewasserflasche in der Hand.
Mussten aus dem Lokal raus, denn wir konnten uns vor Lachen kaum noch halten.(leider ohne die gewünschte schöne Glasflache)
Nach dem wir uns etwas beruhigt hatten ging es weiter nach Abbaye de Saint-Roman. Es war da ein Höhlenkloster von Einsiedlern und Mönchen in den Fels gepickert wurden. Von ganz oben hat man einen schönen Ausblick über die Provence.

25.05.

Markttag in Uzes – auch das kann man mal machen. Haben einiges für unsere Selbstversorgung erstanden und dabei viele nette Menschen getroffen. Wer etwas deutsch kann, der spricht es auch. Haben natürlich auch einiges gekostet. Es geht halt lockerer ab, als in Deutschland.
In Avignon am Abend noch ein Süppchen geschlürft. Ein Navi für die Stadt brauchen wir nicht mehr.

Was sehen meine müden Augen urige Wasserflaschen von der Nachbarkneipe. Kurz drüber nach gedacht eine mitgehen … – das gibt es natürlich nicht bei uns. Anständig wie wir sind in die Kneipe gegangen und uns nach diesem Teil erkundet und denen klar gemacht das wir nur an der Flasche interessiert sind. Kaum zu glauben – die haben uns eine samt Inhalt geschenkt. Marion hat sich totgelacht, denn ich habe großzügig wie ich bin 1€ Trinkgeld gegeben. Habe halt ein großes Herz

26.05.
Es ist Sonntag und wir nehmen das wörtlich. Haben uns heute Vormittag am Pool breit gemacht und heute Nachmittag die gesamte Sache fortgesetzt.
In Frankreich ist heute Muttertag. Die Oma unserer Wirtin hatte zu tief ins Glas geschaut (es war wahrscheinlich eine Flasche) und ist mit dem Auto rückwärts gegen die Hausmauer gedonnert. Ich bin munter gewurden, aber Oma hat nichts gemerkt und ist von dannen gedüßt.

27.05.

Auf dem Programm stand heute unser neues Quartier am Meer. Die Fahrt war aber kurz vor Nimes zu Ende. Das Auto zeigte Fehler Motor und Kat an. Im Notprogramm des Autos haben wir es bis zur Werkstatt geschafft. Die Notfallnummer von VW kann man in die Tonne kloppen. Zum Glück hatte uns das Smartphone weiter geholfen. In der Werkstatt die Aussage das das Wägelchen 2 Tage da bleiben muss. Da die keinen Mietwagen für uns hatten gegenüber zu Europcar. So ein französisches Teil gebucht und schnell zurück in die Werkstatt und umgeladen. Marion hat 11:59 Uhr die Schlüssel abgegeben. Eine Minute später und wir hätten 2 Stunden warten müssen – Mittagspause.
Im Anschluss zum Meer gedonnert und im Hotel eingecheckt. Und wie nicht anders zu erwarten gleich zum Strand gemacht, welcher hier Plage genannt wird. Der ganze Tag war für uns aber eine Plage (und Aufregung) gewesen. Haben aber versucht das alles zu verdrängen und den Abend im Restaurant bei Schnecken und Fisch ausklingen lassen.

28.05.

Heute war absolutes Kackwetter gemeldet wurden. Also den Strand können wir vergessen. Haben deshalb eine Stadtbesichtigung in Narbonne unternommen. Die haben da eine wahnsinns Kathedrale hingesetzt. Ein beeindruckender Bau. Nach einen kleinen Stadtbummel sind wir zu den Markthallen geschlendert.
Marion ein Bistro entdeckt und wir da gleich Platz genommen. So was verrücktes hatten wir noch nicht erlebt. Wir die Bestellung aufgegeben (Schachlik ähnliche Teile) und der Chef greift zum Megafone und ruft quer durch die Halle zum Fleischer was er benötigt. Sekunden später kommen die Teile, welche in Papier gewickelt sind, zielsicher angeflogen und der Bistrochef fängt sie auf. Die Aktion haben wir x-Mal da gesehen und es ging immer gut. Haben uns fast Tod gelacht. Neben uns saßen noch ein paar Schweitzer mit welchen wir auch ein Schwätzchen gemacht haben. Sind dann aus der Halle raus und Sibieren lässt grüßen. Zehn Grad Ende Mai. Schnell zum Auto, Heizung angemacht, heimgefahren und uns im Bett langgemacht. Meine Mama hat gesagt, wenn ich schön aufesse wird schönes Wetter. Mama hatte gelogen. Aber gegen 18:00 Uhr sind wir noch mal an den Strand. Haben bei ca. 17 Grad und Sonnenschein unser Picknick auf einen Felsen eingenommen und den Tag mit einem kleinen Spaziergang an der Küste beendet.

29.05.

Fertig oder nichtfertig – das ist heut die Frage. Mit einem ganz mulmigen Gefühl zu unserem Trip von 110km in die Werkstatt aufgebrochen. Und mitten auf der Autobahn kam auch ein Anruf von dieser. Herzschlag und Puls schossen in die Höhe. Sie wollten uns mitteilen, dass alles i.O. ist. Beim Gespräch erklärten die uns, das nur ein Update eingespielt wurde, was den Fehler unterdrückt.
An die Franzosen —–> wieso müssen wir wegen so einer Kinderkacke ein Mietauto für 2 Tage nehmen, nur damit sie ihre 3 stündige Mittagspause machen können.
An die Deutschen —-> wieso wurde das Update nicht in der VW FACHWERKSTATT Leipzig eingespielt. Haben wir vielleicht kein Westgeld oder ist das Update in Deutschland nicht verfügbar.
Jetz aber den Urlaub nicht vermiesen lassen und ab an den Strand. Das Thermometer zeigt stolze 17 Grad. Direkt am Wasser zu sonnen ist selbst für mich nichts. Der Wind pfeifft gewaltigt. Haben uns für 2,5h in die Dünen verzogen. Haben Farbe bekommen. Der Beweis ist bei mir einfach, da sich der rechte Brillenbügel verewigt hat.
Sind abends zum grillen an die Mole gezogen. Haben den Einweggrill noch 30 Streichhölzern anbekommen.
Der Wind beschleunigte unser Grillgut auf ungeahnte Weise. Die Würste waren nach einer Minute tief schwarz. Konnten damit nur eine einbeinige Möwe füttern. Der war es egal ob sie Krebs bekommt oder nicht.
Die Lichtstimmung am Abend war aber vom Feinsten.

30.05

Übersetzen in die Berge in den Canyon von Verdon.
Sehr schönes Wetter und im Garten hier bei unserer Unterkunft ein Kirschbaum mit solchen roten Teilen dran. Ätsch und die schmecken. Wir hoffen das bei den in Deutschland Zurückgebliebenen die Blüte der Bäume wenigsten eingesetzt hat.
Haben den Abend an dem See bei einem Gläsel Wein beendet.

31.05.

Bevor wir heute nach dem Frühstück in den Grand Canyon links eingebogen sind, haben wir vorher das Bergdorf Moustiers besucht. Und … es hat sich gelohnt. Ist unbedingt für eine Besichtigung zu empfehlen. Natürlich nur wenn mann sich in der Umgebung aufhält. 220 Euro später und einer Tasche voller Proviant (nichts falsches denken das Essen machte nuuur 22€ aus)schnell links hoch zum Canyon gemacht. Die Aussicht ist einfan 5 Sterne. Vor einem liegt die Schlucht mit türkisfarben Wasser in mitten von gigantisch hohen Felsmassiv. Man könnte meinen es handelt sich um ein Eldorado für Suzid gefährdete Menschen. Bei uns ist aber keiner gehüpft.
Sind im Anschluss noch ein ganzes Stück höher gefahren und haben unsere Körper zu einem Aussichtspunkt befördert. Nach dem kurzen Spaziergang mussten wir uns erst mal Energie in Form von Proviant zuführen. Das Auto umgedreht und wieder ins Tal gecruist und haben uns da auf Marions Wunsch ein Tretboot gechartert. Sind die Sache von unten entgegen der Strömung angegegangen. Man geht das in unsere alten Knochen. War aber sehr schön und haben von da aus noch 2 Wasserfälle gesehen.
Da wir noch 3 Stunden bis zum Abendessen Zeit hatten, haben wir noch eine Stätte der Templer – die Domaine Templiers – gesucht. So richtig wollte keiner den Mund aufmachen, wo es ist. Marion hatte ca. 20m von der Straße entfernt ein verblasstes Schild entdeckt wo das gewünschte stand. Wir nun das Auto abgestellt und in den Busch. Es war irgenwie eine eigenartige Stimmung. Kamen dann an ein Haus, welches mehr oder weniger hermetisch abgeriegelt war. Es war auch kein Namenschild zu sehen. Bringt nichts – zurück zum Auto und schnell noch das schnucklige Örtchen Tourtour angsehen und uns im Anschluss auf den Heimweg gemacht. Das gourmet- mäßige Dinner durften wir auf keinen Fall verpassen.
Kurz vor unserem Quartier eine Tankstelle mit annehmbaren Preisen entdeckt. Marion die Kreditkarte in da vorgesehene Öffnung geschoben und ein paar Eingaben getätigt. Auf einmal spricht die Tanksäule uns an. Wir Hände an die Hosennaht und stramm gestanden. Was haben wir nun schon wieder falsch gemacht? Vermutlich war es nur das Zeichen, dass wir nun den Rüssel in den Tank stecken sollen.
Hat alles geklappt und Marion sagt zur Tanksäule „Danke“. Die das gehört und wünscht uns eine schöne Weiterfahrt. Hier sind wirklich alle nett.

Morgen verabschieden wir uns von Frankreich und übernachten in Italien.

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01.06.

Schade das alles so schnell zu Ende geht. Noch fix ein Frustessen am Kirschbaum eingelegt und auf gehts.
Das einzige was heute nenneswert war: An einer Mautstelle versehentlich die falsche Ausfahrt genommen und wir waren mitten in Monaco. Haben uns die Sache von oben angesehen. Ist schon beeindruckend. Den Albert haben wir nicht getroffen und als Wohnsitz wird dies von uns beiden abgelehnt, da keiner Monacanisch spricht.
Im Hotel in Italien wurde mir mitgeteilt, dass mein Ausweis seit einem Jahr abgelaufen ist.
Prima auf den Schock musste ich erst mal einen trinken, denn morgen müssen wir über die Schweizer Grenze und die wollen die Teile sehen. Am besten noch einen Trinken und schlafen gehen,

02.06.

Innerhalb von einer halben Stunde Vignette gekauft und in die Schweiz ohne Probleme eingereist.
War ein ganz entspanntes Fahren. Am Bernhardtunnel 22 Grad und Sonnenschein und nach 7km aus dem Tunnel raus und … 6 Grad und Regen. In Österreich bei Bregenz die Autobahn wegen Schlammlawinen und Hochwasser gesperrt. Hatten eigentlich vor, direkt nach Hause zu fahren, aber das konnten wir nun vergessen. Übernachten nun in der Nähe von Ansbach.

Fazit

Der 2. Besuch in Frankreich und absolut keine negativen Erfahrungen mit den Einheimischen.
Egal, ob französch, englisch oder deutsch gesprochen wird, oder auch alles durcheinander die Menschen sind so etwas von freundlich (auch die Tanksäulen).

Das nächste mal nehmen wir einen Repeater für das WLAN mit, da die Verbindungen nicht so toll waren und wir TV im Streaming öfters Aussetzer hatten. Im Bereich internationalen Fernsehen haben alle franzsösischen Gastgeber Nachholebedarf.
E-Plus bietet 100MB für surfen mit Handy für 10€ an. Dies hat uns bei der Autopanne den Hintern gerettet

Empfehlenswere in der Provenc

New Cabanon
16 Chemin du Grand Montagné
Villeneuve-lès-Avignon, 30400
Frankreich

Logis Relais Notre Dame
Route de Montmeyan
Quinson, 04500
Frankreich

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2012 Korsika – wir sind reif für die Insel

wir Beide

Am 29.4.2012 werden wir uns über den Brenner Richtung Italien absetzen um dann 3 Tage später auf Korsika zu stranden. Machen da einen kleinen Rundtrip. Das Buchen von Hotels ist ein langwieriges Unterfangen.
Die Franzosen die spinnen – würde Asterix sagen. Die wissen nicht was Trivago ist. Erstaunlich das die schon vernetzt sind.
Auf Korsika werden wir an der Ostküste Richtung Süden beginnen und dann den Rest unsicher machen.

17.03. Nach 2 Wochen schweißtreibender Internetrecherche 8 Hotels und zwei Fähren gebucht. Eigentlich könnte es losgehen. Schnell noch tanken und die Schlübbor einpacken….

22.4. Vielleicht fahren wir doch nicht. Hier soll es wärmer werden als auf der Insel.
Im Mai sind mit Temperaturen um 22 Grad zu rechnen.
Badesachen brauche ich als bekennender Warmduscher nicht mit zunehmen.

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29.04.2012

Sind früh nach einem ausgiebigen Frühstück ganz relaxt gestartet und fast ohne Zwischenfälle gegen 15:00 Uhr in Bozen gestrandet.
Der einzige Bolzen den wir verschossen hatten war wieder einmal ein Mautsystem. Diesmal dies von Italien. Wir fahren an ein Mauthäuschen ran, aber keiner der drin sitzt.
Ich suche den Rückwärtsgang, als uns plötzlich ein Kassenbon auffällt, welcher aus einem Automaten lugt. Wir dachten das wird billig, den hat bestimmt einer vergessen.
Wir ziehen das Teil aus dem einarmigen Banditen und die Schranke geht auf. Bezahlt wird hier aber erst beim verlassen der Autobahn – heul.
Haben in Bozen noch einen Abstecher auf die Weinstr. gemacht und dabei den historischen Ort St. Pauls entdeckt. Kleinen Rundgang unternommen und Kaffee + Wein geschlürft.
Im Anschluss zu unserer Pension nach Steinegg auf ca. 900m gefahren.
17 Serpentinen nach oben (meine Tochter erinnert sich bestimmt heute noch an jede).
Das Quartier erreicht und Wirtin kommt uns entgegen und sagt, dass sie mich verwechselt hat.
Sie dachte ich bin der, welcher immer mit einem Mann kommt (Kacke jetzt ist es raus).
Fazit sie hatte nur ein winziges Zimmer mit einem Bett, in welchen meine Oberarme Platz gefunden hätten. Marion sollte im Zimmer vom Sohn schlafen – nu so haben wir aber nicht gewettet. Aber in den Bergen wird sozialistische Hilfe groß geschrieben und wir sind in einer 3 Sterne Herberge untergekommen für das gleiche Geld und wesentlich besserer Ausstattung und Ausblick
Also alles gut.

30.04.2012

Sind heute am frühen Nachmittag in Florenz eingetrudelt. Das Navi spielt mit. Unsere Unterkunft ist etwas ausserhalb vom Stadtzentrum.
Nun zu den Daten: Temperatur ca 22Grad – Diesel 1,70 und Benzin 1,88.
Also Jungs und Mädels in old Germany ganz ruhig bleibem, denn es ist noch Luft nach oben.
Sind noch auf den Plazza Michelangelo gefahren, wo man eine schöne Aussicht haben soll. Aber keinen Parkplatz gefunden. Und wieder mal meinte es der Zufall gut mit uns. Haben einen Haken geschlagen und sind auf dem San Miniato al Monte gelandet. Das ist der höchste Punkt der Stadt mit einer schönen Kirche, einem einzigartigen Friedhof und mehreren Friedhäusern. Die Friedhäuser (Urneneinschübe in mehrern Etagen) sind bestimmt 3,5m hoch und die Besucher die ihre Hinterblieben besuchen wollen müssen für die oberen Etagen eine Leiter anstellen, welche am Eingang steht. Von da oben hat man auch eine ganz tolle Aussicht (ich meine natütlich nicht den von der Leiter) – wenn es nicht regnet.
Haben den caotischen Straßenverkehr bestens gemeistert und uns dem rüpelhaften Verhalten super angepasst.
Sind dann in ein Nachbarort gefahren und haben bei Sonnenschein noch 2 Pizzen im Freien verputzt. Das gute an Italien ist, es ist egal ob du deutsch oder englich sprichst. Die verstehen beides nichts.
Morgen ist Innenstadt von Florenz angesagt. Etwas mulmig ist uns schon, da morgen der 1.Mai ist. Hauptsache die nehmen den Kampftag nicht wörtlich und es läuft ruhig ab.

Italien

01.05.2012

Bei strahlendem Sonnenschein heute morgen munter gewurden. Das sollte jedoch nicht so bleiben. Sind mit dem Auto in die Innenstadt und konnten es in einem Parkhaus unterstellen. Als wir an D E R Brücke in Florenz angekommen waren, setzte der Regen ein. Na was solls es war ja warm. Haben uns die wunderschöne Altstadt angesehen und sind auf den Turm Campanile di Giotto gestiegen. Dies ist der linke Turm vom obigen Bild. Der Aufstieg und die Aussicht in 84 m Höhe ist atem(be)raubend. 414 Stufen, das reicht für eine Woche – mehr Fitness brauchen wir nicht.
Haben dann einen SPAR-Markt endeckt, wo wir unser Abendessen gesichert haben. Der SPAR heisst hier SPAR weil man vor dem Einkauf drauf sparen muss.
Aber wir müssen da locker bleiben. Sind nach 4h langsam zurück zu D E R Brücke Florenzens (ob das richtig ist?).
D E R Brücke ist die Ponte Vecchio, auf welcher jede Menge Juwliergeschäfte zu finden sind. Aber dafür war jetzt kein Geld mehr übrig.

Brücke

Wenn man es schafft mal etwas abseits vom Touristenstrom zu laufen, überkommt einen dann doch der Hauch vergangener Tage dieser fantastischen Stadt.
Bei Ankunft im Hotel strömender Regen und Gewittergrollen. Hier tobt sich der Zeus an uns aus. Haben unser SPARmenü eingenommen und sind in unsere 4m gehüpft… und wieder aufgestanden, da es sich das Männel da oben doch anders überlegt hat. Bei Sonnenschein noch einen schönen Spaziergang durch geheime Pfade an der Arno (Fluß) gemacht und auf der Terasse unsere Rester gemumpelt.

Kurzinfo – auf ganz Korsika ist kein Handyempfang. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mein Ladekabel vergessen habe.
Also alle guten Nachrichten über den Blog, per Email oder über Fazebuch.
SMS an alle Handys von Marion gehen auch. Die schlechten Infos lasst stecken, denn ich habe Urlaub.

02.05.2012

Sind heute früh gegen 9.00 Uhr in Florenz Richtung Fähre aufgebrochen.
Noch mal eine Caosfahrt durch Florenz gemacht. Marion ist mindestens 10 Tode gestorben.
Ich weiß gar nicht warum. Der Bus z.B. auf ihrer Seite hatte noch nicht mal die Außenspiegel gestreift. Und Mopeds passen links und rechts zwischen denn Autos durch.
Auf der Landstraße exakte 94km/h gefahren und die Einheimischen mörderisch ausgebremst.
Na den werde ich deutsche Ordnung beibringen.
Haben in einer Stadt zwischen drin halt gemacht, welche sich anmaßt unser Bildungssystem zu beurteilen und sind dabei nicht mal in der Lage einen Turm gerade hinzustellen.
Sind von da aus Richtung Fähre nach Livorno gedüßt.
Hat alles problemlos funktioniert. Sitzen hemdsärmlig in Liegestühlen mit einem Trink auf den Sonnendeck, haschen Pigmente und dösen vor uns hin.

Ferry Korsika

Und schon ist Korsika nach 4h Überfahrt in Sicht. Da haben die Franzosen ja ein gewaltiges Teil hingesetzt. Sah auf der Karte viel kleiner aus.
Navi angewurfen, Adresse reingehämmert und ab geht er wieder – hoch in die „Dolomiten“ von Korsika. Straßen teilweise satte 2,50m breit und ein Auto parkte auch schon im Abhang. Alles gut gegangen und Pension nach dem zweiten Fragen auf französisch gefunden. Zimmer ist auch blos 3m breit, aber nach hinten ist Luft. Haben an Heike und Pierre gedacht – ihr hättet hier auch eure Freude. Kleinen Rundgang im 50 Seelen Dorf gemacht und natürlich Rotwein gebechert.

03.05.2012

Beim Frühstück unsere Wirtin gelöchert wegen ein paar Geschichten, welche uns interessieren.
Die Sprache ist ja hier nicht unser Ding – also Küchenmesser genommen, Hammer mit Hand gemiemt und dazu ein lautes Bing, Bing, Bing. Das steht im deutschen für Messerschmiede. Korsika ist bekannt für die einheimischen Messerschmieden. Sie war ganz nett und hat sofort für uns einen Termin mit einer Schmiede vereinbahrt. Die nächste korsische Spezialität hatte sie sofort übersetzen können. Knch, Knch heißt überzetzt grunz grunz. Hier auf Korsika sind viele Bauerngehöfte in der Vergangenheit geschlossen und die Schweine ihrem Schiksal überlassen wurden. Diese Viecher rennen jetzt als Wildschweine in der Gegend rum und sind hier kulinarisch der Renner.
Haben uns dann auf den Weg gemacht zur Messerschmiede. Uns wurde alles erklärt. Die Teile werden echt noch in ein Mann Betrieben hergestellt. Haben auch eins erstanden. Da sich die Haare auf meinem Unterarm nicht richtig entfernen liessen, hat der Meister das Messer noch mal nachgeschliffen und bei sich ausprobiert – er hatte einen nackschen Unterarm nachher.
Im Programm stand heute die Umrundung des „Nordkaps“ an. Sind da zum Meer gefahren. Da wir 2 Tage gespart hatten, wollten wir im Spar einkaufen gehen. Haben noch mehr gespart das diese Einkaufsstelle wegen Reichtum geschlossen hatte. 2,5h Mittagspause sollten wir bei uns auch einführen. Das Einsparegebnis war nur temporär, da wir dann das Geld in einem Delikatessgeschäft umgesetzt haben.
Das Kap soll entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren werden. Also mussten wir auf die andere Seite fahren, wo noch mehr Meer war. Uns wurde auch klar warum. Man fährt die ganze Zeit an einer fantastischen Steilküste entlang, wo man wunderschöne kleinste Ortschaften sieht, welche an den Fels gesetzt wurden sind. Marion schrie zwischen drin sogar entgegen ihrer ordentlichen Manieren mal laut auf „verdammte Schei… sieht das schön aus“. Bildlich kann man das gar nicht festhalten.
Haben unterwegs noch einen Stop am Mittelmeer eingelegt und den erstanden leckeren Halbwildschweinschinken, Käse und Oliven mit Brot geknabbert. So gestärkt ging der Rundkurs weiter. Marion hat Angst vor den Franzosen. Kaum war einer von denen hinter uns, beschleunigte sie das Auto spürbar. Und dann noch jede Menge Serpentinen. Ich dachte das vorhin vertilgte Schwein schaut mich noch mal von außen an. Na irgendwie sind wir nach weiteren Pausen wohlbehalten zu Hause im 3 Häuser Dorf Vallecalle angekommen.
Für 160 km effektive Fahrzeit ca. 5h

Auf Grund von Unklarheiten zum Schreiben von Kommentaren (keine Angst Veronika ich nenne keine Familiennamen, Danke für die SMS) – unter dem Blog auf Kommentar gehen und ich schalte diesen dann eventuell frei.

04.05.2012

Zum Frühstück wieder viel Spaß mit unserer Wirtin gehabt. Habe auf Grund von sprachlichen Unzulänglichkeiten, eine Pantomiemenvorstellung vom Feinsten gegeben.
Unser Ziel war heute Bocognano, was fast im Mittelpunkt der Insel liegt.
Die Fahrzeit lt. Navi 1,5h – wir haben aber über 3h gebraucht. Sind über einen Pass in ca. 1400m Höhe gefahren. Die Straßen sind saueng und haben keine Leitplanken. Wenn dann nach einer Stunde Fahrzeit mal ein Auto entgegen kommt, dann rutscht das Herz in die Buxen. Man kann allerdings bei diesem Schneckentempo die Landschaft richtig genießen und Leute ganz oben gibt es noch Schnee.
Am Ziel angekommen war unser heutiges Highlight greifbar nah – ein Wasserfall von ca. 70m Höhe. Also haben wir uns auf die Hufe gemacht um den Teil noch ein ganzes Stück näher zu kommen. Hat sich echt gelohnt. Das Ding ging mit ganz schön Getöns den Felsen runter.
Unterwegs haben wir auch die berühmten Halbwildschweine gesehen. Aber die hatte man schon wieder kaserniert. Etwas später jedoch rannten freilebende Spanferkel über die Straße. Hmm leggooor – da tropft mir gleich der Zahn. In den nächsten 10 Tagen stehen diese Dinger auf alle Fälle mit auf der Speisekarte.

05.05.2012

Heute waren wir die ersten in diesem Jahr, welche zum Frühstück die Terrasse eingeweiht haben. Sind nach dem auschecken noch zu einem Wasserfall in die Berge gefahren. Und dann ging es Richtung Meer. Hier einen kleinen Seitenweg entdeckt, welcher das Navi nicht kannte und fast bis zum „Kanten“ gefahren. Schnell noch unsere sieben Sachen gepackt und durch die Macchia getigert und uns am Meer breit gemacht. Waren da die einzigen. Es war brutal heiß (wir denken um die 35 Grad) und haben uns im Sandstrand fast die Fußsohlen verbrannt. Marion war im Meer baden und ich habe es immer hin bis zur Hälfte geschafft. Wir Männer sind eben viel sensibler.
Sind dann Richtung unser neuen Unterkunft gefahren. Ich habe so langsam Angst, ob ich das Niveau der Pensionen weiterhin auf einen solchen Level halten kann. Sind jetzt ungefähr 600m hoch und haben ein Zimmer mit Meerblick. Das Haus ist im traditionellen Steinbaustil errichtet und steht in einer sehr schönen Gartenhanlage. Die Landschaft ist eigenartig. Es sieht aus, als hätte Obelix hier überall seine Hinkelsteine hingedonnert.
Eine Bemerkung zum Essen – die Preise sind deutlich höher als bei uns. Jedoch blühen unsere Geschmacksnerven richtig auf bei Schinken, Wurst und Käse . Die machen sogar besseres Brot als bei uns (das will was heißen) und selbst die Gurken haben Aroma.

06.05.2012

Heute haben wir wettertechisch den wahrscheinlich schlechtesten Tag erwischt.
Macht nichts, raus aus den Federn und gefrühstückt. Wie bereits bekannt ist Chef des englischen etwas mächtig und haben deshalb ohne Probleme einen Meter Brot nachbestellen können.
Haben dann einen Stadtbummel in Porto Vecchio gemacht. Waren auch wieder auf Nahrungssuche und sind deshalb über einen kleinen Markt geschlendert. Hätten wir uns noch mehr Zeit genommen, wären wir satt zum Nulltarif wieder heimgefahren. Narürlich haben wir etwas zum Essen erstanden und sind in den Hafen gefahren. Haben uns da auf einen Felsen breitgemacht und unser Mittag eingenommen (und ich ein 5min Nickerchen gemacht). Haben nachher einen der schönsten Strände Korsikas auf der vorgelagerten Halbinsel gesucht und nicht gefunden. Hatten aber auch gar keine richtige Lust weiter zu suchen, da ein ganz schöner Regen bis zum Abend eingesetzt hatte. So sind wir zu unserem Quartier durch Korkeichen – „Plantagen“ (der Kork für die Flaschenverschlüsse) zurückgefahren und haben einen Ruhigen gemacht.

07.05.2012

Heute ist Montag und das Wetter zeigt sich wieder von seiner guten Seite.
Unser Ziel heute Bonifacio.

Bonifacio (korsisch: Bunifaziu) ist eine Hafenstadt an der südlichen Spitze der französischen Mittelmeerinsel Korsika (Département Corse-du-Sud) mit 2919 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009). Sie gab der Straße von Bonifacio genannten Meerenge zwischen Korsika und der 12 Kilometer entfernten Insel Sardinien ihren Namen.

Wikipedia

Diese Stadt ist ein echtes Highlight. Sind zuerst hoch Richtung Zitadelle und sind etwas durch die Stadt mit den sehr engen Gassen gestromert. Haben in einem winzigen Bäckergeschäft ein Baguette erstanden. Wir nehmen die französische Lebensart bereits an (siehe Foto).

Baguette

Aber jetzt ging die Post ab – die Treppe des Aragon – 180 und ein paar zerquetschte Stufen runter (oh Gott und die auch dann wieder hoch). Die Stufen sind höher und kürzer als normale. Bin zeitweise der Quere abgestiegen. Zum Glück sind wir fit wie ein Turnschuh. Sind dann weiter zur Kaserne der Fremdernlegion Légion Étrangère, wo hier noch um die 100 Mann stationiert sind. Natürlich wieder einen Friedhof auf der höchsten Stelle der Stadt angesehen und 2 Pflanzen mitgehen lassen (nur für Studien geborgt 🙂 )
Die Stadt auf dem Felsen bietet schon einen grandiosen Ausblick auf Hafen und Meer. Eine Schifffahrt zu den Grotten haben wir nicht unternommen, da starker Wellengang war und wir Angst um unser schönes Frühstück hatten.
Waren auch noch Mittagessen. Dieses war jeden Euro wert und glaubt uns es war nicht billig.
Sind im Anschluss noch mal an den Strand gefahren um nicht so weiß wie andere Urlauber zurück zu kommen (viele Grüße nach Trier).

08.05.2012

Marion hatte im Reiseführer noch einen kleinen Ausflug endeckt. Wir wollten auf den Wanderweg G20. Natürlich mit dem Auto. Der Start verlief allerdings alles andere als optimal. Sind weit nach oben gefahren, als die angezeigte Reichweite im Auto auf 20km absackte. Also wir kehrt und nach unten gerollt (plötzlich waren es 50km) und erst mal getankt und das war gut so. Wir hätten sonst mit Kanister am Straßenrand gestanden. Noch einmal das selbe Spiel und hoch.
Die Radfahrer die wir gesehen haben, hatte schon zu viel Sonne getankt. Die fahren mit dem Rad auf dem Berg nach oben und lassen sich dann mit dem Auto nach unten kutschieren. Ich würde das 100% anders herum machen.
Oben angekommen endeckten wir ein Schild „Wasserfall“ und sind gleich auf den Parkplatz eingebogen. Neben uns standen ein paar Motorradfreaks aus Deutschland. Ich habe sie gefragt wie weit es zu der Attraktion ist und sie „na ist schon ein Stück so ca. 500m“. Mit meiner guten Kondi schaffe ich das locker in 1,36min – dachte ich. Was die Bayern gesehen hatten, waren nur ein paar Stromschnellen. Leute 3h Marsch, hemdsärmlig in Sandalen, ohne Getränke und nicht gerade einfaches Terrain. Man war ich nachher platt. Trotz alledem war es sehr schön und wir fühlten uns in die sächsische Schweiz versetzt. Sind dann noch weiter zum Pass, unsere eigentliches Ziel gefahren, um unsere „Füsse zu vertreten“. Fantastische Aussicht genossen. Das reicht für heute, denn wir mussten uns zu Hause noch stylen, da wir in unserer Pension zu einem X Gänge Menü gehen wollten. Und dies war auch der krönende Abschluss des Tages. 8 Franzosen, zum Glück sprach eine junge Frau etwas deutsch und wir zwei. Es war so eine tolle Stimmung und herzliche Atmosphäre – lässt sich kaum beschreiben. Als Zwischenfazit – die Vorurteile, welche ich und viele andere Deutsche gegenüber den Franzosen haben stimmen absolut nicht
Wenn ich aber jeden Tag so essen würde (als Hauptgericht Wildschwein), dann könnte ich heimrollen. Meine gute Figur ist nun runiert. Am Ende standen auf meinem Platz auch 5 Gläser und eine Kaffeetasse (ja getrunken haben wir bis zum Abwinken). Dieser Tag wird uns lange in Erinnerung bleiben.

09.05.2012

Heute war ein relativ ruhiger Tag in Bezug auf Ereignisse. Mussten über 200km zum nächsten Quartier an der Westküste zurücklegen und da ist auf Korsika der Tag fast rum. Haben auf der Fahrt noch eine alte Stadt und eine uralte Steinbrücke besichtigt. Sind auch durch Propriano gekommen. Solltet ihr mal diese Stadt besuchen, so macht einen Bogen um das Krankenhaus. Der Friedhof ist da größer als die Stadt.
Auch die Landschaft im Calanche Gebirge an dieser Küste veranlasst uns zu der Lautäußerung „wow“. Unser Hotel liegt einen Steinwurf vom Hafen entfernt und mitten im touristischen Zentrum. Ich glaube in der Hauptsasion wird es hier laut. Haben abends noch eine Fischsuppe geschlürft in der kein Fisch war. Haben nicht mal eine Gräte endeckt. Auf den Bild seht ihr den Sonnenuntergang im Hafen.

Chambres d'hôtes Petralonga Salvini - 20137 PORTO VECCHIO

10.05.2012

Heute war endlich mal etwas Ruhe angesagt. Sind nur ca. 40km mit dem Auto gefahren. Unser Ziel war ein kleiner Sandstrand. Auf dem Weg dahin noch eine kleine Wanderung über eine fantastische Felsformation gemacht und danach mit dem KFZ direkt bis zum Strand getrudelt. Mensch war das heiß. Haben es ca. 1,5h ausgehalten mit Baden (wie immer Marion ganz und und ich bis zur Bauchnabelunterkante) und einem Imbiss. Die Vorsaison fetzt – kaum Menschen zu sehen. Im Anschluss zurück ins Hotel und ein Nickerchen gemacht. Hatte fast vergessen was das ist. Am Abend haben wir uns in einem Kutter zum Sonnenuntergang über das Meer kutschen lassen. War sehr schön, aber (und jetzt lacht Heike) es war sehr frischlich. Und wenn ich das sage, dann würden andere meinen richtig kühl. Haben auch 2 Nester von Seeadlern gesichtet. Die Horste sehen aus, als hätte jemand große Weidenkörbe mit Uhu Alleskleber auf die Felsen befestigt. Sonnenuntgangsaufnahmen sind vom Feinsten gewurden.

11.05.2012

Sind heute gegen 09:30 Uhr aufgebrochen zu unserem letztem Hotel auf Korsika in Algajola zu einem, der wärmsten Orte Korsikas. Wir sind wieder die fantastische Steilküstenstraße gefahren, welche sich an der Westküste zwischen Ajaccio und Calvi erstreckt. Es ist schon erstaunlich, wenn man um eine Steilkurve fährt und auf einmal grinst einen das Gesäß einer Kuh an, wo man denkt die steckt mit dem Kopf im Felsen. Ziegen rennen hier auch auf der Straße und Felsen frei rum. Marion hatte schon Angst, dass uns so ein Teil von oben bespringt. Meine Pfadfinderin hatte auch das Fangotal mit dem Fangofluss im Reiseführer entdeckt. Weiter unten werden vermutlich die Fangopackungen abgefüllt. Das Tal ist bekannt für seine Badestellen im Fluss und der sogenannten heißen Steine, auf welchen man alle Viere von sich strecken kann ohne Probleme mit den Hämorriden zu bekommen. Wasser war aber so etwas von kalt, da es direkt von den Bergen kommt, wo immer noch Schnee liegt.
Unser Hotel hat diesmal Meerblick und das nicht nur um die Ecke rum. Es sind nur ca. 3m bis in das Wasser. Haben noch ein gemütliches Grillerschen mit Wein und Bier am Strand mit Livemusik gemacht. Natürlich wieder Sonnenuntergang betrachtet.

12.05.2012

Heute sind wir mal Richtung Calvi rüber gedüst. Mussten erstmal schnell unser Auto waschen. Es war von jeder Menge Blütenstaub überlagert. Wie wir vor 2 Tagen erst erfahren hatten ist die Legion jetzt da stationiert.
Und wie wir an die Tanke ranfahren steht ein Trupp Legionäre dahinter und putzen sich schnell noch mal die Stiefel bevor sie in die Kaserne gegenüber einrücken. Ich habe 2 von denen hemdsärmlig gesehen – nö die fotografiere ich nicht. Ich hoffe das sie Marion nichts tun und schicke sie zu den Bildaufnahmen. Sie hat Paparazzi gespielt und etwas versteckt schnell 2 Bilder geschossen. Alles gut gegangen – ich lebe noch.
Weiter gehts zur Chapelle de Notre Dame de la Serra. Die hatte leider geschlossen. Aber der Ausblick, da verschlägt es einen den Atem. Dieses Teil steht auf einer Anhöhe und man hat Blick auf Festung und Hafen von Calvi. Von da aus weiter auf einer teilweise sehr schlechten (aber wieder die Aussicht wow) Küstenstraße Richtung Galeria (Kaufhof) und da abgezweigt zu einem sehr schönem Tal mit Fluß. DIe Landschaft ist auf Korsika durch den ständigen Wechsel zwischen Küste, Berge und Flüsse sehr beeindruckend.
Am Ende des Tages noch mal ins Meer gehüpft und Sonne getankt.
Muss jetzt meine Hosen waschen. Das Milchlamm zum Abendessen war so frisch das es auf meine Hose gehüpft war. Habe es als Rache vertilgt.

13.05.2012

Sonntag – Ruhetag

2h am Meer gesonnt und nachher abgemattet und in einem Park spazieren gegangen. Temperatursturz – es sind nur noch 21 Grad.

14.05.2012

Heute aufgewacht und mit Entsetzen festgestellt, dass für mich die Halbzeit erreicht ist.
Meine Mama hätte sich aber auch etwas Zeit lassen können mit meiner Geburt.
Marion hatte anlässlich meines Tages ein Spezialfrühstück im Hotel organisiert.
Mit Kerzen und Törtchen und so. War echt Klasse.
An Schlaf war letzte Nacht kaum zu denken. Es war ein starker Wellengang und diese Biester von Wellen klatschten gegen die Hotelmauer.
Wir hatten uns heute 3 Dörfchen und ein Kloster zur Besichtigung vorgenommen. Wir sind zuerst zum Kloster Corbara gemacht in welchen noch 5 Mönche leben. Leider ist da nur nachmittags eine Führung. Wie wir uns die Kirche anschauen, wandelt gerade ein Mönch durch die Hallen. Marion sofort hin und quatscht in im perfektem Deutsch an. Das versteht natürlich auf Korsika jeder – ist doch klar. Ich schon ein schmunzeln auf den Lippen und jetzt Kiefernstarre. Der Mönch antwortet ihr auf Deutsch. Wir waren beide überrascht. Er öffnete (codegeschützt) uns eine kleine Tür durch welche wir schlüpfen und den Innenhof besichtigen konnten.

Das schönste Dorf war St. Antonino, was von unten aussieht als hätte ein Adler auf dem Felsen seinen Horst errichtet.
Haben den schönen Abend in einem urigen Restaurant ausklingen lassen.

15.05.2012

Sind heute Morgen zur Fähre aufgebrochen. Da wir noch etwas Zeit hatten, schnell noch einen kleinen Rundgang in Bastia gemacht. Und ab zur Fähre und 1h Verspätung.
Sind gegen 20.30 Uhr in unserem Hotel angekommen und haben uns den anderen Gästen aus Deutschland, USA, Schweden und Rumänien an den langen Tisch gesetzt und eine gewaltigen Ziehung gemacht. Weiß- und Rotwein, Grappa und einen süßem Dessertwein und alles schön durcheinander.
Das Hotel ist eigentlich ein ganzes Dorf was dem Eigentümer gehört (außer Kirche und Schule).

16.05.2012 am Morgen noch eine Stadtbesichtigung in San Gimignano – das Manhattan der Toscana gemacht. Geile Stadt.
Nun ging es los Richtung Österreich und Leute mich laust ein Affe. Am Brenner Signalton im Auto – Frostgefahr, Temperatur 1 Grad, Schneetreiben, Sommerreifen und wir hemdsärmlig angezogen. Die da oben haben wohl nicht alle Latten am Zaun.
Sind aber gut im Hotel gelandet und gehen jetzt Essen.

Zusammenfassung oder Feedback wie die Leute sagen, welche dem deutschen nicht mehr mächtig sind.

Dies war mein erster Korsika Urlaub und für mich steht die Insel in Europa ganz oben.
Man kann hier schwimmen, klettern, paragleiten, kitesurfen, surfen, wandern, tauchen, schnorcheln, skifahren und selbst FKK ist hier möglich. Diese Vielfalt findet man woanders kaum. Außer Dschungeltouren ist hier fast alles möglich.
Korsika bietet eine raue, schroffe, abwechslungsreiche und sehr schöne Landschaft.
An den Küstengebieten sind Palmen, Zypressen und Eukalyptusbäume beheimatet und ab 1500m nichts mehr.
Die Küstenstraßen im Westen der Insel sind beeindruckend.
Wer nur Badeurlaub machen möchte, sollte lieber auf Grund des Preisniveaus nach Malle machen. Die relativen hohen Preise sind aber auch gut, da sie dafür sorgen, dass Sangria trinkende Mitmenschen hier fern bleiben. Korsika setzt voll auf den sanften Tourismus. Ohne Auto ist man hier aber total erschossen.
Im Mai waren noch relativ wenige Menschen unterwegs, was uns sehr entgegen kam.
Die Temperaturen in dieser Jahreszeit lagen bei 20-30 Grad. Die Wassertemperatur im Meer bei ca. 17 Grad und über die Temperaturen in den Wasserbecken der Flüsse, welche aus den Bergen gespeist werden möchte ich gar nicht reden (saukalt).
Sorry Tierschützer – haben ca. 1kg Eidechsen überfahren.

Hier noch ein paar Links von empfehlenswerten Unterkünften

—–> Korsika Süd/Ost
—–> Korsika Nord/Ost
——> Korsika West
—–> Toscana
—–> Florenz

 

2010 Marion und Jens im Land der Elche und Trolle

wir beide2

Am Freitag dem 6. August ist es soweit. Womo holen und bestücken und gegen 20.00 Uhr geht es Richtung Norden und werden da mit der Fähre nach Gedser übersetzen und im Anschluss von Kopenhagen nach Oslo geht es mit derm nächsten Dampfer weiter. Marion ist schon ganz hippelig und packt Sachen und ich oxidiere derweil als Hochleistungs-Chiller im Bett rum.

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6.8.

Sind fast pünktlich mit 1,5h Verspätung gestartet.
Marion hatte Angst, dass wir alles im Kühlschrank unter bekommen.
So schlimm war es gar nicht. Möchte wissen, was wir nach einer Woche
knabbern sollen.
Sind gegen 23.30 Uhr auf den Parkplatz eines Golfplatzes bei Kemnitz
(ist richtig geschrieben) gelandet, haben uns schnell noch ein Schnäpsel genehmigt und sind in unsere 4m gegangen.
War aber so aufgedreht, dass ich erst gegen 4.00 Uhr zur Ruhe kam.
Da fingen die Kunden an, den Golfplatz zu mähen – Kacke.

7.8.

Hat alles perfekt geklappt. Fähre von Rostock nach Gedser hatte eine halbe Stunde Verspätung, da auf dem Wasser im Überseehafen eine Fete Namens Hanse Seals statt fand.
Da haben uralte von Holzwürmern durchsetzte Pötte unsere Fähre mehr oder weniger aufgehalten. Sind dann durch Dänemark gedüst. Marion bis halb Kopenhagen. Waren da auf so einer Einkaufsstraße die einzigen mit einem Womo. War echt geil.
Die Fähre erinnert eher an ein Kreuzfahrtschiff. Überall Partystimmung und es gibt sogar einen Poolbereich. Beim ablegen spielte eine Blaskapelle – wie bei der Titanic. Warten jetzt auf die Eisberge. Habe Marion noch einen schönen Sonnenuntergang geboten – ja so bin ich.

8.8.

Super Nacht auf den Dampfer gehabt und kein Eisberg war auf Kollisionskurs.
Eine gigantische Einfahrt in den Oslofjord bei strahlendem Sonnenschein erlebt.
Solche Temperaturen sind hier neu für mich. Haben für unser Nachtquartier auf einer Höhe von ca. 800m neben einer kleinen Kirche mit Friedhof Stellung bezogen. Fantastische Aussicht in das Tal.
Waren auch schon baden – bis zur Kniekehle Unterkante.
Das Wasser war so kalt I———I. Für die die kein Lineal haben, dass sind 3cm und für diejenigen die nicht wissen von was ich rede 16 Grad.
Bei Ankunft blankes Entsetzten – Kühlschrank ausgefallen. Müssen jetzt ruckartig alles vertilgen und dann hungern. Habe echt Angst um mein Gewicht.

Offene Zugänge zum Netz sind äußerst selten und wenn dann gibt es keinen Parkplatz in der Nähe. Also müsst ihr euch auf Lebenszeichen von uns gedulden.
Wein schmeckt. Wir nehmen an, dass alle Zöllner entlassen sind.

9.8.

Hatten eine absolut ruhige Nacht und unsere Nachbarn auf den Friedhof waren auch ruhig.
Haben gegen 9.00 Uhr bei einem grandiosen Ausblick unser Frühstück eingenommen.
Dann kam ein Bagger und hat Gräber ausgehoben.
Sind dann an einem übelst schönen Fluß vorbeigekommen. Beim Stopp entdeckten wir mit Gras bewachsene Hütten. Eine Tür war angelehnt. Marion klopft, aber keiner ruft herein. Geht auch nicht, denn das Kackhaus war leer.
Unsere Fahrt ging weiter über eine geile Hochebene. Ca. 1500m hoch und alles Schotterpiste.
Da fallen einem die die Dritten raus.
Wahnsinns Seen und sehr schöne Aussichten. Während der Weiterfahrt viele Pilze gesehen, aber keinen Parkplatz. Dann Parkplatz gefunden, aber keine Pilze.
Etwas weiter unten bauen alle Bauern Gras an.
Haben jetzt unser Nachtquartier 500m tiefer an einem See gefunden. Sind ungefähr auf der Höhe von Lillehammer.

10.8.

Sehr schöner Morgen am See. Nebel zog langsam auf.
Habe eine neue Freundin. Sie heißt Influenza. Rafting ist deshalb ins Wasser gefallen. Und das buchstäblich – es hat 2h geschifft. Zum Glück wechseln wir uns mit dem Fahren ab. Schreibe nicht weiter – keine Lust.
Mir geht es etwas besser nach einer heißen Zitrone, einem Grog und einem Schnaps.
Vielleicht merke ich das durch den Alkohol auch nicht mehr.
Haben unseren nördlichsten Punkt erreicht. Etwas oberhalb vom Trollstigen.
Campen hier an einem Fluss. Der Regen hatte zum Abendbrot aufgehört.
Bis um 22.00 Uhr haben wir am Fluss bei einem Lagerfeuer gesessen und die Landschaft bestaunt, welche sich im Minutentakt änderte. Der Fluss macht ein übelstes Getöns.
Hoffentlich dreht da die Nacht einer die Pegel runter.

11.08.10
Nacht vom Feinsten gehabt. Wetter i.O.
Haben heute den Trollstigen „bezwungen“. Ist eben das Highlight Norwegens.
Öfters als sonst wurde ein Fotostop eingelegt. Ich glaube Marion hat ein neues Hobby – Foto.
Sind am Geiranger auf den Campingplatz gelandet und haben mal kurz mit Peggy und Alex geskypt und dreckige Wäsche gewaschen. Hier ein Bild vom Geiranger (die Wäsche haben wir nicht fotografiert).

Geiranger

12.08.10
Wieder bei fantastischem Wetter munter geworden. Traumschiffe bei der Einfahrt in den Fjord beobachtet. Haben uns ein Boot mit 15 PS gemietet und sind über den Geiranger gedonnert.
Angel mitgehabt – warum blos? Haben uns den spektakulären Wasserfall „Die sieben Schwestern“, welcher im August zu einem kümmerlicheren Teil verkommen ist, vom Boot angesehen. Habe die Wellen etwas unterschätzt. Sind gesprungen, so das auch Franz Klammer seine Freude gehabt hatte. Bloß Marion nicht, ihr tat alles weh. Jetzt muss ich mich gewaltig strecken, um das wieder gut zu machen.
Im Anschluss ging es auf 1500m Höhe zu dem Dalasnibba. Ein Aussichtspunkt der es in sich hat. Unbefestigte Straße ohne Leitplanken – UUUhhaaaaa Spiel mir das Lied vom Tod.
Aber eben halt ein grandioser Ausblick auf den Geiranger mit samt seiner kleinen Luxusbötte.

Sind im Anschluss gleich auf diesem Fjell geblieben. Mitten in den Bergen an einem Gletschersee. Haben schon Holz gesammelt. Werden irgendwie das Gefühl nicht los, das es die Nacht saukalt wird.

13.08

„Immer wenn du denkst es kann nicht schöner werden, dann kommt es noch besser“ M.L.

Aber zurück zum Anfang. Auf den Fjell war eine himmlische Ruhe und am Morgen eine sibirische Kälte. Haben zu 1. mal drinnen gefrühstückt (mit Heizung). War kurz draußen da haben die Mücken ein dickes etwas über das Fjell bewegen sehen und haben sich auf mich gestürzt. Die Mücken die Schweine.
Dann rückte der Briksdalsbreen in unsere Sichtweite – siehe Zitat von Marion.
Jetzt haben wir zum ersten mal nicht nur unser Auto bewegt, sondern uns selber.
Sind zu dem Gletscher ca. 1,5 h gelaufen. Der Schreck saß bei mir tief. Er war bei meinen letzten Besuch ca. 300 m stärker d.h. weitläufiger im Tal. Ist alles den Bach runter gegangen. Die Leute die direkt am Gletscher waren sind schnell zurück gekommen. Waren in ca. 150 m Entfernung, als zwei Eislawinen sich lautstark lösten. Der Fotobeweis ist vorhanden.
Wenn das abtauen so weiter geht, wird das für unsere Enkel mal eine Tagestour
Interessant sind auch die verschiedenen Nationalitäten auf dem Gletscher.
Zum ersten sind da die Deutschen, welche versuchen das Auto möglichst mit hoch auf den Gletscher zu nehmen. Nicht das sie lauffaul sind. Wohl doch eher aus Angst vor den Polen, die auch da sind. Dann gibt es noch die bis an die Zähne mit Kamera, Teleobjektiven und Videokameras aufgerüsteten Japaner. Da wissen selbst die Norweger nicht, wozu die Beine haben. Die lassen sich jeden Zentimeter mit den Gletschermobilen fahren und steigen nicht mal zum fotografieren aus. Und da gibt es noch unsere Freunde aus der ehemaligen Sowjetunion.
Da erkennt man vor allem die hochgestylten, mit Pumps beschuhten Frauen mit ausgefallen Make Up. Am Geruch habe ich sie nicht erkannt, denn ich habe noch Schnupfen.
Sind im Anschluss Richtung Süden weiter gefahren und haben auf eine Seitenweg noch einen geilen Gletscher gesehen. Stellplatz eine Wiese und ich schaue erst mal ob ich versinke.
Alles ok. Marion kommt angedüst. Ich soll das Fahrzeug noch ein wenig umparken – kein Thema, habe das Fahrzeug im Modder festgefahren. Nach einer halbe Stunde schlugen alle 1. Hilfemaßnahmen fehl. Was nun ? Wie aus heiterem Himmel kamen Deutsche des Weges. Marion hat sich sofort auf der Straße breitgemacht und sie gestoppt. Die haben uns dann zum nächsten Gehöft mitgenommen, wo wir einen Traktor von einem Grasbauern gechartert haben. Die Aktion hat uns 200ml Chantré und jede Menge Angstschweiß gekostet.

14.08.10

Sind heute Morgen bei Regen in Richtung Flam aufgebrochen. Hatten aber Glück, denn nach 1h kam die Sonne raus. Haben insgesamt über 50km Tunnel bewältigt. Der längste schlaffe 24km lang und der spekulärste – dazu später.
Waren noch schnell die Chemietoilette entsorgen. Marion wollte 2 Sachen auf einmal machen, den Wasserhahn zudrehen und den Schlauch halten. Das ging mächtig in die Hose – äh in meine. War glatschnass.
In Flam angekommen sind wir der Empfehlung unseres Reiseführers (Buch) gefolgt und sind mit der Falmbahn in die Berge auf ca. 866m Höhe gefahren. Na wir hatten uns für 40€ die Person mehr versprochen. Das einzige waren wieder die Japaner mit ihrem Dauergrinsen, welche für Unterhaltung gesorgt haben. Kaum war die Bahn in einen Tunnel gekommen, schauten sich sie sich alle ihre Bilder auf der Kamera an. Wenn aber Licht zu sehen war, sprangen sie im Kollektiv auf und stürmten mit ihrem Fotogeräten zu den Fenstern und gaben Dauerfeuer. Wie die Guppys. Ich glaube, wenn dehnen so eine Kiste mal abhanden kommt, machen sie Harrikiri.

Von den Deutschen die uns gestern geholfen hatten, haben wir den Tipp bekommen eine Schlucht zum Fresvikbreen zu besuchen.
Da war auch der spektakulärste Tunnel ca 3km lang bei ca. 10% Steigung auf unbefestigter einspuriger Straße und das alles ohne Beleuchtung. Wäre fast ausgestiegen und Heim gelaufen, denn wir sind wieder steckengeblieben. Die Räder greifen einfach nicht auf den losen Untergrund. Haben es aber doch hinbekommen und pünktlich bei unserer Ausfahrt aus dem Tunnel, kam uns ein Auto entgegen. Richtig Massel gehabt. Der Stellplatz in der Hochebene ist wieder mal astrein, bis auf die Schafe, welche Marion angegangen sind. Habe den Viechern mit einem Knüppel begreiflich gemacht, dass das mein Weibchen ist.
Haben noch ca. 1,5kg Pfifferlinge gefunden, geputzt, gebraten und gefuttert.

15.08.10

Wenn ihr denkt das geht so weiter, wie in den letzten Tagen, so habt ihr euch geirrt.
Heute ist Sonntag und da müssen wir uns auch mal schonen.
Wir kommen uns wärend der Fahrerei wie Computer Hacker vor. Marion fährt und ich scanne die offenen Netze.
Sind vielleicht 60km gefahren und dann gemütlich durch ein Tal gerollt um im Anschluss wieder im Hochland zu landen.
Haben Position an einem Mini See bezogen und eine kleine Heidewanderung gemacht. Es ist brutal heiß, aber Marion findet es genau richtig. Haben also relaxt und den Abend mit einem Grillerchen beendet.
Muss morgen den Schafen ihre Glocke klauen. Das Gebimmel hat mich um meinen Schönheitsschlaf gebracht.

16.08.10

Heute war Bergen dran. Diese Stadt hat ca. 250 Tage Regen im Jahr
und heute war es selbst Marion zu heiß. Der Planet brannte erbarmungslos.
Haben das legendäre Bryggen besichtigt, welches von der deutschen Hanse vor ein paar Jahrhunderten errichtet wurde. Sind im Anschluss noch auf den Fischmarkt, haben einen Imbiss eingenommen und Lachssteaks zum grillen erstanden.
Auf Wunsch einer Mitreisenden, sind wir dann an einen Küstenstreifen gefahren. Muss ja zu geben, das es nicht ganz schlecht war (bloß nicht zu sehr loben). Mussten allerdings Campingplatz anlaufen mit einer super Aussicht auf das Meer, da es hier keine wilden Stellplätze gibt.

17.08.10

Noch weiter nach Süden abgesetzt. Dabei zum 4. Mal die Maut in Bergen geprellt. Sind ja gespannt, was da noch kommt.
In der Nacht hatte es geregnet und jetzt wieder Sonnenschein. Das passt.
Haben eine fantastischen Stellplatz aus Versehen „erstannten“. Wir hatten bei der Abfahrt
gedacht wir kommen wo anders raus. Glück gehabt. Stehen an einem Fjord mit Blick auf einen kleinen Hafen. Angeln kann man auch. Aber die doofen Fische springen über meine Angel, anstatt an den Haken zu gehen. Sollten vielleicht eine heiße Pfanne aufstellen und warten bis da drin einer landet. Die Lachse führen vor unseren Augen gigantische Sprünge aus – würde sagen in der A Note eine glatte 10.0. In der künstlerischen Note gibt es Punkte Abzug, da ich nicht weiß, was die mir damit vermitteln wollen.

Wieder Regen in der Nacht und am frühen Vormittag. Die Sonne hielt bis 17:00 Uhr.
Jetzt gelegentlich kurzer leichter Regen. Haben wieder ein paar Mautstellen ohne zu bezahlen durchfahren. Wir haben das automatische System nicht geschnallt. Sind von den Fjorden ein wenig wieder nach oben gefahren und campen an einen kleinen Bergsee. Die Strasse ist hier zu Ende. Das heißt es wird eine ganz ruhige Nacht. Marion hat am See gelesen und ich habe im Bett über meine Probleme geräuschvoll nachgedacht.

Wir haben richtig Massel mit dem Wetter. Es regnet meistens nachts. Haben heute rund 100km zurückgelegt. Werden langsam faul. Vielleicht liegt es aber auch an der Gegend. Kaum vom Fjord weg ging es wieder hoch oberhalb der Baumgrenze. Die Straße war markiert mit ca. 3m-4m langen Stangen, wegen der Schneeverwehungen. Wollen gar nicht wissen, was hier im Winter los ist.
In der Hochebene von Bergen umzingelt, wieder einen super Stellplatz an einem Bergsee gefunden. Hier gibt es sehr viele Heidelbeeren. Leider reichen die nicht um mein Feinkostgewölbe zu füllen.
Haben für das Abendbrot schnell noch ein paar Pilze einkassiert. Marion hat die in unserer Kajüte gebraten – leeggggor.
In der Nacht hat es ganz schön geschifft – aber ab 5.00 Uhr war der Spuk vorbei.

20.08.10

Heute Morgen war es für die Jahreszeit zu kalt, würde Hr. Kachelmann sagen.
Deshalb haben wir in unseren 4 Wänden gefrühstückt und sind aufgebrochen.
Wieder Richtung Norden gefahren (Höhe Oslo) und die Landschaft genossen.
Sind dann wieder zu unserem heutigem Endziel eine kleine Straße eingebogen. Zeit für das Mittagessen. Ich sage zu Marion, sie soll hier doch ran fahren. Kaum gestanden ein Aufschrei von Marion. Na sie hat nichts neues entdeckt, nö nur Pilze in der Einmündung. Und es gab wieder Pilze. Da die Dinger keinen Nährwert haben, werden wir schlank wieder kommen.
Und schon wieder träume ich….
Unterwegs durch Zufall die kleinste Stabskirche Norwegens gefunden, diese gleich mit einem uralten Dorf der Telemark besichtigt.
Die Stimmung an Bord sinkt etwas. Alles grau draußen und der Stellplatz ist auch nicht der optimale. Gegen 18.00 Uhr setzt der Regen ein. Leute aber es gibt Pilze. Marion spricht mir ein Pilzsammelverbot aus. Wenn das so weiter geht müssen wir wegen den Dingern im stehen fahren.

21.08.10

Bis 6.00 Uhr heute Morgen hat der Regen erbarmungslos auf unser Dach getrommelt.
Hörte dann auf und mit starten des Motors quälte sich die Sonne heraus.
Schwein gehabt. Sind dann gemächlich durch ein Skiareal gefahren und dann wieder Berg abwärts. Da haben wir eine Bergbahn entdeckt. Wie es sich für Touris gehört, gleich die Rückfahrt mit gebucht und den Berg hochgefahren. Oben entschieden wir uns nach unten zu laufen. Haben dafür 2h Fußmarsch gebraucht. Aber mit Hindernissen. Marion hatte ein ausdrückliches Pilzverbot hinterlassen. Da sie vorn weg marschierte war das kein Problem.
Schon nach 5 min grinsten mich die ersten Rotkappen frech an. Alles mitgenommen was da des Weges stand. Marion musste tragen helfen (diese vorwurfsvollen Blicke). Musste dann mein T-Shirt ausziehen(sah aus wie Adonis), weil wir die Pilze nicht mehr tragen konnten. Nun ist aber endgültig Schluss meinte Marion. Und ich „Ja, ja“. Hatte natürlich weiter gesammelt, wenn sie nicht schaute. Aber sie war wie ein Schießhund.
Sind im Anschluss wieder einen Marionweg gefahren. Sie sucht aus und ich muss die knapp 30km unbefestigten Weg fahren. Und was steht am Straßenrand eine Rotkappe neben der anderen. Aber ich darf ja nicht. Darf nicht mal das Wort Pilz in den Mund nehmen.
Ganz oben war ein riesiger See und am Ende dessen eine Sandbank entdeckt – ok. unser Stellplatz. Auto positioniert und – Mensch ist das ein Wind hier. Habe Angst um meine Frisur. Nö das wird hier nichts. Die Äste am Wegesrand, welche am Auto schabten mit der Axt entfernt und ab ging es wieder Richtung Tal. Dabei gefachsimpelt, dass unser Gefrierteil im Womo fast leer ist. Da gehen ja noch ein paar Pilze rein – oder?
Stellplatz gefunden und sofort die Dinger gepflückt. Marion der weil einen Trink gemacht. Nach dem 2. bin ich schon gewaltig durch den Busch getorkelt. Aber die Teile sind ja zum Glück nicht zu übersehen. 5 Beutel eingefrostet und noch eine gewaltige Portion zum Gulasch. Mensch uns geht es verdammt gut.

22.08.10

Heute Morgen wieder mal im Freien gefrühstückt. Aber ohne Pullover ging es nicht.
Marion hat die Freigabe für einen neuen Beutel Pilze (Frost) gegeben. Nach dem Frühstück Marion rechts und ich während der Fahrt nach links geschaut. Je nachdem wo was stand ist der jenige aus dem Auto gesprungen und hat geschnitten. Dabei ein paar PKW´s aufgehalten, denn es war ja alles einspurig. Aber es ist ja für einen guten Zweck und der Beutel war nach 10min mit nur besten Speisepilzen gefüllt.
Sind im Anschluss nach Heddal gefahren. Dort steht die größte Stabskirche in Norge. Eintritt mussten wir nicht berappen, da kein Eintritt war. Es fand Gottesdienst statt. Na genau dafür haben wir uns ja interessiert und durften so rein. Kaum drin, wollten die mir ein Gesangsbuch verpassen – ehh die Texte von Söhne Mannheims kenne ich doch auch ohne diesem Teil.
Aber irgendwie war das nicht gefragt.
Im Anschluss bei einer Dönerbude uns ins Netz gehackt und den Blog aktualisiert.
Wie nicht anders zu erwarten, haben wir uns danach wieder nach oben abgesetzt. Sind aber nicht weit gekommen. An einem großen See, direkt am Ufer ein Stellplatz. Nach einen Kilometer Bedenkzeit umgedreht und da Stellung bezogen. Marion äußerte, wenn wir das Mittagessen für morgen heute schon auftauen, dann könnten wir … Ich sprang sofort auf und kam mit einer Schüssel Pilze wieder. Werden heute Abend noch etwas am See gogeln.
Wow Elchkacke gesichtet. Nicht das der uns diese Nacht knutscht.

23.08.10

Bei strahlendem Sonnenschein erwacht. Haben an diesem fantastischen Stellplatz bis mittags ausgeharrt und Pigmente gehascht.
Im Anschluss noch in eine Stadt gefahren und ein bissel in den Geschäften gestöbert und Wasser fürs Womo besorgt.
Halten uns nicht mehr allzu weit von Oslo auf. Ach ja zum Abendbrot gab es natürlich Pil…

24.08.10

Heute den ersten Tag erwischt, wo es fast ohne Unterbrechung schüttete. Das sieht hier dann so aus, das richtige Sturzbäche aus den Wäldern kommen. Waren in Honefoss ohne Regen durch die Geschäfte getigert. Nachher fing es aber wieder an. Sind durch einen Regenbogen gefahren, welcher fast ebenerdig war. Am letzten Tag noch einen schönen Stellplatz an ein einem See mit Seerosen gefunden. Kann es aber nicht genießen, da es regnet und ich einen massiven Schüttelfrost habe. Muss bei meinem kleinen Geschäft auch nicht mehr schütteln. Dieser Vorgang ist automatisiert. Das Abendbrot habe ich mir auch noch mal angesehen.
Marion schläft diese Nacht im Alkoven, wegen der Ansteckungsgefahr. Müssen ja Morgen unsere Fähre pünktlich erreichen. Zur Zeit schwitze ich wie Hanne.
Fazit unserer Reise: Es war meine 3.Tour in Norge und zugleich die schönste. Das sage ich jetzt nicht um bei Marion zu Kratzen, nö das ist halt so. Mit den Stellplätzen war bis auf eine Ausnahme, alles perfekt. Hatten eine Wahnsinnstour, mit sehr vielen Höhepunkten und insgesamt 2 Tage Regen. In der Nacht hat uns dies ja nicht gestört. Also Schwein gehabt.
Hätten aber idealerweise 2 Wochen eher fahren müssen, da die Nächte jetzt schon ganz schön kalt werden. Die Menschen hier waren alle sehr nett und helfen einen auch mal schnell aus dem Schlamm-massel.
Wir kommen wieder.
Logenbrüder